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Trotz Aus bei Handball-WM 2013: Deutsche Frauen machen Mut

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"Sind weiter als erwartet"  

Handball-Frauen machen trotz des Scheiterns Mut

19.12.2013, 13:14 Uhr | sid, dpa

Trotz Aus bei Handball-WM 2013: Deutsche Frauen machen Mut. Viel hat bei den deutschen Handball-Damen nicht zum Halbfinal-Einzug gefehlt. (Quelle: dpa)

Viel hat bei den deutschen Handball-Damen nicht zum Halbfinal-Einzug gefehlt. (Quelle: dpa)

Nach der bitteren 28:31-Niederlage im Viertelfinale gegen Dänemark und Platz sieben bei der WM in Serbien geht der Blick der deutschen Handball-Frauen nach vorne: "Jeder, der diese Mannschaft hat spielen sehen, ist stolz auf sie", sagte Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) nach dem Ausscheiden.

"Wir haben gesehen, dass nicht viel zur Weltspitze fehlt. Die Mannschaft hat eine große Zukunft", ergänzte der DHB-Boss, der gemeinsam mit Bob Hanning zur Unterstützung des Teams nach Serbien gereist war.

Ernüchterung beim deutschen Team

Die Auswahl von Coach Heine Jensen zeigte bei der Weltmeisterschaft starke Leistungen in der Vorrunde und auch beim Achtelfinalsieg gegen Afrikameister Angola. In dem mitreißenden Viertelfinale scheiterte die Mannschaft um Susann Müller, mit 62 Treffern die mit Abstand beste Werferin des Turniers nach dem Viertelfinale, an einem nicht besseren, am Ende aber clevereren Gegner.

"Wir haben ein richtig gutes Turnier gespielt. Aber am Ende kannst du dir nicht mal ein Eis dafür kaufen", sagte Jensen ernüchtert: "Ich brauche jetzt erst einmal zehn bis 14 Tage, um das zu verdauen."

"An den eigenen Fehlern gescheitert"

"Wir sind an unseren eigenen Fehlern gescheitert", resümierte Anja Althaus. Die Kreisläuferin vom Meister Thüringer HC spielte vor allem als Abwehrchefin eine großartige WM: "Wir waren richtig gut, sind aber am Ende nicht belohnt worden. Das tut sehr weh." Dabei haderte sie vor allem mit sich selbst, weil sie neun Minuten vor dem Spielende frei stehend die Chance vergab, einen möglicherweise vorentscheidenden Drei-Tore-Vorsprung herauszuwerfen.

Hanning sieht die DHB-Frauenauswahl dennoch auf dem richtigen Weg. "Das gehört zur Entwicklung einer großen Mannschaft dazu", erklärte der DHB-Vizepräsident: "Das sind traurige Erfahrungen, von denen die Mannschaft künftig wird profitieren können."

Genau das war der Auftrag mit größter Priorität, den Jensen mit nach Serbien nahm. Er sollte seiner jungen Truppe die Möglichkeit geben, bei einem großen Turnier alle Höhen und Tiefen zu erleben.

Gut, aber noch nicht gut genug

"Wir haben am Ende einfach den Mut verloren", konstatierte der Däne nach dem Verpassen des Halbfinals. Infrage stellen muss er allerdings nur wenig. Die Mannschaft, die er über zweieinhalb Jahre geformt hat und die schon heute das Gerüst für den Olympia-Kader 2016 und vor allem für die Heim-WM 2017 sein soll, ist gut. Wenn auch noch nicht gut genug. Aber die Perspektive stimmt. Insgesamt kann Jensen mit seiner Arbeit und mit dem Auftreten seines Teams zufrieden sein und ein positives WM-Fazit ziehen: "Wir sind weiter als erwartet."

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