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Handball: HSV Hamburg stellt Insolvenzantrag

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Gericht bestätigt  

HSV-Handballer stellen einen Insolvenzantrag

16.12.2015, 16:17 Uhr | dpa, sid

Handball: HSV Hamburg stellt Insolvenzantrag. Insolvenzantrag: HSV-Kapitän Pascal Hens atmet angesichts der finanziellen Schieflage des Klubs tief durch. (Quelle: imago/Eibner)

Insolvenzantrag: HSV-Kapitän Pascal Hens atmet angesichts der finanziellen Schieflage des Klubs tief durch. (Quelle: Eibner/imago)

Der finanziell schwer angeschlagene Handball-Bundesligist HSV Hamburg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte die Gerichtspressestelle Hamburg. Nun muss ein Insolvenzverwalter eingesetzt werden, der als erstes dafür sorgen soll, dass das Bundesligaspiel am Sonntag gegen den SC Magdeburg stattfindet.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung müssten dafür 50.000 Euro Mietzahlung an die Hamburger Arena geleistet werden. Die Verbindlichkeiten des deutschen Meisters von 2011 und Champions-League-Siegers von 2013 sollen sich bis Saisonende auf fünf Millionen Euro belaufen.

Punkte werden abgezogen

Der Spielbetrieb kann auch bei einem gestellten Insolvenzantrag weitergeführt werden. Allerdings würden dem HSV acht Punkte abgezogen werden. Wird bis zum Jahresende nicht eine Verringerung des negativen Eigenkapitals - die Schulden sind höher als das Vermögen - um 30 Prozent nachgewiesen, kommen vier weitere Zähler hinzu.

Der Abstand des Tabellen-Fünften zu den Abstiegsplätzen beträgt derzeit 17 Punkte. Sollte die Sanierung des HSV bis zum 10. April kommenden Jahres gelingen, kann ein erneuter Antrag für eine Bundesliga-Lizenz gestellt werden. Anderenfalls droht ein Neuanfang in der zweiten oder dritten Liga.

Rudolph und Hunke wollen keine Retter sein

Der HSV Hamburg hatte bis zuletzt auf eine Rettung durch Mäzen Andreas Rudolph gehofft. Zuvor war bereits ein Einstieg des Investors Jürgen Hunke gescheitert. "Ich bin bestimmt nicht der Retter", sagte der 72-jährige Unternehmer dem Hamburger Abendblatt: "Selbst wenn ich das Geld hätte, würde ich im Traum nicht bei der Betriebsgesellschaft einsteigen."

Hunke, von 1990 bis 1993 Präsident des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, gilt als Gönner der Nachwuchsabteilung der HSV-Handballer.

Pfahl verlässt das sinkende Schiff

Adrian Pfahl hat als erster Spieler seine persönlichen Konsequenzen gezogen: Er wechselt zum Ligakonkurrenten Frisch Auf Göppingen und erhält einen Vertrag bis 2018. Ab wann der Rückraumspieler für seinen neuen Verein spielen kann, ist noch offen.

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