21.01.2013, 10:18 Uhr | t-online.de, dpa, sid
Alle Highlights vom deutlichen Sieg der Heuberger-Truppe gegen Mazedonien. Deutschland steht somit im Viertelfinale.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft macht wieder Spaß. Und wie! Bei der WM 2013 in Spanien hat die DHB-Auswahl ihr Erfolgsgeschichte fortgesetzt und ist ins Viertelfinale eingezogen. Gegen Mazedonien siegte das Team von Bundestrainer Martin Heuberger souverän mit 28:23 (13:9) und gilt plötzlich sogar als Geheimfavorit auf den Weltmeister-Titel.
Doch Heuberger bremste die Euphorie umgehend, schließlich könnte in der Runde der letzten Acht der Gegner Spanien lauten. Der Gastgeber trifft in seiner Achtelfinal-Partie am Montag auf Serbien. "Wir dürfen nicht so vermessen sein, wieder alles hochzujubeln. Das ist ein langer Weg", sagte der Coach. Sichtlich zufrieden war er trotzdem: "Ich bin stolz auf die Mannschaft!"
Dass der Traum vom größten Erfolg seit dem goldenen Wintermärchen 2007 weitergeht, war auch dem überragenden Silvio Heinevetter im Tor zu verdanken. Vor 8200 Zuschauern im Palau Sant Jordi zeigte der Torhüter mehrere Weltklasse-Paraden, die spektakulärste ausgerechnet in der einzigen Schwächephase der Deutschen und verhinderte so beim Stand von 18:16 den Anschlusstreffer der Mazedonier.
Darauf angesprochen, was er in diesem Moment gedacht habe, antwortete er: "Habe ich zu Hause das Licht ausgemacht? Und die Waschmaschine?" Zwei Tage nach dem Überraschungs-Coup gegen Titelverteidiger Frankreich war er der gefeierte Mann, zusammen mit dem besten Torschützen des Tages, Stefan Kneer (fünf Treffer).
Unter den Augen von Weltverbandspräsident Hassan Moustafa und DHB-Boss Ulrich Strombach bot der EM-Siebte allerdings auch eine tolle Mannschaftsleistung, besonders die bärenstarke Defensive. Kapitän Oliver Roggisch und Michael Haaß bildeten einen nahezu unüberwindlichen Mittelblock vor Heinevetter.
Der Weltmeister von 2007 erkämpfte sich immer wieder die Bälle, die im Tempogegenstoß zu Torerfolgen genutzt wurden. Mazedonien gelang erst in der achten Minute der erste Treffer, Rückraum-Ass Lazarov musste sogar bis zur elften Minute bis zu seinem ersten erfolgreichen Wurf warten. Den Rest erledigte Heinevetter.
Zielstrebig und variantenreich agierte die DHB-Auswahl auch offensiv. Als Adrian Pfahl in der 23. Minute zur ersten Sechs-Tore-Führung traf (11:5), hatte das schwer auszurechnende deutsche Team schon neun verschiedene Torschützen - eine bemerkenswerte Bilanz.
Einziger Wermutstropfen war die frühe Verletzung von Sven-Sören Christophersen im ersten Durchgang. Der Berliner prallte in der fünften Minute mit seinem Gegenspieler unglücklich zusammen und musste mit Schmerzen im linken Knie und Oberschenkel danach zuschauen. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Quelle: t-online.de, dpa, sid
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