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DHB-Team gewinnt Vier-Nationen-Turnier - deutlicher Sieg gegen Island

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Island an die Wand gespielt  

DHB-Team gewinnt das Vier-Nationen-Turnier

06.01.2014, 09:43 Uhr | sid

DHB-Team gewinnt Vier-Nationen-Turnier - deutlicher Sieg gegen Island. Uwe Gensheimer (li.) spielt einen Pass auf Patrick Wiencek (re.). (Quelle: imago/Heuberger)

Uwe Gensheimer (li.) spielt einen Pass auf Patrick Wiencek (re.). (Quelle: Heuberger/imago)

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft sind beim eigenen Vier-Nationen-Turnier zum Gesamtsieg gestürmt. Die ersatzgeschwächte Mannschaft von Bundestrainer Martin Heuberger bezwang zum Abschluss Island überraschend deutlich mit 32:24 (18:11) und beendete das Turnier nach der Niederlage gegen Österreich (28:29) und dem Sieg gegen Russland (35:26) mit 4:2 Punkten doch noch auf dem ersten Platz.

Island und Österreich (beide ebenfalls 4:2) folgten punktgleich dahinter, Russland wurde nach drei Niederlagen Letzter. Bester Werfer der teils wie entfesselt aufspielenden Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die für den Turniersieg gegen Island einen Erfolg mit mindestens fünf Toren Unterschied benötigt hatte, war der Balinger Kai Häfner mit fünf Treffern.

Heuberger wollte das Abschneiden aber nicht überbewerten. "Es ging mir mehr um die Entwicklung der Mannschaft mit Blick auf die schwere WM-Quali im Sommer. Es war wichtig, die Alternativen zu sehen", sagte der 49-Jährige.

DHB-Team zeigt wieder zwei Gesichter

Dabei präsentierte sich sein Team fünf Monate vor den zukunftsweisenden WM-Play-offs wieder einmal als Wundertüte. Der enttäuschenden Vorstellung gegen Österreich folgten ganz starke Auftritte gegen Russland und Island. "Wir haben wieder die zwei Gesichter dieser Mannschaft gesehen", sagte Heuberger.

Dynamisch und variantenreich im Angriff, konsequent und kompakt in der Abwehr - die DHB-Auswahl verzückte die Fans gegen die Russen in Krefeld und gegen Island in Oberhausen. "Das sind hervorragende Spielzüge. Das macht Spaß", sagte DHB-Präsident Bernhard Bauer schon in der Halbzeitpause.

WM-Qualifikation als höchstes Ziel

Aus einem 3:4-Rückstand gegen Island machte die deutsche Mannschaft dank einer sehr guten Chancenverwertung und ihrer Zweikampfstärke eine 10:4-Führung (12.). Auch in der zweiten Halbzeit zeigte das Heuberger-Team vor 6300 Besuchern sein starkes Gesicht und spielte den Olympia-Zweiten von 2008 an die Wand.

Der Fokus liegt nun auf den WM-Playoffs im Juni. Dabei geht es um die Zukunft des deutschen Handballs und die von Heuberger. Noch ein Großereignis darf nach den Olympischen Spielen 2012 in London und der EM in Dänemark (ab 12. Januar) nicht verpasst werden. Der Imageschaden wäre enorm, die durch das neue DHB-Präsidium verbreitete Aufbruchstimmung schon wieder verpufft.

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