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Handball-WM 2015: Torwart Carsten Lichtlein "hat sieben oder acht Arme"

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Torwart mit sensationeller Quote  

Alle feiern Torwart Lichtlein: "Er hat sieben oder acht Arme gehabt"

27.01.2015, 10:05 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Handball-WM 2015: Torwart Carsten Lichtlein "hat sieben oder acht Arme". Stark, stärker, Lichtlein: Der Torwart hielt gegen Ägypten überragend. (Quelle: dpa)

Stark, stärker, Lichtlein: Der Torwart hielt gegen Ägypten überragend. (Quelle: dpa)

Carsten Lichtlein brauchte lange, um in die Kabine zu kommen. Erst die Ehrung zum "Man of the Match", die in der Tat nur an ihn gehen konnte, dann Interviews und anschließend jede Menge Fotos. Zahlreiche ägyptische Fans wollten sich mit dem Mann ablichten lassen, der gegen ihr Team zuvor eine unglaubliche Leistung gezeigt hatte. Deutschland war stark beim 23:16 (12:8) im WM-Achtelfinale gegen Ägypten, aber Lichtlein war überragend.

Einen interessanten Vergleich fand Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, für Lichtleins Super-Leistung: "Ich habe einen Krakensalat gegessen als ich jetzt in Deutschland war. 'Lütti' (Lichtleins Spitzname, d. Red.) hat heute auch sieben oder acht Arme gehabt."

Erste Medaille seit 2007 das große Ziel

"Wenn wir so eine Torhüter- und Abwehrleistung wieder hinbekommen, ist alles möglich", sagte Trainer Dagur Sigurdsson. Die deutsche Mannschaft spielt nun am Mittwoch um 16.30 Uhr gegen Gastgeber Katar und träumt mehr denn je von der ersten WM-Medaille seit dem Titelgewinn 2007. Dank einer auch gegen Ägypten souverän und nervenstark auftretenden Mannschaft. Und dank Lichtlein.

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Der Torwart hatte während des Spiels zwischenzeitlich eine Quote von 62 Prozent gehaltener Bälle, am Ende waren es immer noch sensationelle 56 Prozent. Unter anderem hielt er drei von fünf Siebenmetern. Was die Ägypter auch versuchten, Lichtlein hatte immer wieder die bessere Antwort. "Das war eine einmalige Leistung. Er hat das Tor zugemauert", stellte Bernhard Bauer, Präsident des DHB, anerkennend fest.

Er zollte aber auch den anderen Spielern des jungen deutschen Teams ein dickes Lob: "Das war ein Auftritt im Stile eines Klasseteams. Die Mannschaft hat im Hexenkessel die Nerven behalten. Jetzt haben wir alle Chancen." Sein Vize Hanning stellte unterdessen sichtlich stolz fest: "Wir sind zurück in der Weltspitze."

Mit 34 im Rampenlicht

Dem Gummersbacher Keeper war das Lob von allen Seiten unterdessen fast schon ein bisschen peinlich. "Man muss auch die Ruhe und Gelassenheit haben, um einfach auch mal stehen zu bleiben. Dabei hilft auch schon das Alter", sagte Lichtlein, der Silvio Heinevetter verdrängt hat. 2001 bestritt Lichtlein sein erstes Länderspiel, war 2004 Europa- und 2007 Weltmeister. Aber nie als Nummer eins. Nach der verpassten WM-Qualifikation, Deutschland bekam erst später eine Wildcard, dachte er an Rücktritt. Nun, mit 34 Jahren, steht er erstmals in der Nationalmannschaft im Rampenlicht - und zeigt einen Gala-Auftritt nach dem anderen.

Lange wollte sich Lichtlein, der zwei Mal pro Woche als Steuerfachangestellter arbeitet, mit der Partie gegen Ägypten aber nicht aufhalten, seine Gedanken kreisten schon um das Viertelfinale gegen Katar. "Ich will 2016 zu den Olympischen Spielen nach Rio. Mit einem Sieg gegen Katar hätten wir die Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier sicher. Das muss das Ziel sein."

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"Sind besser als Katar"

Der ehemalige Bundestrainer Heiner Brand bilanzierte nach der erstaunlich abgeklärten Vorstellung gegen Ägypten: "Die Mannschaft ist sehr dominant aufgetreten." Für das Viertelfinale ist er optimistisch: "Wir sind besser als Katar. Wenn wir das Spiel gewinnen, ist alles möglich. Die anderen kochen auch nur mit Wasser",

Für Kapitän Uwe Gensheimer soll die WM-Reise ebenfalls noch nicht im Viertelfinale enden. "Es war ein gutes Spiel, und wir freuen uns riesig, aber wir müssen weitermachen", sagte der Linksaußen, der mit sechs Treffern bester deutscher Werfer war, bei Sky.

Im Alles-oder-Nichts-Spiel gegen den Dritten der Afrikameisterschaft hatte der WM-Fünfte nur in der Anfangsphase leichte Probleme. Die Ägypter gingen vor 10.000 Zuschauern von Beginn an sehr hart zu Werke und versuchten, dem Favoriten so den Schneid abzukaufen. Doch das gelang nicht. Von Lichtleins Paraden beflügelt, fand auch der deutsche Angriff immer wieder gute Lösungen. Als Deutschland nach dem Wechsel von 12:8 auf 17:8 davonzog, war das Spiel gelaufen.

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