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Handball: Flensburg folgt Kiel ins Champions-League-Finale

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Nach Krimi gegen Barcelona  

Flensburg folgt Kiel ins Champions-League-Finale

31.05.2014, 20:54 Uhr | sid

Handball: Flensburg folgt Kiel ins Champions-League-Finale. Flensburgs Holger Glandorf feiert einen seiner acht Treffer gegen den FC Barcelona. (Quelle: dpa)

Flensburgs Holger Glandorf feiert einen seiner acht Treffer gegen den FC Barcelona. (Quelle: dpa)

Das erste deutsche Endspiel in der Champions League der Handballer ist perfekt. Die SG Flensburg-Handewitt gewann in einem Handball-Krimi und nach toller Aufholjagd gegen Top-Favorit FC Barcelona 5:3 im Siebenmeterwerfen. Nach der Verlängerung hatte es 36:36 (32:32, 18:17) gestanden. Im Finale am Sonntag wartet nun der Deutsche Meister THW Kiel, der wenige Stunden zuvor gegen den ungarischen Champion MKB Veszprem 29:26 (13:13) geschlagen hatte.

Flensburg bot dem spanischen Meister, der im Vorjahr das Endspiel nach Verlängerung gegen den HSV Hamburg verloren hatte, einen großen Kampf. Torhüter Mattias Andersson trieb die Star-Auswahl um Ex-Welthandballer Nikola Karabatic mit seinen Paraden immer wieder zur Verzweiflung.

So führte der Tabellendritte der Bundesliga, der 2004 und 2007 das Finale der europäischen Königsklasse verloren hatte, in der 34. Minute mit 21:18. Der siebenmalige Titelträger Barcelona behielt aber die Nerven und nutzte die Breite seines Kaders aus.

Glandorf trifft zwei Sekunden vor dem Abpfiff

Nach 40 Minuten lagen die Katalanen mit 25:22 in Führung, Flensburg agierte im Angriff in dieser Phase zu fehlerhaft. Die SG steckte aber auch bei einem 26:32-Rückstand nicht auf. Holger Glandorf sorgte erst für das 31:32, dann traf der Nationalspieler zwei Sekunden vor dem Ende mit seinem achten Tor zum Ausgleich.

In der Verlängerung zog Barcelona wieder davon (35:33/65.), doch der für Andersson ins Tor gekommene Sören Rasmussen hielt die Norddeutschen im Spiel. Im Siebenmeterwerfen behielten alle fünf Flensburger Schützen die Nerven, Andersson parierte hingegen gegen Karabatic.

Kiel zum vierten Mal im CL-Finale

Der THW Kiel erreichte durch das 29:26 (13:13) gegen den ungarischen Meister MKB Veszprem bereits zum vierten Mal ein CL-Endspiel. Bester THW-Werfer war Aron Palmarsson mit sieben Toren. Vor 20.000 Zuschauern entwickelte sich in der Anfangsphase eine ausgeglichene Begegnung, keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen.

"Dass wir in der letzten Viertelstunde noch die Kraft hatten, da staune ich selbst", sagte THW-Trainer Alfred Gislason: "Wir haben taktisch sehr gut gespielt. Unsere Tempogegenstöße haben Veszprem das Genick gebrochen. Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben uns niemals aufgegeben."

Sulic nach Tätlichkeit vom Platz gestellt

Einen 8:11-Rückstand (21.) glichen die von Filip Jicha und Palmarsson angetriebenen Kieler dank ihrer Stärke im Tempogegenstoß schon drei Minuten später wieder zum 11:11 aus. Etwas übermotiviert wirkte Christian Zeitz, der im Sommer zu den Ungarn wechselt. Der ehemalige Nationalspieler hatte schon nach 17 Minuten zwei Strafzeiten kassiert.

Nach dem Wechsel zog der THW dank einer starken Abwehrleistung und des guten Torhüters Andreas Palicka zunächst auf 19:16 davon (41.). Bei Veszprem lagen die Nerven zu diesem Zeitpunkt blank, Renato Sulic sah nach einem Ellbogenstoß gegen Nationalspieler Patrick Wiencek die Rote Karte (43.).

Deutsch-spanische Serie hält

Der THW bestrafte in der Folge die Fehler des Gegners mit seinen gefürchteten Kontern und lag sieben Minuten vor dem Ende mit vier Treffern vorne (27:23). Veszprem kam zwar noch einmal auf zwei Treffer heran (26:28/55.), doch der deutsche Rekordmeister behielt in der hektischen Schlussphase die Übersicht.

Durch den Finaleinzug der beiden deutschen Teams hält eine Serie. Seit dem Triumph Barcelonas im Jahr 2005 kommt der Champions-League-Sieger immer aus Deutschland oder Spanien. 2004 hatte der slowenische Spitzenklub RK Celje gewonnen.

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