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Handball-WM 2013: Martin Heuberger kann endlich gut schlafen

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Rückendeckung für Heuberger von allen Seiten

17.01.2013, 16:52 Uhr | sid, dpa, t-online.de

Handball-WM 2013: Martin Heuberger kann endlich gut schlafen . DHB-Trainer Martin Heuberger bejubelt den Einzug ins Achtelfinale.  (Quelle: imago)

DHB-Trainer Martin Heuberger bejubelt den Einzug ins Achtelfinale. (Quelle: imago)

Als Silvio Heinevetter zum Fallrückzieher ansetzte, stockte dem Bundestrainer für einen Moment der Atem. Mit vor der Brust verschränkten Armen stand Martin Heuberger in der Trainingshalle in Granollers und verfolgte das muntere Fußballspiel seiner Handballer. Heuberger lächelte. Nach der teils heftigen Kritik an seiner Person schien der 48-Jährige am Tag nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Handball-WM von einer Last befreit.

"Nach Monaten der Anspannung ist mein Adrenalin-Spiegel deutlich gefallen. Ich habe endlich mal besser geschlafen und bin auf dem Weg der Besserung", sagte Heuberger. Das anstehende Duell um den Gruppensieg gegen Titelverteidiger Frankreich am kommenden Freitag deklarierte er derweil zum "Lernspiel".

Heuberger: "Bin erfolgsbesessen"

Ob er nach dem Sieg gegen Montenegro und dem damit verbundenen Erreichen des Minimalziels auch eine persönliche Genugtuung gespürt habe? "Damit hat das nichts zu tun. Ich bin erfolgsbesessen und will das Optimale aus dieser Mannschaft herausholen. Und das ist uns hier in weiten Stücken bis jetzt auch gelungen", sagte Heuberger.

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DHB-Team überzeugt auf ganzer Linie

Die Zusammenfassung der WM-Partie gegen Montenegro. Video

Mit der bislang besten Turnierleistung hatte sich sein Team am Abend zuvor mit einem 29:21-Erfolg gegen Montenegro das Achtelfinalticket gesichert. Zu Wochenbeginn hatte die Welt für den Bundestrainer noch komplett anders ausgesehen. Nach der Vorrundenniederlage gegen Tunesien war Heuberger in die Schusslinie heftiger Kritik geraten.

Seine Nervosität während der Spiele war bemängelt worden, und dass er an der Seitenlinie keine Ruhe ausstrahle. "Vielleicht ist das eine Schwäche von mir, aber ich arbeite daran", hatte der 48-Jährige daraufhin gekontert. Einige Kritiker forderten im Zuge des drohenden Vorrunden-Knockouts gar seinen Kopf und heizten Spekulationen um eine vorzeitige Ablösung durch Kiels isländischen Meistercoach Alfred Gislason an.

Ex-Nationalspieler Christian Schwarzer adelt Heuberger

"Es ist absoluter Wahnsinn, dass vor oder während eines Turniers über den Bundestrainer diskutiert wird", sagte Christian Schwarzer. "Das ist ein Unding und hat hier einfach nichts zu suchen." Der Weltmeister von 2007 bescheinigte der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) eine deutliche Leistungssteigerung im Turnierverlauf und stellte dem Bundestrainer ein gutes Zeugnis aus. "Unter Heuberger ist auf jeden Fall ein Fortschritt zu sehen. Er ist ein sehr kompetenter Trainer", sagte Schwarzer.

Heiner Brand lobt die deutsche Abwehr

Und auch der Ex-Bundestrainer Heiner Brand hatte ein Lob parat. "Das Zwischenfazit fällt nach dem Montenegro-Spiel absolut positiv aus, weil das die absolute Topleistung war", sagte Brand. Gegen Montenegro zeigte sich die DHB-Auswahl vor allem in der Abwehr stark verbessert. In das anstehende Gruppen-Endspiel gegen den Doppel-Olympiasieger geht das deutsche Team mit viel Respekt, aber ohne Angst.

"Wir haben die Chance, uns mit der besten Mannschaft der Welt zu messen. Das ist das geilste Spiel des Jahres", sagte Kapitän Oliver Roggisch stellvertretend für den Rest des Teams. "Wenn wir so spielen wie gegen Montenegro, dann kann keiner böse sein, wenn Frankreich besser ist." Und Torhüter Heinevetter ergänzte: "Es herrscht jetzt nicht so der Megadruck auf uns, das ist gut für die Mannschaft. Das heißt aber keinesfalls, dass wir uns gegen die Franzosen kampflos ergeben werden." Ein Sensationserfolg gegen den Turnierfavoriten würde Heubergers Adrenalin-Spiegel jedenfalls weiter senken.

Glückwünsche aus der Handball-Bundesliga

Der deutliche Sieg gegen Montenegro fand unterdessen auch in der heimischen Bundesliga Anerkennung. "Das hat die Truppe toll gemacht. Wir können guter Zweiter in der Gruppe werden, dann ist im Achtelfinale alles möglich", sagte Klaus Elwardt, Geschäftsführer des deutschen Rekordmeisters und Champions-League-Gewinners THW Kiel.

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Frankreich gibt sich weiter keine Blöße

Titelverteidiger siegt souverän gegen Argentinien. Video

Auch HSV-Präsident Matthias Rudolph sieht für das deutsche Team noch kein Stopp-Signal gesetzt. "Frankreich werden wir nicht besiegen können. Aber Island oder Russland, die im Achtelfinale auf uns zukommen, sind immer schlagbar. Im K.-o.-Verfahren ist vieles möglich", so Rudolph.

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