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Verwirrung um Wildcard für das DHB-Team

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Deutschland "am wichtigsten"  

Verwirrung um Wildcard für das DHB-Team

23.11.2014, 20:41 Uhr | sid

Verwirrung um Wildcard für das DHB-Team. Michael Kraus (li.) im Play-off-Match gegen Polen. (Quelle: imago/Christian Schroedter)

Michael Kraus (li.) im Play-off-Match gegen Polen. (Quelle: Christian Schroedter/imago)

Stand die Teilnahme der deutschen Handball-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 2015 schon vor den Play-off-Spielen gegen Polen fest? Die ARD-Sportschau berichtet, dass der Weltverband IHF dem Deutschen Handballbund (DHB) bereits vor den Qualifikationsspielen im Juni garantiert hat, bei dem kontinentalen Titelkämpfen auf jeden Fall dabei zu sein.

"Ich fand es sehr ungeschickt, dass ich meiner Mannschaft diese Meldung weitergeben musste, um ihnen klarzumachen, dass wir gewinnen müssen. Deutschland kann gewinnen, aber wir müssen. Man hörte immer deutlicher, dass Deutschland eben doch die Wildcard bekommt und dann nach Katar fährt. Für die Polen hätte das nicht gegolten", sagte Polens Nationaltrainer Michael Biegler.

Die DHB-Auswahl verpasste gegen Polen die direkte WM-Qualifikation nach zwei Niederlagen, der Vertrag mit Bundestrainer Martin Heuberger wurde danach nicht verlängert. Im Anschluss wurde aber Australien trotz erfolgreicher Qualifikation gegen Neuseeland die Startberechtigung wieder entzogen. Ex-Weltmeister Deutschland erhielt eine Wildcard.

Ein "großer Schock" für die Australier

Australiens Mannschaftskapitän Bevan Calvert wusste anscheinend schon im Frühjahr Bescheid. "Wir hatten einen Anruf im April, dass unser Platz vielleicht nicht für die WM da ist. Das war ein großer Schock für uns", sagte Calvert.

Deutschland "am wichtigsten"

IHF-Präsident Hassan Moustafa unterstrich derweil den Stellenwert des deutschen Handballs. "In Deutschland haben wir ungefähr eine Million Spieler. Sie sind Weltmeister und auch im Fernsehen immer dabei. Deutschland ist die wichtigste Federation in der IHF", sagte der Ägypter in der Sportschau.

Die DHB-Verantwortlichen wollen nach eigener Aussage erst Monate später davon erfahren haben, dass es ein WM-Ticket vom Weltverband gibt. "Am 19. Juni habe ich von meinem Leistungssportreferenten gehört, dass über die tschechische Schiene durchgesickert sei, dass wir eine Wildcard erhalten sollen. Ich bin dann am 7. Juli informiert worden aus Doha, dass es das geben wird", sagte Vizepräsident Bob Hanning.

"Ausschließlich damit beschäftigt, sportlich erfolgreich zu sein"

DHB-Präsident Bernhard Bauer widersprach ebenfalls: "Anders als in der Berichterstattung und aus den Äußerungen des polnischen Nationaltrainers Michael Biegler vernehmbar, haben wir nicht vor den WM-Play-offs von der Möglichkeit einer Wildcard erfahren", wird Bauer in einer Pressemitteilung des DHB zitiert: "Wir waren ausschließlich damit beschäftigt, sportlich erfolgreich zu sein. Deshalb waren wir nach der Niederlage in Magdeburg auch am Boden zerstört, da wir diese als Ende aller WM-Hoffnungen empfunden hatten."

Deutschland trifft bei der WM (15. Januar bis 1. Februar) auf Saudi-Arabien, Dänemark, Polen, Russland und Argentinien. Die ersten vier Teams erreichen das Achtelfinale. Jüngst hatte der IHF für Aufsehen gesorgt, als er Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate von der WM ausgeschlossen und durch Island und Saudi-Arabien ersetzt hatte.

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