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HSV nach Rudolphs Rückkehr: Umbruch in Führung

03.07.2014, 16:14 Uhr | dpa

HSV nach Rudolphs Rückkehr: Umbruch in Führung. Hamburgs Trainer Martin Schwalb soll vor seiner Beurlaubung stehen.

Hamburgs Trainer Martin Schwalb soll vor seiner Beurlaubung stehen. Foto: Daniel Reinhardt. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Nach der Last-Minute-Lizenz für den HSV Hamburg hat beim Handball-Bundesligisten das Stühlerücken eingesetzt. Die einen begehen Amtsflucht, die anderen werden rausgedrängt. Zwei Aufsichtsratsmitglieder sind schon weg, Trainer Martin Schwalb soll folgen.

Das Kommando hat erneut Andreas Rudolph übernommen. Der 59 Jahre alte Mäzen, der im Mai als Präsident zurückgetreten war und den Geldhahn zugedreht hatte, ist in Ermangelung von finanzkräftigen Alternativen als starker Mann beim HSV zurück. Und mit ihm das altbekannte Motto: Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt auch die Musik.

Daraufhin sind Aufsichtsratschef Wolfgang Fauter und sein Kollege Maximilian Huber am Mittwochabend zurückgetreten. "Wir respektieren ihre Entscheidung", erklärte HSV-Geschäftsführer Holger Liekefett. Dem "Hamburger Abendblatt" hatte Fauter verraten: "Ich bin nicht mehr bereit, mit Rudolph, Personen seines Umfeldes und Menschen, die auf seiner Payroll stehen, zusammenzuarbeiten." Auch Interimspräsident Frank Spillner steht vor dem Rückzug. Er will nicht für das höchste Vereins-Amt kandidieren.

Eine große Staubwolke wird der Rücktritt der Aufsichtsratsmitglieder nicht aufwirbeln. Das Gremium war bislang nur schmückendes Beiwerk des Rudolph'schen Herrschaftssystems. Viele im Verein waren froh, als der Big Boss im Mai zurückgetreten war und hofften, er würde auf seine Anteile an der Spielbetriebsgesellschaft und auf die Rückzahlung von Darlehen zugunsten eines Neuanfangs, einer Neuorganisation des HSV verzichten. Doch ohne seine Sicherheiten über rund fünf Millionen Euro, die er für die Lizenz in dritter Instanz hinterlegt haben soll, wäre der Champions-League-Gewinner von 2013 in die dritte Liga abgeschmiert. Nicht wenige hätten den Zwangsabstieg vorgezogen. Rudolph hat längst gemerkt, dass man zwar sein Geld will, ihn aber nicht.

Einer, mit dem Rudolph nicht (mehr) kann, ist Martin Schwalb. Der Trainer, so soll Rudolph im internen Kreis gepoltert haben, müsse weg. Derzeit soll um die Abfindung gefeilscht werden. "Ich werde gar nichts dazu sagen", erklärte Schwalb am Donnerstag lapidar. "Wenn sich die Situation ergibt, dass wir nicht mit Martin Schwalb weitermachen, müssen wir an den Trainer ran. Das muss jetzt sehr schnell gehen", sagte Aufsichtsratsmitglied Matthias Rudolph. Die Trainerfrage liege den Gremien vor, ein Ergebnis werde es "innerhalb der nächsten zehn Tage" geben.

Darüber hinaus wird mit einem Abschied von Liekefett gerechnet. "Ich kann nicht entscheiden, ob er das weitermachen wird", meinte Rudolph. Es sei ein "stressiger Job". Liekefett fordert zu einem optimistischen Blick auf: "Wir müssen aufhören, die Asche anzubeten. Wir dürfen nicht die Vergangenheit verwalten, sondern müssen die Zukunft gestalten", sagte der Geschäftsführer. Der mögliche Trainer-Nachfolger muss sich um eine konkurrenzfähige Mannschaft kümmern. Profis wie Domagoj Duvnjak, Joan Canellas, Marcus Cleverly, Blazenko Lackovic und Zarko Markovic sind bereits weg.

Derzeit stehen neun Spieler unter Vertrag: Johannes Bitter, Hans Lindberg, Pascal Hens, Kentin Mahé, Adrian Pfahl, Petar Djordjic, Henrik Toft Hansen, Andreas Nilsson und Max-Henri Hermann. Die zum Saisonende ausgelaufenen Kontrakte von Torsten Jansen (37 Jahre), Davor Dominikovic (36), Matthias Flohr (32) und Stefan Schröder (32) sollen verlängert werden.

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