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Handball: DOSB soll wegen TV-Übertragungen an ARD und ZDF appellieren

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Handball-Verband nicht tatenlos  

DOSB appelliert wegen TV-Übertragungen an ARD und ZDF

06.12.2014, 14:24 Uhr | sid

Handball: DOSB soll wegen TV-Übertragungen an ARD und ZDF appellieren. Im Fokus: Die Entscheidung von ARD und ZDF, nicht von der Handball-WM zu senden, beschäftigt nun auch den DOSB. (Quelle: imago/Camera 4)

Im Fokus: Die Entscheidung von ARD und ZDF, nicht von der Handball-WM zu senden, beschäftigt nun auch den DOSB. (Quelle: imago/Camera 4)

Der Deutsche Handballbund (DHB) nimmt die ausbleibende TV-Übertragung der WM in Katar (15. Januar bis 1. Februar) in den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF nicht tatenlos hin. Auf Antrag des DHB beschloss der Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf seiner 10. Mitgliederversammlung in Dresden einstimmig eine Erklärung, in der die Verantwortlichen der öffentlichen-rechtlichen Fernsehanstalten aufgefordert werden, "frühzeitig alle Anstrengungen" zu unternehmen, "damit über alle sportlichen Großereignisse live berichtet wird." Dies werde auch dem gesellschaftlichen Stellenwert des Sports in angemessener Weise gerecht.

"Sportliche Großereignisse [...] begeistern Millionen Menschen. Sie sind gleichzeitig eine herausragende Gelegenheit für Sportlerinnen und Sportler, sich in Wettbewerben mit anderen Sportlerinnen und Sportlern zu messen, ihr Können und ihre Sportart einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren", hieß es weiter.

Zudem sollen alle Mitgliedsverbände aufgefordert werden, sich dafür einzusetzen, dass internationale Verbände die Fernsehrechte "nur unter Berücksichtigung jeweiliger nationaler Medieninteressen und zu vertretbaren Preisen" vergeben.

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Krämer hofft auf späte Einigung

Vor wenigen Tage hatten ARD/ZDF nach problematischen Verhandlungen mit dem Rechteinhaber erklärt, auf eine Übertragung der Handball-WM zu verzichten. Sport und Politik hatten darauf mit Bestürzung reagiert. Hoffnungen liegen noch auf einer Übertragung auf Sportdeutschland.tv, dem Internetfernsehen des DOSB. Der scheidende DOSB-Vizepräsident für Finanzen, Hans-Peter Krämer, hofft noch auf eine Last-Minute-Einigung zwischen ARD/ZDF und den Rechtinhabern. Nur wenn "das nicht klappen" sollte, so Krämer, würde sportdeutschland.tv die Rechte für eine Summe von "unter 100.000 Euro" erwerben.

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