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Supercup vor leeren Rängen: Die fetten Handball-Jahre sind vorbei

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Supercup vor leeren Rängen  

Die fetten Handball-Jahre sind vorbei

03.11.2013, 13:07 Uhr | sid

Supercup vor leeren Rängen: Die fetten Handball-Jahre sind vorbei . Leere Ränge bei der Supercup-Partie Deutschland - Ägypten in Hamburg. (Quelle: imago/Philipp Szyza)

Leere Ränge bei der Supercup-Partie Deutschland - Ägypten in Hamburg. (Quelle: imago/Philipp Szyza)

Die fetten Jahre sind vorbei - das mussten die deutschen Handballer am Wochenende schmerzhaft erfahren. Beim Supercup zog das Zugpferd Nationalmannschaft nicht wie gewohnt die Massen an. Und weil die Hallen in Hamburg und Bremen ziemlich leer blieben, übten sich Spieler und Verantwortliche in Demut und Selbstkritik. "Wir haben mit unseren zuletzt gezeigten Leistungen in der Öffentlichkeit Kredit verspielt. Das merkt man an den Zuschauerzahlen, ganz klar", sagte Bundestrainer Martin Heuberger: "Wir müssen jetzt daran arbeiten, beim nächsten Supercup wieder vor ausverkauften Hallen zu spielen."

Der 49-Jährige weiß: Nach den jüngsten Rückschlägen, der verpassten Olympia-Teilnahme 2012 und dem Aus in der Qualifikation für die EM 2014, ist die Position des Handballs unter Deutschlands führenden Sportarten hinter "König Fußball" stark gefährdet.

Oberrang war komplett verwaist

Wie schwer es die Sportart in Deutschland zurzeit hat, legte das Zuschauerinteresse beim 18. Supercup schonungslos offen. Nachdem bereits bei der ersten Turnierstation in Bremen knapp die Hälfte der Plätze leer geblieben war, verirrten sich am Samstag gerade einmal 3950 Zuschauer in die riesige Multifunktionsarena im Hamburger Volkspark (Fassungsvermögen: 13.000).

"Das tut schon ein bisschen weh, aber vielleicht müssen wir uns in den kommenden Jahren daran gewöhnen", sagte Rechtsaußen Patrick Groetzki. Der Oberrang war komplett verwaist und mit schwarzem Tuch abgehängt. "Ich kann die Skepsis der Zuschauer verstehen", sagte der neue DHB-Präsident Bernhard Bauer mit Blick auf die Misserfolge der jüngeren Vergangenheit, "aber die Spiele der Mannschaft hier beim Supercup sind schon mal ein Schritt in die richtige Richtung."

Roggisch: "Wenn wir keinen Erfolg haben, dann kommen keine Leute"

Auch Kapitän Oliver Roggisch kann den Zuschauerschwund nachvollziehen. "Das ist doch vollkommen klar. Wenn wir keinen Erfolg haben, dann kommen keine Leute. Das ist doch überall so", sagte Roggisch. Und Torhüter Carsten Lichtlein ergänzte: "Das Problem kennen wir doch auch aus der Liga. Es wird auch wieder bergauf gehen."

Beide können sich noch gut an die Boomjahre des Handballs nach dem Weltmeistertitel 2007 im eigenen Land erinnern. "Für mich ist es ein großer Ansporn, die Hallen wieder so voll zu bekommen. Das können wir aber nur durch Leistung schaffen. Ich mache mir da keine Sorgen", sagte Abwehrchef Roggisch.

Planung nicht optimal

Der Rückgang des Interesses an der Nationalmannschaft ist allerdings nicht allein durch die sportliche Misere zu erklären. Auch die Planung für den diesjährigen Supercup verlief nicht optimal. So zog es die Leute in Bremen lieber auf den benachbarten Freimarkt, in Hamburg fand das Spiel gegen Ägypten nur einen Steinwurf von der Imtech-Arena entfernt statt, wo die HSV-Fußballer zeitgleich vor ausverkauftem Haus gegen Borussia Mönchengladbach spielten.

"Es kommen da viele Dinge zusammen", sagte Roggisch und erinnerte auch an die wirtschaftliche Komponente: "So ein Besuch kostet mit der Familie ein paar Hundert Euro."

Eines haben sich die deutschen Handballer angesichts der enttäuschenden Kulisse am Wochenende jedoch geschworen: Mit ihren Leistungen wollen sie dafür sorgen, dass schnellstmöglich wieder eine Euphorie entfacht wird. "Wir wollen mit leidenschaftlichem Handballspiel, mit Emotionen und Freude eine neue Begeisterung auslösen. Das ist die Grundlage, dass uns die Zuschauer irgendwann auch wieder mehr unterstützen werden", sagte Heuberger. Denn spätestens zur Heim-WM 2019 sollen die Hallen wieder voll sein.

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