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Handball-WM 2015: Frankreich schlägt Katar 25:22

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Nach Krimi gegen Katar  

Frankreich ist Handball-Weltmeister

02.02.2015, 13:54 Uhr | sid

Handball-WM 2015: Frankreich schlägt Katar 25:22. Nikola Karabatic feiert mit Frankreich die WM-Titel. (Quelle: dpa)

Nikola Karabatic feiert mit Frankreich die WM-Titel. (Quelle: dpa)

Frankreichs schier unersättliche Titeljäger sind zum fünften Mal auf den WM-Thron gestürmt, das Wüstenmärchen von Gastgeber Katar bleibt hingegen ohne Happy End: Der Olympiasieger stoppte im Finale in Doha beim 25:22 (14:11) den Siegeszug des Katarer und verhinderte mit seinem zehnten wichtigen Titel eine der größten Handball-Sensationen der Geschichte. Die Mannschaft von Erfolgstrainer Claude Onesta krönte sich zudem zum alleinigen Rekordweltmeister.

Der überragende Ex-Kieler Nikola Karabatic war mit fünf Treffern bester Werfer des Europameisters, der schon 1995, 2001, 2009 und 2011 den WM-Titel geholt hatte.

Asienmeister Katar verpasste es vor 15.300 Zuschauern in der ausverkauften Lusail Multipurpose Hall unterdessen, als erste nicht-europäische Mannschaft WM-Gold zu gewinnen. Für die zusammengekaufte Weltauswahl, in der sich jeder Spieler angeblich schon für den Einzug ins Halbfinale eine lebenslange Rente gesichert hat, erzielte Zarko Markovic sieben Tore.

Frankreich sofort im Spiel

Frankreich war gleich zu Beginn sofort im Spiel. Der Gastgeber tat sich gegen die robuste Abwehr der Franzosen äußerst schwer. Im Angriff kam Frankreich durch seine Zweikampfstärke und die individuelle Klasse von Karabatic und Narcisse immer wieder zu guten Möglichkeiten. Die Folge war eine 13:7-Führung (23.).

Angetrieben vom starken Torhüter Danijel Saric kam Katar aber etwas besser ins Spiel und verkürzte den Rückstand zur Pause auf drei Treffer. Unter den Augen des Emirs von Katar boten die tschechischen Unparteiischen eine gute Leistung.

Kurzzeitig nur ein Tor Vorsprung

Katar kam Mitte der zweiten Halbzeit sogar auf ein Tor heran (19:20/45.), doch die erfahrenen Franzosen behielten auch in dieser kritischen Phase im Hexenkessel von Doha die Nerven. Der Favorit zog wieder auf drei Tore davon (24:21/54.) und durfte am Ende jubeln. "Allez les Bleus", hallte es schon Minuten vor Spielschluss durch die Halle.

Polen bezwingt Spanien und ist Dritter

Die vom deutschen Trainer Michael Biegler betreuten Polen hatten zuvor Bronze durch einen 29:28 (24:24, 13:13)-Erfolg nach Verlängerung gegen Spanien geholt.

"Ich bin sehr glücklich. Meine Mannschaft hat über das gesamte Turnier eine starke Leistung abgeliefert. Nach dem verlorenen Halbfinale wollten wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren", sagte Biegler.

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