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HBL lehnt EHF-Spielplan wegen Mehrbelastung ab

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HBL lehnt EHF-Spielplan wegen Mehrbelastung ab

27.05.2014, 18:42 Uhr | dpa

HBL lehnt EHF-Spielplan wegen Mehrbelastung ab. Frank Bohmann hält die Belastungen durch den Spielplanmodus der EHF für zu hoch.

Frank Bohmann hält die Belastungen durch den Spielplanmodus der EHF für zu hoch. Foto: Marcus Brandt. (Quelle: dpa)

Leipzig (dpa) - Der Ligaverband der Handball-Bundesliga (HBL) hat wegen der hohen Belastungen für die Spieler den Spielplanmodus der Europäischen Handballföderation (EHF) für die Saison 2015/2016 abgelehnt.

"Wir haben natürlich ein großes Interesses an starken internationalen Wettbewerben. Aber aufgrund der Mehrbelastung geraten wir in Teufelsküche und haben deswegen abgelehnt", sagte HBL-Pressesprecher Oliver Lücke der Nachrichtenagentur dpa nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung.

Die HBL sieht ihre eigenen spielplantechnischen Vorgaben bei der EHF nicht ausreichend berücksichtigt. Deshalb gründete sie eine Kommission, in der Vertreter der international spielenden Vereine, aber auch eines international nicht agierenden Clubs vertreten sind. Diese Kommission soll nun bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 3. Juli Gespräche mit der EHF führen.

Den deutschen Handball vertreten Mark-Henrik Schmedt (SC Magdeburg), Benjamin Chatton (Hannover-Burgdorf), Thorsten Storm (Rhein-Neckar Löwen) und HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann. "Wir haben großes Interesse daran, dass die Champions League funktioniert. Sie ist auch wichtig für die Attraktivität unserer Liga. Aber in dieser Form nimmt sie uns die Luft zum Atmen", sagte Bohmann.

Die Bundesligisten und der Ligaverband kämpfen zum Schutz der Spieler schon seit langem für eine Entzerrung des Spielplans. In der Saison 2015/2016 sind auf internationaler Ebene bis zu vier Partien mehr geplant. "Bei dem, was Spitzenhandballer heute leisten müssen, ist eine absolute Grenze erreicht. Wettbewerbe wie die aufgeblähte Champions League oder die Qualifikationsspiele zur EM, WM und den Olympischen Spielen brauchen neue Modi", fordert nicht nur der deutsche Nationalkeeper Johannes Bitter vom HSV Hamburg, Mitglied der Spielergewerkschaft GOAL, schon seit langem.

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