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Handball-WM 2015: Deutschland ungeschlagen im Achtelfinale

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Handball-WM 2015  

Hart erkämpft: DHB-Team ungeschlagen ins WM-Achtelfinale

23.01.2015, 08:20 Uhr | dpa

Handball-WM 2015: Deutschland ungeschlagen im Achtelfinale. Die deutschen Handballer feiern den Sieg über Argentinien und den Einzug ins Achtelfinale.

Die deutschen Handballer feiern den Sieg über Argentinien und den Einzug ins Achtelfinale. Foto: Robert Ghement. (Quelle: dpa)

Doha (dpa) - Mit einem hart erkämpften Sieg sind die deutschen Handballer bei der WM in Katar ungeschlagen ins Achtelfinale gestürmt. Einen Spieltag vor Abschluss der Vorrunde erkämpfte sich das Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson in Doha gegen Argentinien einen 28:23 (13:14)-Arbeitssieg.

Beim siebten Treffer von Patrick Groetzki zum Endstand ballte der Coach aus Island siegesgewiss die Faust, nachdem sein Team zuvor vor rund 3750 Zuschauern in der Lusail Multipurpose Hall durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen war. "Es kann sein, dass sich der größere Wille durchgesetzt hat, aber auch die größere Routine und ein bisschen mehr Erfahrung bei den Spielern. Unsere Jungs spielen in der Bundesliga und da sind die Spiele oft sehr eng", sagte der Isländer.

Mit einem Erfolg im abschließenden Vorrundenspiel am Samstag gegen Außenseiter Saudi-Arabien würde der Nachrücker als Sieger der Gruppe D in die K.o.-Runde der Weltmeisterschaft einziehen. "Ich muss den Hut ziehen vor den Jungs. Es war ein richtig hartes Stück Arbeit, körperlich und auch für den Kopf. Wir haben richtig gut gespielt und machen ein Superturnier", sagte Sigurdsson am "Sky"-Mikrofon.

Bis in die Schlussphase hielten die Argentinier dank ihrer unangenehmen Spielweise dagegen. "Wichtig war, den Kopf nicht zu verlieren in so einem kleinen Krieg und nicht die Frustration, jede Entscheidung, jede Aktion war eigentlich mit Frustration verbunden, durchkommen zu lassen", meinte der Bundestrainer. "Das war ein sehr hartes Spiel. Es wurden viele Zweiminutenstrafen geschunden", berichtete Spielmacher Michael Kraus. "Mit so einem souveränen Auftreten der Mannschaft hätte ich nicht gerechnet, auch nicht mit der Leistung einiger Spieler", lobte Ex-Bundestrainer Heiner Brand.

Während die deutsche Mannschaft zwei Tage zuvor das kraftzehrende und intensive 30:30 gegen den WM-Zweiten Dänemark erkämpfen musste, kam der Panamerikameister zu einem leichten 32:20-Sieg gegen den Gruppen-Exoten Saudi-Arabien. Michael Kraus hatte großen Respekt vor Argentiniens Schlussmann Matias Schulz, der einst beim Zweitligisten Dessauer HV spielte. "Der macht so unorthodoxe Aktionen wie Silvio Heinevetter", sagte der Spielmacher von Frisch Auf Göppingen.

Doch nicht die beiden Protagonisten machten der deutschen Mannschaft das Leben schwer, sondern in erster Linie sie sich selbst. Im vierten Turnierspiel verlor sie erstmals ihre bisher erfolgreiche spielerische Linie. Im Angriff lief vieles ungeordnet. In der Abwehr hatten die Spieler um Kapitän Uwe Gensheimer große Probleme mit den wendigen und kompromisslosen Argentiniern, die immer wieder versuchten, Fouls zu provozieren. So war Steffen Weinhold bereits nach 14 Minuten mit zwei Zeitstrafen belastet. Dem Kieler drohte daher die Disqualifikation und wurde nur noch im Angriff angesetzt.

Dennoch kam fast kein flüssiges Kombinationsspiel zustande. Zwar führte die deutsche Mannschaft auch dank toller Paraden von Torhüter Carsten Lichtlein mit 7:5 (12.), kassierte aber drei Gegentore hintereinander zum 7:8 (17.). Die anschließende 10:8-Führung (22.) brachte auch nicht die gewünschte Sicherheit. Im Gegenteil: In der wechselhafte Partie geriet die DHB-Auswahl kurz vor der Pause mit 12:14 (27.) ins Hintertreffen, ehe Weinhold zum 13:14-Pausenstand traf. Kapitän Uwe Gensheimer verließ nach der Pausensirene im Laufschritt das Spielfeld Richtung Kabine.

Das Bild änderte sich auch nicht nach der Pause. Die deutsche Mannschaft erkämpfte sich eine 17:15-Führung (36.), verlor sie aber auch umgehend wieder. Dann aber fand die DHB-Auswahl in der Abwehr die geeigneten Mittel gegen den Panamerikameister, setzte sich auf 22:19 (46.) ab, konnte sich aber gegen die nie aufgebenden Argentinier bis zum Schlusspfiff keine Verschnaufpause gönnen.

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