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Handball-WM 2013: DHB-Team feiert Befreiungsschlag gegen Argentinien

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Deutschland kämpft sich gegen die Gauchos zum Sieg

16.01.2013, 09:34 Uhr | sid, t-online.de

Deutschland siegt knapp, aber völlig verdient

Die Zusammenfasszng des dritten WM-Gruppenspiels gegen Argentinien.

Die Zusammenfassung des WM-Spiels gegen Argentinien.


Durchatmen beim DHB-Team: Die Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger feierte bei der Handball-WM gegen Argentinien einen wichtigen 31:27-Sieg. Nach der historischen Pleite gegen Tunesien liegt Deutschland in der Gruppe A mit 4:2-Punkten nun auf Platz zwei und somit voll auf Achtelfinal-Kurs.

Oliver Roggisch und Co. führten in der Partie lange souverän. Kurz vor dem Ende kamen die Südamerikaner in Granollers noch einmal bis auf zwei Tore heran. Das DHB-Team behielt aber die Nerven und sicherte den Sieg. Mit einem weiteren Sieg am Mittwoch (ab 18.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Montenegro hätte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vorzeitig die K.-o.-Runde erreicht. Beste deutsche Werfer beim vierten Sieg im vierten Vergleich mit dem international zweitklassigen Olympia-Zehnten waren Kreisläufer Patrick Wiencek und Adrian Pfahl mit jeweils fünf Treffern.

Deutsche Abwehr offenbart Schwächen

Vor 4200 Zuschauern merkte man dem mit sechs WM-Debütanten angetretenen deutschen Team den Willen zur Wiedergutmachung zwei Tage nach der überraschenden Niederlage gegen Afrikameister Tunesien (23:25) an. Im Angriff funktionierten die Anspiele an den Kreis gut. Zudem nutzten die Außen Dominik Klein und Patrick Groetzki die sich bietenden Räume gegen die sehr offensive 3:2:1-Deckung der Argentinier konsequent zu Torerfolgen.

So lag die DHB-Auswahl von Beginn an in Führung, auch wenn die Abwehr sowie Torhüter Silvio Heinevetter einige Schwächen offenbarten. Besonders Rückraumspieler Diego Simonet stellte die deutsche Deckung immer wieder vor Probleme und hielt den Außenseiter mit fünf Treffern in der Anfangsphase zunächst im Spiel (6:7/12. Minute).

Roggisch läuft trotz Verletzungen auf

Der Weltmeister von 2007 zeigte sich in der Chancenverwertung aber verbessert, zudem waren die Argentinier in der Rückwärtsbewegung vom deutschen Tempospiel überfordert. So setzte sich der Favorit in der 16. Minute erstmals mit drei Toren Vorsprung ab (10:7). Eine Führung, die bis zur Pause ausgebaut wurde.

"In der Abwehr müssen wir es etwas besser machen. Jetzt müssen auch die Torhüter mal einen Ball halten", sagte Kapitän und Abwehrchef Roggisch, der trotz Rücken- und Beckenproblemen auflief.

Mehr Druck in Hälfte zwei

Heinevetter hielt bis zu seiner Auswechslung in der 25. Minute lediglich zwei Bälle - eine schwache Bilanz. Allerdings zeigte auch der argentinische Torhüter mit deutschen Wurzeln, Matias Schulz, keine bessere Leistung.

Gastgeber Spanien nimmt Kurs auf das Achtelfinale

Gegen Ägypten geben sich die Iberer keine Blöße. Ägypten steht mit nunmehr 0:4-Punkten bereits mit dem Rücken zur Wand.

Gegen Ägypten geben sich die Iberer keine Blöße.


Nach dem Wechsel entwickelte auch der deutsche Rückraum etwas mehr Torgefahr, zudem bekam Lichtlein deutlich mehr Bälle zu fassen als Vorgänger Heinevetter. Konsequenz war eine 25:20-Führung in der 49. Minute.

Gegen Montenegro "ist jeder heiß"

Doch in der Folge schlichen sich einige Unkonzentriertheiten ins deutsche Spiel ein. Argentinien verkürzte noch einmal auf zwei Treffer (23:25/53.). In der spannenden Schlussphase war Lichtlein aber zur Stelle und verhinderte eine weitere Aufholjagd.

Gegen den nächsten Gegner Montenegro haben die deutschen Handballer noch eine Rechnung offen. Zum Auftakt der EM-Qualifikation gab es Anfang November in Mannheim eine überraschende Heimniederlage (27:31). "Da ist jeder heiß drauf, zu beweisen, dass wir es besser können als in Mannheim", sagte Heuberger.

Montenegro hatte in der WM-Qualifikation überraschend den Olympia-Zweiten Schweden ausgeschaltet. In Spanien enttäuschte das Team von Trainer Zoran Kastratovic aber bisher und wartet nach drei Spielen noch auf einen Punktgewinn. Daher ist Roggisch von einem Sieg überzeugt: "Wenn wir vernünftig spielen, dann werden wir die zwei Punkte gegen Montenegro holen."

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