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Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson fürchtet Doppelbelastung

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"Man wird im Kopf ein wenig verrückt"  

Handball-Bundestrainer Sigurdsson befürchtet Probleme

17.08.2014, 15:26 Uhr | dpa, sid

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson fürchtet Doppelbelastung . Erfolgscoach Dagur Sigurdsson soll den deutschen Handball wieder in die Erfolgsspur führen.  (Quelle: imago/Claus Bergmann)

Erfolgscoach Dagur Sigurdsson soll den deutschen Handball wieder in die Erfolgsspur führen. (Quelle: imago/Claus Bergmann)

Nach der Übernahme der Funktion des Handball-Bundestrainers und der weiteren Trainertätigkeit bei den Füchsen Berlin hat Dagur Sigurdsson mögliche Probleme mit der anstehenden Doppelbelastung eingeräumt. "Es ist keine optimale Situation für mich, man wird im Kopf ein wenig verrückt", sagte der Isländer in einem Interview dem "Tagesspiegel". Sigurdsson wird in der kommenden Saison sowohl die Füchse als auch die Nationalmannschaft betreuen. Erst ab Sommer 2015 wird er sich ausschließlich um die DHB-Auswahl kümmern.

Er kenne dies aus den Jahren, in denen er schon Füchse-Trainer war und zusätzlich die Mannschaft Österreichs betreute und sagte kopfschüttelnd: "Nein, man sollte das nicht machen." Sigurdsson räumte aber ein, dass es seine eigene Entscheidung gewesen sei, es ein Jahr lang in der Doppelfunktion zu versuchen. "Ich möchte die Aufgabe positiv angehen. Wenn ich doch irgendwann müde werden sollte, sage ich rechtzeitig Bescheid."


Sofortiges Aufhören wäre unfair gewesen

Gegenüber seinem Verein und den Fans wäre es so kurz vor dem Saisonstart unfair gewesen, sofort in Berlin aufzuhören. "Auch moralisch hätte ich das nicht vertreten können", sagte Sigurdsson. Eine Identifikation mit Deutschland sei für sein neues Amt nicht nötig. "Nein, da bin ich ziemlich trocken. Ich identifiziere mich natürlich mit der Mannschaft, mit den 16 Spielern. So, wie ich mich mit den Füchsen identifiziere."

Unlängst hatte der ehemalige Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar die Verantwortlichen der Füchse heftig kritisiert. "Die Haltung der Füchse, in Person von Bob Hanning und Frank Steffel, geht mir auf den Sack", schrieb Kretzschmar in seiner Kolumne bei Sport1. Er finde es "völlig übertrieben", dass man sich in Berlin "zum Retter des deutschen Handballs aufschwingt", ergänzte der ehemalige Weltklasse-Linksaußen. Die Darstellung, "dass man jetzt auch seinen Trainer opfere, nachdem man schon den Geschäftsführer Hanning für den DHB geopfert habe", gehe ihm einfach auf die Nerven.

Kretzschmar wieder mit Breitseite

"Denn das alles ist auch selbst gewollt und selbst forciert", schrieb Kretzschmar: "Stattdessen zu sagen, man hätte gegen den Willen der Füchse für den deutschen Handball alles geopfert und sich dafür feiern zu lassen, ist mir einfach zu viel." Die Füchse sollten sich Kretzschmars Meinung nach "glücklich schätzen, zwei so wichtige Positionen im deutschen Handball besetzt zu haben, zumal das schon ein bisschen nach Imperium riecht". Wenn die Füchse schon sagten, dass sie ihren Trainer für den deutschen Handball opferten, hätte er sich gewünscht, "dass sie dann einen Weg finden, ihm dem DHB gleich ganz zur Verfügung zu stellen."

Hanning reagierte mit völligem Unverständnis auf die Kritik. "Es ist bedauerlich, dass wir den Ansprüchen des Herrn Kretzschmar mal wieder nicht entsprechen können", sagte Hanning. "Der Deutsche Handballbund und die Liga haben eine gemeinsame Entscheidung getroffen und werden alle Kräfte für den deutschen Handball bündeln."

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