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Martin Schwalb: Herzinfarkt beschämt HSV-Chefetage

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Herzinfarkt bei Schwalb - Tragödie beschämt Chefetage

05.07.2014, 08:32 Uhr | dpa

Martin Schwalb: Herzinfarkt beschämt HSV-Chefetage . Martin Schwalb soll nach der Operation in einem stabilen Zustand sein.

Martin Schwalb soll nach der Operation in einem stabilen Zustand sein. Foto: Daniel Reinhardt. (Quelle: dpa)

Hamburg (dpa) - Der schwere Herzinfarkt von Trainer Martin Schwalb hat die Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten HSV Hamburg geschockt und gleichzeitig beschämt.

Mäzen Andreas Rudolph erwog zunächst, die am Donnerstagabend um 21.23 Uhr eilig für Freitagvormittag angesetzte Pressekonferenz abzusagen. "Das trifft einen natürlich unglaublich. Da ist man sprachlos", sagte der ehemalige Präsident, der dem HSV mit einer Garantie über knapp fünf Millionen Euro das Überleben in der Bundesliga ermöglicht hat.

Ihn, der wie alle anderen im Verein erst am nächsten Morgen von der Hiobsbotschaft erfahren hatte, beschlich offensichtlich ein schlechtes Gewissen. Schließlich ist er die treibende Kraft, die Schwalb entlassen wollte.

Der Pressetermin fand am Ende doch statt. Doch gleich zu Beginn gab es eine Einschränkung: Keine Fragen zu Schwalb. In einer schriftlichen Mitteilung am Nachmittag hieß es dann, dass der Trainer und seine Familie vom Verein "vollste Unterstützung, auch finanziell, erhält - unabhängig vom Stand der laufenden Gespräche".

Vermutet wird, der Verein hat sich bereits am Donnerstagabend von dem Trainer getrennt, der den HSV 2011 zum deutschen Meistertitel und 2013 zum Gewinn der Champions League geführt hatte. "Das Thema sollte uns jetzt nicht interessieren", sagte Liekefett auf die Frage, wer denn künftig den HSV trainieren werde. Wegen der dramatischen Entwicklung hatte er sogar recht, als er befand: "Das zählt jetzt alles nicht. Es gibt Wichtigeres im Leben."

Nach einer vierstündigen Notoperation am Vorabend soll Schwalb am Freitag ansprechbar gewesen sein. Liekefett berichtete, er habe mit ihm telefoniert: "Er hat gesagt: 'Holger, wir werden sicherlich bald wieder Golf spielen'."

Er und Schwalb werden sich künftig nicht mehr in der HSV-Geschäftsstelle sehen. Denn auf den baldigen Abschied des Trainers folgt der Abgang des Geschäftsführers. Nur vier Monate nach seinem Einstieg verabschiedet sich Liekefett. Der 51 Jahre alte frühere Marketing-Geschäftsführer der Carlsberg-Gruppe nannte persönliche Gründe. Ein Mitglied der Familie sei erkrankt. "Ich kann es für mich nicht akzeptieren, dass ich meiner Familie nicht zur Seite stehe", erklärte Liekefett und berichtete über sein HSV-Engagement: "Das war die intensivste Zeit meines Berufslebens."

Sicherlich spielt für den Abschied auch das Verhältnis zu Mäzen Rudolph eine Rolle, dem er mehrfach die Stirn geboten hatte. Aber Liekefett wollte keine Abrechnung, sondern einen optimistischen Ausblick hinterlassen. "Es geht um erstklassigen Spitzensport in Hamburg. Ich werde dem HSV weiterhin zur Verfügung stehen, wenn auch nicht an vorderster Front."

Auch Interimspräsident Frank Spillner geht. Bis zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung im September will er noch die Stellung halten, einer Neuwahl stellt er sich aber nicht. Zudem löst sich der Aufsichtsrat auf. Der Chef Wolfgang Fauter und sein Kollege Maximilian Huber sind schon weg, andere überlegen.

Der HSV steht nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen mit dem Hickhack um die Lizenz weiterhin vor unruhigen Zeiten. Ein neuer Trainer fehlt, immerhin sind aber schon zehn Spieler unter Vertrag. Dagegen sind wichtige Führungspositionen vakant und müssen zweieinhalb Wochen vor Beginn der Vorbereitung auf die nächste Saison neu besetzt werden. Kandidaten gibt es nicht.

Mäzen Rudolph beeilte sich zu versichern, dass er kein Entscheider im Verein sei. "Mir liegt keine Position am Herzen, mir liegt der HSV am Herzen", meinte er. "Wenn ich meine Unterschrift gebe, möchte ich auch wissen, wofür das Geld verwendet wird." Den Rücktritt der Aufsichtsratsmitglieder nannte er "eine absolute Respektlosigkeit". Er mische sich nicht ein, wolle nur "beratend zur Seite" stehen, betonte er. Überzeugen konnte er die Zuhörer aber nicht.

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