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Terror gegen Handball-Schiedsrichter-Boss Peter Rauchfuß

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Brandanschlag und Drohbrief  

Terror gegen Handball-Schiedsrichter-Boss

28.07.2014, 16:00 Uhr | sid

Terror gegen Handball-Schiedsrichter-Boss Peter Rauchfuß. Peter Rauchfuß ist "verängstigt und verunsichert." (Quelle: imago/Heuberger)

Peter Rauchfuß ist "verängstigt und verunsichert." (Quelle: imago/Heuberger)

Erst ein Drohbrief hinter der Windschutzscheibe, dann ein Brandanschlag auf sein Auto: Peter Rauchfuß, Schiedsrichterwart des Deutschen Handballbundes (DHB), lebt derzeit gefährlich. Bei seinen Stippvisiten in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) wurde der 69-Jährige mehrfach terrorisiert. Unbekannte fordern, dass der Chef-Ausbilder des DHB sein Amt niederlegt.

"Ich fahre nicht mit Freude durch die Gegend. Ich fühle mich ein bisschen verängstigt und verunsichert, kann mich aber jetzt nicht in einem Loch vergraben", sagte Rauchfuß und gab sich weiterhin kämpferisch: "Ich habe mich für die Offensive entschieden, damit der oder die Täter dingfest gemacht werden. Man denkt immer: Was ist die nächste Steigerung?"

Rauchfuß: "Das kann ich nicht verzeihen"

Wie die Magdeburger Volksstimme berichtet, hatten schon im Januar Unbekannte die Reifen seines Autos zerstochen und einen Drohbrief an die Windschutzscheibe geklebt, der mit "Deine Schiedsrichter" unterzeichnet war. Am 13. Juli dann der vorläufige Höhepunkt: Vor einem Halberstädter Tagungshotel wurde sein Wagen angezündet, das Feuer hätte um ein Haar aufs Hotel übergriffen und Menschen bedroht.

"Man kann über alles sachlich diskutieren. Aber wenn andere wie bei dem Brandanschlag in Mitleidenschaft gezogen werden, ist das schäbig. Das kann ich nicht verzeihen", sagt Rauchfuß, der sich von den anonymen Attacken auf keinen Fall einschüchtern lassen will. Die Staatsanwaltschaft Halberstadt und das Landeskriminalamt in Magdeburg haben Ermittlungen aufgenommen. Zeugen müssen noch vernommen werden, Rauchfuß wurde am vergangenen Wochenende angehört.

Vorwürfe wegen tödlichen Unfalls

Hintergrund der Anschläge sollen Vorwürfe sein, Rauchfuß habe als Ausbilder nicht objektiv gehandelt und Schiedsrichter-Talente vergrault. "In meiner Funktion kann man nicht bloß Freunde haben. Es gibt immer einige, die mit Entscheidungen nicht einverstanden sind", sagt der erfahrene Ausbilder, der immerhin 326 Länderspiele geleitet hat. Rauchfuß: "Ich kann das Warum nicht nachvollziehen. Aber der Zuspruch vom DHB und den vielen Schiedsrichtern bestärkt mich, weiter standhaft zu bleiben und weiterzuarbeiten."

Rauchfuß wird auch der Vorwurf gemacht, indirekt am Tode der Schiedsrichter-Zwillinge Bernd und Reiner Methe Schuld zu sein. Die Brüder waren am 11. November 2011 bei einem Autounfall auf dem Weg zum Bundesliga-Spiel der HBW Balingen-Weilstetten gegen den SC Magdeburg tödlich verunglückt. Angeblich soll Terminhatz zu dem tödlichen Unfall geführt haben.

Rauchfuß: "Keine Vermutung, wer dahinter steckt"

Schuldig fühlt sich Rauchfuß aber nicht. "Das weise ich klar von mir", sagt der viermalige Olympiateilnehmer und plädiert seinerseits für mehr Rücksicht auf die Referees: "Es heißt immer nur, die Spieler, die Spieler, die Spieler. Aber es sind nicht nur die Spieler, auch die Schiedsrichter leisten enorm viel. Das verkennt eine Reihe von Leuten."

Zunächst bleibt dem früheren Schiedsrichter nur das Leben in Angst und in der Hoffnung auf baldige Aufklärung. "Ich habe keine Vermutung, wer dahinter steckt", sagt Rauchfuß, der seinen Job als Schiedsrichter-Wart gerne ohne Bedrohung fortsetzen würde: "Ich wünsche mir eine zügigere Aufklärung, damit es weitergehen kann."

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