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Deutsche Handballer sind heiß auf Partie gegen Russland

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"Tür zum Achtelfinale aufstoßen"  

Deutsche Handballer sind heiß auf Partie gegen Russland

17.01.2015, 14:02 Uhr | sid, dpa

Deutsche Handballer sind heiß auf Partie gegen Russland. Steffen Weinhold war mit neun Treffern der "Mann des Spiels" gegen Polen. (Quelle: imago/Eibner)

Steffen Weinhold war mit neun Treffern der "Mann des Spiels" gegen Polen. (Quelle: Eibner/imago)

Steffen Weinhold schlenderte mit den Händen in den Taschen seiner Trainingshose den Wandelgang über dem Hotel-Foyer entlang. Am Tag zwischen seinem Glanzauftritt beim 29:26-Sieg im ersten Spiel der Handball-WM gegen Polen und der zweiten Partie an diesem Sonntag (ab 16:45 Uhr im Live-Ticker auf t-online.de) gegen Russland war bei dem Rückraumspieler anscheinend alle Anspannung verflogen. "Wir sind jetzt im Turnier drin. Vorher waren wir doch etwas nervös", sagte der 28-Jährige Matchwinner.

Mit seinen neun Treffern hatte der athletische Linkshänder wesentlichen Anteil an dem letztlich souveränen Erfolg, dem nur beim 20:20 (42. Minute) und dem 25:25 sechs Minuten vor Schluss Gefahr gedroht hatte. "Da haben wir Charakter gezeigt", sagte Bundestrainer Dagur Sigurdsson und verteilte ein Extralob an Weinhold: "Mich hat am meisten gefreut, dass die Mannschaft in den schwierigen Phasen, wo wirklich Gegenwind war, zusammengehalten und sich durchgekämpft hat. Das fand ich stark. Und da ist Steffen vorneweg marschiert."

Die Anerkennung des Trainers und die Auszeichnung als "Mann des Spiels" ließen Weinhold zwar nicht kalt, aber überbewerten wollte er sie auch nicht. "Ich freue mich natürlich, dass ich mit meiner Leistung der Mannschaft helfen konnte. Aber ich freue mich mehr, dass wir gewonnen haben."

"Kein gutes Gefühl"

Das Kraftpaket des THW Kiel warnte aber davor, sich auf dem Weg ins angestrebte Achtelfinale zurückzulehnen. "Das war letztendlich nur ein Spiel. Jetzt wollen wir gegen die Russen nachlagen", sagte Weinhold. Auch Sigurdsson wollte nicht mehr lang zurückblicken und legte den Fokus auf die Partie gegen Russland, das die deutsche Gruppe D nach einem 27:17-Kantersieg gegen Saudi-Arabien anführt. "Das ist ein absolutes 50:50-Spiel. Wenn wir fokussiert bleiben, haben wir gute Chancen, den nächsten Sieg einzufahren", sagte der Isländer.

In der Tat wartet auf die Deutschen ein starker Gegner, vor dem der Coach einen Heidenrespekt hat. "Seit der Auslosung habe ich kein gutes Gefühl gehabt für das Spiel gegen Russland", gab er zu. Vor allem Oleg Kuleschow steht hoch in seiner Achtung. Unter dessen Regie sei das Team moderner geworden. "Die haben einen sehr, sehr guten Trainer. Er war einer der besten Mittelmänner meiner Zeit. Er ist ein sehr cleverer Typ", lobte der einstige Spielmacher Sigurdsson seinen Kollegen.

Team muss die Form halten

Trotzdem ist die Verbandsspitze nach dem gelungenen Start zuversichtlich. "Das war extrem wichtig. Die Mannschaft hat jetzt das Bewusstsein, solche Spiele gewinnen zu können", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. "Wir haben es geschafft, kritische Phasen als Mannschaft zu überstehen. Das ist das ganz große Plus."

Akute Absturzgefahr sieht der Verbandsvize nicht. "Diese Mannschaft ist in sich schon sehr stabil dafür, dass sie neu zusammengesetzt ist. Ich glaube nicht, dass es schnell kippen kann", sagte Hanning. "Nun gilt es, die Tür zum Achtelfinale weit aufzustoßen. Das ist und bleibt das erklärte Ziel.

Eistonne, Massage und Schlaf

Dafür will auch Weinhold wieder topfit sein. "Eins der wichtigsten Dinge, die mir die Trainer mitgegeben haben, ist schlafen", sagte der Spieler vom THW Kiel. Daneben stünden die Eistonne, Massagen, Spaziergänge oder ein Bad im Meer auf dem Regenerations-Programm. "Im Playstation-Zimmer bin ich nicht", sagte Weinhold.

Sigurdsson bescheinigte dem russischen Handball einen großen Aufschwung. "Es sieht gut aus für Russland in den nächsten paar Jahren." Geht es nach dem deutschen Team kann der Aufschwung aber zumindest noch bis Montag warten.

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