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Jahresrückblick 2013: Das Jahr im deutschen Handball

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So lief das Handball-Jahr 2013  

Deutscher Handball: ganz oben und ganz unten

25.12.2013, 16:16 Uhr | SeS, t-online.de

Jahresrückblick 2013: Das Jahr im deutschen Handball . Zwei Gefühlswelten: Der HSV holt die Champions League, Trainer Martin Heuberger scheitert mit der DHB-Auswahl (Fotos: dpa, imago/Huebner).

Zwei Gefühlswelten: Der HSV holt die Champions League, Trainer Martin Heuberger scheitert mit der DHB-Auswahl (Fotos: dpa, imago/Huebner).

2013 neigt sich dem Ende entgegen. Damit ist auch ein wieder turbulentes Sportjahr bald Geschichte. t-online.de blickt auf die Geschehnisse in den wichtigsten Sportarten zurück. Heute: Handball. Hier lagen nicht einmal zwei Wochen zwischen einem Riesenerfolg und einer kaum für möglich gehaltenen Enttäuschung.

Am 2. Juni war der deutsche Handball ganz oben: Der HSV Hamburg bezwang in einem dramatischen Champions-League-Finale den FC Barcelona 30:29 nach Verlängerung, die Halle in Köln brodelte. Am 15. Juni war der deutsche Handball ganz unten: Die Nationalmannschaft verpasste trotz eines 38:19 gegen Israel zum ersten Mal die Qualifikation für eine Europameisterschaft, die Halle in Aschaffenburg versank in Trauer.

Innerhalb von 13 Tagen zeigte der deutsche Handball seine zwei aktuellen Gesichter: Das starke Vereins- und das schwache Nationalmannschaftsgesicht. Die Liga, die auch 2012/13 der THW Kiel für sich entschied, ist immer noch die beste der Welt, mit Weltstars ohne Ende. Wenig überraschend ging auch der Sieg im EHF-Pokal an einen Bundesliga-Klub, die Rhein-Neckar Löwen triumphierten.

Wieder mal Krise

Das Nationalteam steckte auch 2013 in einer Krise, sogar "in der größten Krise überhaupt", wie Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmar nach der vergeigten EM-Qualifikation feststellte.

2012 waren die deutschen Handballer nur Zaungäste, als der Rest der Welt in London um olympische Ehren kämpfte. Aber es ging noch schlimmer. In einer Gruppe mit Tschechien, Montenegro und Israel ließ das DHB-Team nur letztgenannte hinter sich. Knackpunkt war das 25:27 in Montenegro, dem 22. der Weltmeisterschaft.

Den Weltmeister geschlagen

Apropos. Im Januar, schien die deutsche Mannschaft bei der WM noch auf dem Wege in eine nicht goldene, aber doch bessere Zukunft zu sein. Gruppensieger nach einem begeisternden Erfolg gegen den damals noch amtierenden Weltmeister Frankreich, ein souveräner Achtelfinal-Erfolg gegen Mazedonien, ein lange Zeit bärenstarker Auftritt gegen den Gastgeber und späteren Titelträger Spanien im Viertelfinale – schon deutete sich eine neue zarte Handball-Euphorie im Lande an.

Doch das Euphorie-Pflänzchen wollte nicht so recht gedeihen. Schlimmer noch, knapp ein halbes Jahr später in Aschaffenburg war es gänzlich verwelkt.

Suche nach Schuldigen

Wo ein Scheitern, da die Suche nach Schuldigen. Im Mittelpunkt stand – neben den Klubs und deren mäßiger Bereitschaft, dem deutschen Nachwuchs unter Wettkampfbedingungen eine Chance zu geben – naturgemäß der Trainer: Martin Heuberger. Unter dessen Leitung das zweite große Turnier in Folge verpasst wurde.

Das Problem ist aber auch, dass Hoffnungsträger wie – der lange verletzte – Uwe Gensheimer, Adrian Pfahl oder Steffen Weinhold zwar in der Lage sind, temporär Glanzpunkte zu setzen, es aber noch an Konstanz fehlt.

Der Deutsche Handball-Bund, bei dem der Wechsel in der Führungsspitze von Ulrich Stromberg zu Bernhard Bauer schon feststand, entschied sich, Heuberger weiteren Kredit zu geben. Verbunden mit dem "eindringlichen Appell an alle Akteure im deutschen Handball, die aktuelle sportliche Situation zum Anlass zu nehmen, in Zukunft konstruktiv zusammenzuarbeiten und Mängel zu beseitigen."

Ein Silberstreif

Ob es an diesem Appell lag, dass es beim Supercup im November einen neuerlichen dünnen Silberstreif am Handball-Horizont gab, sei dahingestellt. Auf jeden Fall gewann die deutsche Mannschaft das Turnier.

Es zeigte sich aber auch, dass es dauern wird, die verprellten Fans zurückzugewinnen. Früher waren die Hallen stets prall gefüllt, wenn das Nationalteam gastierte. Diesmal ließen sich nur noch die Treuesten der Treuen blicken. Aber immerhin ist das Rezept, die Zuschauer zurückzuholen denkbar einfach, zumindest in der Theorie: "Wir haben es selbst in der Hand, die Hallen wieder zu füllen, wenn wir gut spielen", sagte Rechtsaußen Patrick Groetzki. 

Größter Erfolg abseits des Parketts

Bis Handball aber auf die große öffentliche Bühne zurückkehrt – oder zumindest die Chance bekommt, sich für diese zu qualifizieren – wird es dauern. Die EM im Januar 2014 findet definitiv ohne Deutschland statt, der Weg zur Teilnahme an der WM 2015 in Katar führt über zwei Spiele gegen einen voraussichtlich starken Gegner im Juni.

Zumindest ein Großereignis mit DHB-Beteiligung steht aber schon fest: Deutschland bekam im Oktober gemeinsam mit Dänemark den Zuschlag für die Weltmeisterschaft 2019. 

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