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Schwalb nach erstem HSV-Saisonsieg erleichtert

12.09.2013, 12:17 Uhr | dpa

Schwalb nach erstem HSV-Saisonsieg erleichtert. HSV-Coach Martin Schwalb war nach dem Sieg gegen Wetzlar erleichtert.

HSV-Coach Martin Schwalb war nach dem Sieg gegen Wetzlar erleichtert. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Im kleinen Kreis war Martin Schwalb ganz entspannt. "Als Trainer darf ich mich nicht von einem Erfolg oder Misserfolg leiten lassen", sagte der Coach der Bundesliga-Handballer des HSV Hamburg, die beim 35:26 über die HSG Wetzlar den ersten Saisonsieg eingefahren hatten.

Nach den beiden Auftaktpleiten gegen den Bergischen HC und den THW Kiel war der Druck beim Champions-League-Sieger groß geworden.

Schwalb wirkte erleichtert, zugeben wollte er es aber nicht. "Steine fallen mir nicht vom Herzen. Wir machen unseren Job. Fertig, aus." Auch ein Befreiungsschlag sei der letztlich ungefährdete Erfolg gegen die überforderten Wetzlarer nicht gewesen. Den Beifall der Fans, die den 50-Jährigen nach dem Schlusspfiff mit Sprechchören gefeiert hatten, nahm er dennoch dankbar entgegen: "Das freut mich als Mensch, hat aber nur wenig mit der Arbeit als Trainer zu tun."

Hinter vorgehaltener Hand war auch schon über die Ablösung des Trainers getuschelt worden, falls die Misserfolgsserie angedauert hätte. Immer wieder geisterte der Trainername Talant Dujshebaev durch die Hansestadt. Der in Kirgistan geborene Spanier hatte Atletico Madrid, das früher Ciudad Real hieß, von Titel zu Titel geführt, bis der Verein sich aus Finanznot auflöste.

Jetzt will Schwalb mit einem weitern Sieg alle Gerüchte verstummen lassen. Am Sonntag gastieren die Hamburger bei der MT Melsungen. Trainer und Spieler wissen, wie schwer das wird: Die Melsunger Defensive mit den Zwillingen Philipp und Michael Müller, Daniel Kubes sowie Felix Danner sei eine "echte Phalanx", sagte Schwalb. "Dazu hat Melsungen mit Patrik Fahlgren einen tollen Spielmacher."

Die Melsunger haben aber auch Sorgen. Kapitän Nenad Vuckovic zog sich bei einem Trainingsunfall vor dem souveränen 38:33 beim TBV Lemgo eine Einblutung im Gehirn zu. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, wie schwer die Verletzung ist. Nach derzeitigem Stand sei eine Operation nicht erforderlich, hieß es in einer Vereinsmitteilung.

Während sich die Hamburger über die ersten Punkte freuten, machte sich bei der SG Flensburg-Handewitt nach der zweiten Saisonniederlage Frust breit. "Die Art und Weise, wie wir verloren haben, macht mich sehr nachdenklich", sagte SG-Manager Dierk Schmäschke nach dem 22:29 beim neuen Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen. Der Mitfavorit auf den Titel ist auf den achten Platz abgestürzt. Vor allem die erste Halbzeit, in der nur acht Tore gelangen, sorgte bei den Flensburgern für Stirnrunzeln.

Wie man es besser macht, zeigte Rekordmeister THW Kiel beim 31:30 in heimischer Halle über den VfL Gummersbach. Mit acht Toren führten die Oberbergischen bereits und hatten den THW eigentlich in der Tasche. Ein bärenstarker Kapitän Filip Jicha und Marko Vujin mit einem verwandelten Siebenmeter neun Sekunden vor Schluss schafften aber die Wende. Mit 8:0 Zählern bleiben die "Zebras" als Tabellenzweiter Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen auf den Fersen. Löwen-Manager Thorsten Storm schielt ein wenig nach dem Titel: "Wir wollen oben angreifen. Mal sehen, was passiert".

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