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Handball: Deutschland verpasst gegen Polen die WM-Teilnahme

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WM-Teilnahme verpasst  

Deutschland verliert Nervenschlacht gegen Polen

14.06.2014, 17:37 Uhr | t-online.de, sid

Handball: Deutschland verpasst gegen Polen die WM-Teilnahme. Das DHB-Team muss sich auch im zweiten Spiel gegen Polen geschlagen geben. (Quelle: dpa)

Das DHB-Team muss sich auch im zweiten Spiel gegen Polen geschlagen geben. (Quelle: dpa)

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Ticket für die WM 2015 in Katar verpasst und im deutschen Männer-Handball die große Krise verschärft. Das DHB-Team verlor das Rückspiel der WM-Playoffs in Magdeburg gegen Polen mit 28:29 (14:10) und musste dem Nachbarn nach dem 24:25 im Hinspiel für die WM-Endrunde im Januar den Vortritt überlassen.

Bereits zum dritten Mal nach Olympia 2012 und der EM 2014 ist das DHB-Team bei einem Großturnier nicht dabei. Für Bundestrainer Martin Heuberger wird es nun eng.

"Das tut sehr, sehr weh"

"Das tut sehr, sehr weh. Wir werden uns Gedanken machen, wie es weitergeht, aber erst einmal müssen wir das Spiel verarbeiten", erklärte DHB-Vizepräsident Bob Hanning im ZDF niedergeschlagen und suchte vergeblich nach Erklärungen für die Pleite. "Jeder wollte ja das Beste geben, wir haben es nur nicht zusammen hinbekommen." Zu Heubergers Zukunft äußerte sich Hanning nicht. Lokalmatador Michael Haaß sah eine Ursache im schwachen Überzahlspiel seines Teams: "Das hat nicht geklappt."

Keeper Silvio Heinevetter bot an seiner früheren Spielstätte eine starke Leistung, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. Beste Werfer im Team der deutschen Mannschaft waren Kapitän Uwe Gensheimer und Holger Glandorf mit jeweils sieben Toren.

Heinevetters Paraden halten DHB-Team im Spiel

7700 Zuschauer verwandelten die Getec-Arena von Beginn an in ein schwarz-rot-goldenes Tollhaus und schrien die DHB-Sieben nach vorne. Das deutsche Team konnte die Euphorie-Welle zunächst nicht nutzen und lag in der Anfangsphase schnell mit 2:4 (6. Minute) zurück. Erst zwei tolle Paraden von Heinevetter brachten die Gastgeber wieder ins Spiel zurück.

Wie schon im Hinspiel gab "Rückkehrer" Michael Kraus dem Angriffsspiel der DHB-Mannschaft viele Impulse. Beim Stande von 6:6 düpierte der Weltmeister von 2007 den polnischen Keeper Slawomir Szmal mit einem verdeckten Kunstwurf durch die Beine. Dank Gensheimers Tor zum 8:6 war Mitte der ersten Halbzeit erstmals der benötigte Zwei-Tore-Vorsprung erreicht.

Deutsche Abwehr zu Beginn sicher

In dieser Phase zahlte sich aus, dass die deutsche Mannschaft ruhig blieb und im Angriff ihre Spielzüge konsequent zu Ende spielte. Kraus, aber auch Glandorf und Tim Kneule entwickelten viel Druck aus dem Rückraum, die Außenspieler und Kreisläufer kamen nicht so zum Zuge. In der Abwehr stand der Mittelblock um den jungen Hendrik Pekeler sicher. Und kam der Ball mal durch, war Heinevetter zur Stelle. Mit einer beruhigenden 14:10-Führung ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit tat sich das DHB-Team aber zunächst wieder schwer. Polen kam auf 15:16 heran. Nun begann der Krimi von vorne. Die deutschen Spieler wurden nervöser und verloren häufiger den Ball. Auch der polnische Rückraum um den früheren Magdeburger Karol Bielecki wurde stärker, Mitte der zweiten Halbzeit gingen die Gäste mit 21:20 in Führung (46.). Zwar lag die deutsche Mannschaft wenig später wieder vorne, konnte sich aber trotz Überzahl beim Stand von 27:25 nicht entscheidend absetzen und ging letztlich als Verlierer aus der Halle.

Heuberger muss um Job bangen

Die deutsche Mannschaft hat mit dieser Niederlage endgültig den Kontakt zur Weltspitze verloren. Nach dem erneuten Scheitern deutet viel darauf hin, dass der DHB die Zusammenarbeit mit Heuberger spätestens im Sommer beendet und den Vertrag mit seinem Chef-Trainer nicht mehr verlängert. Heuberger hatte im Juli 2011 Weltmeister-Macher Heiner Brand als Nationalcoach abgelöst.

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