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Flensburger Glandorf: Wir wollen auf uns gucken

21.08.2013, 11:46 Uhr | dpa

Flensburger Glandorf: Wir wollen auf uns gucken. Holger Glandorf gewann mit der SG Flensburg-Handewitt den Supercup.

Holger Glandorf gewann mit der SG Flensburg-Handewitt den Supercup. (Quelle: dpa)

Bremen (dpa) - Die SG Flensburg-Handewitt hat mit dem Gewinn des Supercups am Dienstagabend in Bremen die Ansprüche auf den zweiten deutschen Meistertitel nach 2004 gestellt. Doch trotz des verdienten 29:26-Erfolges über Titelverteidiger THW Kiel blieb Nationalspieler Holger Glandorf zurückhaltend.

Im Interview der Nachrichtenagentur dpa erklärt der Rückraumspieler, warum es keine Kampfansage in Richtung des Rekordmeisters gibt.

Frage: Der Supercup ist nach 13 Jahren wieder in Flensburg. Welche Bedeutung hat das?

Antwort: Das ist für uns natürlich sehr wichtig, gerade jetzt so kurz vor dem Bundesliga-Start das Spiel zu gewinnen und Selbstvertrauen zu tanken. Auch wenn der Pokal vielleicht nicht so hoch angesiedelt ist, es ging immer noch um einen Pokal und ich denke, das hat man auch auf dem Spielfeld gesehen, dass beide Mannschaft Gas geben und das Ding gewinnen wollten.

Frage: War das Spiel denn auch ein besonderer Reiz, weil es im ewig jungen Nordduell gegen den THW Kiel ging?

Antwort: So ausschlaggebend ist das Spiel nicht, denn die Saison ist wirklich lang. Da kommen noch viele Spiele auf uns zu wie DHB-Pokal und Champions League. Da kann so viel passieren. Aber wichtig war, diesen Pokal zu gewinnen und zu sehen, dass wir auch den THW schlagen können in wichtigen Spielen. So kann es gerne weitergehen.

Frage: Bei wie viel Prozent Leistungsfähigkeit ist die SG Flensburg-Handewitt derzeit?

Antwort: Das ist schwer zu sagen. Zwischendurch spielen wir richtig guten Handball, dann teilweise wieder nicht. Da fehlt halt noch die Abstimmung, das merkt man schon. Aber die kommt natürlich bei der Vielzahl der Spiele. Aber wir wollen auf uns gucken. Und wenn wir unsere Aufgaben machen, dann haben wir gute Möglichkeiten, unsere Punkte zu holen.

Frage: Sehen Sie Ihr Team jetzt als Meisterschafts-Favoriten?

Antwort: Die Saison ist lang. Man muss abwarten, wie das mit Verletzungen aussieht. Wie gesagt: Wir wollen auf uns gucken. Wenn wir unsere Aufgaben machen, haben wir schon gute Möglichkeiten, oben mitzumischen.

Frage: Warum gibt es von Ihnen keine Kampfansage nach dem Motto: Dieses Jahr sind wir besser als Kiel?

Antwort: Dafür ist es zu diesem Zeitpunkt viel zu früh. Denn wie gesagt: Die Saison ist lang. Vielleicht kann man im Halbjahr sehen, in welche Richtung es geht. Jetzt wollen wir uns erst mal freuen, dass wir den Pokal gewonnen haben.

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