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DHB-Pokal: Flensburg schlägt Magdeburg im Endspiel-Thriller

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Final-Fluch gebannt  

Flensburg schlägt Magdeburg im Endspiel-Thriller

10.05.2015, 17:03 Uhr | sid

DHB-Pokal: Flensburg schlägt Magdeburg im Endspiel-Thriller. Die Flensburg-Profis feiern den Sieg im DHB-Pokal. (Quelle: dpa)

Die Flensburg-Profis feiern den Sieg im DHB-Pokal. (Quelle: dpa)

Die SG Flensburg-Handewitt hat zum vierten Mal den DHB-Pokal gewonnen und im fünften Anlauf ihren Final-Fluch gebannt. Das Team von Coach Ljubomir Vranjes setzte sich in einem denkwürdigen Endspiel-Thriller vor 13.300 Zuschauern mit 5:4 im Siebenmeterwerfen gegen den SC Magdeburg durch. Nach regulärer Spielzeit und der zehnminütigen Verlängerung hatte es 27:27 (24:24, 11:11) gestanden.

Hampus Wanne hat die Flensburg ins große Glück geworfen. Der Youngster verwandelte den entscheidenden Wurf. Damit gewann Flensburg die vierte Trophäe nach 2003, 2004 und 2005. In den vergangenen vier Finals in Hamburg waren sie jeweils im Finale gescheitert. "Ein Stein ist mir vom Herzen gefallen, ich bin stolz auf meine Mannschaft", sagte Vranjes überglücklich. "Wir haben eine Scheiß-Saison gehabt, mit unglaublich vielen Verletzten. Das ist ein bisschen ein Pflaster da drauf."

Magdeburg blieb der zweite Triumph nach 1996 verwehrt. Der Klub von Coach Geir Sveinsson bewies nach schwierigen Jahren mit großen finanziellen Schwierigkeiten jedoch, dass er wieder an der Spitze des deutschen Handballs angekommen ist. Pechvogel war hier Robert Weber, der seinen Siebenmeter verwarf.

Keeper Andersson stark

Flensburg bestach in einer von Beginn an umkämpften Partie vor allem durch seinen gewohnt starken Keeper Mattias Andersson und physische Robustheit. Beste Werfer waren Anders Eggert (8/5) und Johan Jakobsson (6). Der SCM kam dagegen vielfach durch konsequente Gegenstöße zu Treffern - Jure Natek (6) und Weber (6/3) waren die erfolgreichsten Torjäger.

Flensburg ärgerte den SCM zu Beginn mit einer offensiven und enorm aggressiven Deckung. Auch Andersson war sofort ein Faktor und stellte das Team aus Sachsen-Anhalt vor Probleme - die SG zog dank der hellwachen Eggert und Thomas Mogensen auf 5:1 davon (10.).

Partie mutiert zum Krimi

Die Hamburger Arena kochte, auch weil sich die lautstarken Magdeburger Fans mehr und mehr auf das Schiedsrichter-Duo Holger Fleisch und Jürgen Rieber einschossen. Auch die Sveinsson-Sieben reagierte wütend und arbeitete sich dank schneller Gegenstöße wieder heran. Marko Bejzak schaffte den Ausgleich zum 7:7 (21.), bis zur Pause blieb es umkämpft.

Der SCM, der durch ein 27:26 gegen die Füchse ins Endspiel eingezogen war, ging zu Beginn des zweiten Durchgang erstmals durch das 12:11 von Yves Grafenhorst in Führung (32.). Flensburg, das sich im Halbfinale mit 24:23 gegen die Rhein-Neckar Löwen durchgesetzt hatte, musste zwischenzeitlich eine zwölfminütige Torflaute verkraften, kam aber durch Anders Zachariassen zum 14:14 (40.).

Das Spiel glich nun einem echten Krimi, die Führung wechselte immer wieder und die Nervosität nahm auf beiden Seiten zu. Sieben Sekunden vor Schluss rettete Eggert mit seinem Treffer zum 24:24 Flensburg in die Verlängerung.

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