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Per Facebook angefragt: Wörz-Comeback nach vier Jahren

19.03.2015, 09:14 Uhr | dpa

Handball - Per Facebook angefragt: Wörz-Comeback nach vier Jahren. Der Bundestrainer vertraut Nina Wörz.

Der Bundestrainer vertraut Nina Wörz. Foto: Laszlo Beliczay. (Quelle: dpa)

Aschersleben (dpa) - Dank Facebook spielt Nina Wörz wieder in der Handball-Nationalmannschaft. Vollkommen unerwartet hatte der neue Bundestrainer Jakob Vestergaard über das soziale Netzwerk bei der Spielmacherin angefragt, ob er sie wegen einer Rückkehr in die Auswahl anrufen darf.

Nach einigen Gesprächen mit Vertrauten war das Comeback von Nina Wörz nach vier Jahren und drei Monaten perfekt. "Wenn jemand wie Jakob anruft und mich fragt, gibt es nicht viel zu überlegen", sagt die 34 Jahre alte Rückraumspielerin.

Vollkommen entspannt sitzt Nina Wörz im kleinen Bistro der malerisch gelegenen Villa Westerberge in Aschersleben. Während ihr Kaffee langsam kalt wird, erzählt sie über ihr bislang letztes Länderspiel, die Vorfreude auf ihren 193. Einsatz im Auswahl-Dress und die Situation bei ihrem Club Siofok KC in Ungarn. "Es ist viel passiert", meint sie vieldeutig.

Mit Schaudern blickt sie auf ihr 192. Länderspiel zurück, von dem sie nicht ahnte, dass es für eine gefühlte Ewigkeit ihr letztes sein würde. Bei der EM 2010 hätte sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) eine Niederlage mit sieben Toren Unterschied gegen die Ukraine leisten können und wäre dennoch in die Hauptrunde eingezogen. Doch es setzte eine 23:33-Blamage. "Das sind Spiele, die vergisst man nicht", gibt Nina Wörz zu.

Das Vorrunde-Aus bewirkte auch den Abschied vom damaligen Bundestrainer Rainer Osmann. Dessen Nachfolger, der Däne Heine Jensen, hatte für die körperlich starke Spielmacherin keine Verwendung mehr. "Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, um darüber hinweg zu kommen", bekennt sie. Nina Wörz und die Nationalmannschaft - eher wäre ein Kamel durchs Nadelöhr gegangen. "Du rechnest eigentlich nicht mehr damit."

In den Plänen von Jakob Vestergaard spielt sie nun eine zentrale Rolle. "Sie hat sehr viel Erfahrung, sie ist sehr gut in der Abwehr. Ich kenne Nina schon lange. Und daher weiß ich, dass sie auch eine sehr gute Spielmacherin ist. Sie spielt intelligent. Ich schere mich nicht ums Alter. Wenn sie gut genug ist, muss sie natürlich im Nationalteam sein", begründete der Däne seine Rückholaktion. Von 2006 bis 2012 hatte Nina Wörz bei Randers HK in Dänemark gespielt, Vestergaard war in dieser Zeit Trainer in Viborg und Aalborg.

Fürs Erste ist es nur ein Comeback auf Zeit. Trotzdem ist ihre Vorfreude groß. "Ich bin schon ein bisschen aufgeregt. Es ist ja schon eine Weile her, dass ich den Adler auf der Brust hatte. Ich freue mich wirklich sehr", sagt die WM-Dritte von 2007.

Der Spielplan für ihre Rückkehr steht fest. Zwei Länderspiele bei der Karpaten-Trophy im rumänischen Cluj an diesem Freitag gegen Schweden und am Samstag gegen den Gastgeber oder Weltmeister Brasilien, dann die zwei Playoff-Spiele zur WM 2015 gegen Russland im Juni. "Danach müssen wir sehen, was passiert", sagt Nina Wörz.

Dazu gehört auch, dass sie derzeit nicht weiß, wo sie in der kommenden Saison spielt. Weil der Verein noch keine konkreten Perspektiven für die nächste Spielzeit aufzeigen konnte, hat sie am vergangenen Sonntag ihren Vertrag in Siofok vorsorglich gekündigt, damit er sich nicht automatisch verlängert. "Damit halte ich mir die Möglichkeit offen, den Verein zu wechseln", erklärt Nina Wörz. "Gott sei Dank gibt es noch andere Interessenten." Geht es nach ihr, würde sie in Siofok, mindestens aber in Ungarn bleiben.

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