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Handball-WM 2015: DHB-Team stürmt ins Achtelfinale - Lichtlein top!

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Sieg gegen Argentinien  

Deutschland stürmt ins Achtelfinale

22.01.2015, 18:47 Uhr | sid

Handball-WM 2015: DHB-Team stürmt ins Achtelfinale - Lichtlein top!. DHB-Spieler Patrick Groetzki beim Torjubel (Quelle: dpa)

DHB-Spieler Patrick Groetzki beim Torjubel (Quelle: dpa)

Das Achtelfinale erreicht, den Gruppensieg vor Augen: Die deutschen Handballer arbeiten bei der WM in Katar weiter erfolgreich an ihrem Wintermärchen in der Wüste. Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson besiegte Argentinien in Doha dank eines überragenden Torhüters Carsten Lichtlein mit 28:23 (13:14) und bleibt durch den dritten Erfolg im vierten Turnierspiel mit 7:1 Punkten Tabellenführer der Gruppe D.

Mit einem weiteren Sieg am Samstag (ab 16.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen den krassen Außenseiter Saudi-Arabien hätte sich der Weltmeister von 2007 auch den Gruppensieg und damit ein Spiel gegen einen vermeintlich leichteren Gegner in der ersten K.-o.-Runde gesichert. Bester Werfer der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beim vierten Sieg im vierten Vergleich mit Panamerikameister Argentinien war Rechtsaußen Patrick Groetzki mit sieben Toren.

"Wir dürfen jetzt nicht vom Gas gehen", hatte Sigurdsson vor der Partie gegen den Olympia-Zehnten in der Lusail Multipurpose Hall eindringlich gefordert. Der Isländer ließ daher seine Startformation gegenüber dem überraschenden Unentschieden gegen Vize-Weltmeister Dänemark (30:30) auch unverändert.

UMFRAGE
Die deutschen Handballer spielen bei der WM groß auf. Wie weit geht es für das DHB-Team?

Lichtlein zeigt starke Paraden

Doch der WM-Fünfte tat sich mit der unorthodoxen Spielweise der Südamerikaner von Beginn an schwer, daran änderte auch das zwischenzeitliche 6:4 (11. Minute) durch den bereits vierten Treffer des Kreisläufers Patrick Wiencek nichts. Die flinken Argentinier fanden immer wieder Lücken in der deutschen Abwehr, der erste Rückstand beim 7:8 (17.) war die logische Konsequenz. Torhüter Lichtlein verhinderte mit starken Paraden in dieser Phase einen noch höheren Rückstand gegen den 18. der WM 2013. "Super, Carsten, super Carsten", sangen die deutschen Fans und feierten den Routinier aus Gummersbach.

Das bisher so flexible Angriffsspiel der DHB-Auswahl, die nur dank einer Wildcard des Weltverbandes IHF an der WM teilnehmen darf, lief ebenfalls nicht wunschgemäß. Kapitän Uwe Gensheimer setzte sich auf Linksaußen nicht wie gewohnt in Szene, zudem leisteten sich die deutschen Rückraumspieler einige technische Fehler und Offensivfouls. Sigurdsson wechselte zudem frühzeitig durch. Unter anderem gönnte er dem bisher bärenstarken Steffen Weinhold frühzeitig eine Pause - auch weil der Torjäger des deutschen Meisters THW Kiel frühzeitig mit zwei Zeitstrafen belastet war (15.).

"Argentinien ist der erwartet starke Gegner"

Zudem ersetzte Michael Kraus nach der Hälfte des ersten Durchgangs Martin Strobel als Spielmacher, die Aktionen des Göppingers wirkten aber oft überhastet. "Argentinien ist der erwartet starke Gegner, aber wir bauen sie mit unseren Fehlern auch auf. Wir tun uns im Angriff unglaublich schwer gegen die flexible Abwehr und produzieren viele technische Fehler. Auch hinten haben wir auf den Halbpositionen große Probleme. Ein Glück, dass Carsten Lichtlein überragend gehalten hat. Nun müssen wir uns zurück ins Spiel kämpfen", forderte DHB-Präsident Bernhard Bauer in der Halbzeitpause.

Wie schon beim Sieg gegen Russland kam das deutsche Team vor 3750 Zuschauern wesentlich konzentrierter aus der Kabine. Weinhold und Youngster Paul Drux sorgten aus dem Rückraum für die schnelle Führung (15:14/33.), Strobel zog im Rückraum nun wieder geschickt die Fäden.

DHB-Team lässt sich nicht aus der Ruhe bringen

Herausragender deutscher Akteur war aber weiterhin Lichtlein. Der 34-Jährige parierte seinen zweiten Siebenmeter (36.), glänzte zudem als Passgeber und beflügelte damit seine Mitspieler. Deutschland zog von 19:19 (42.) auf 22:19 (46.) davon. Argentinien kämpfte zwar weiterhin verbissen, doch die deutschen Spieler ließen sich auch von der aufkommenden Hektik nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende bejubelten sie den Einzug ins Achtelfinale.

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