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Handball-EM 2016 startet: "Keiner hat uns auf dem Zettel"

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Als Außenseiter zur EM  

DHB-Team: "Keiner hat uns auf dem Zettel"

15.01.2016, 08:33 Uhr | sid

Handball-EM 2016 startet: "Keiner hat uns auf dem Zettel". Steffen Weinhold (re.) führt die Handball-Nationalmannschaft als Kapitän zur Europameisterschaft in Polen. (Quelle: imago/Heuberger)

Steffen Weinhold (re.) führt die Handball-Nationalmannschaft als Kapitän zur Europameisterschaft in Polen. (Quelle: Heuberger/imago)

Begleitet vom Blaulicht einer Polizei-Eskorte kamen die deutschen Handballer nach fünfstündiger Busfahrt endlich in Breslau an, und die Vorfreude auf das EM-Abenteuer in Polen war riesig. "Es ist gut, dass wir hier sind, die Anspannung ist in den vergangenen Tagen immer mehr gestiegen", sagte Teammanager Oliver Roggisch: "Die Jungs sind bereit, wir freuen uns."

Die blutjunge Rasselbande von Bundestrainer Dagur Sigurdsson war am Nachmittag in Berlin gestartet. Müde, aber zuversichtlich nahmen die Spieler in Breslau ein gemeinsames Abendessen ein, absolvierten einen Fototermin und legten ihren Fokus gleich auf das Auftaktspiel. "Wir hoffen, dass wir gleich zum Start gegen Spanien gewinnen. Unsere Gruppe ist sehr schwer, jedes Spiel wird eine Herausforderung", sagte Sigurdsson.

Ein guter Start wäre wichtig

Auch Kapitän Steffen Weinhold unterstrich vor dem Auftaktspiel gegen den Mitfavoriten am Samstag (ab 18.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker): "Für uns ist es wichtig, gut ins Turnier zu starten. Was danach kommt ist schwer zu sagen." Das Erreichen des EM-Finals schloss er dabei aber nicht aus: "Im besten Fall haben wir acht Spiele."

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Wie weit kommt die deutsche Mannschaft bei der Handball-EM?

Eine offizielle Zielvorgabe gibt es aber nicht. Das deutsche Team will in Polen den Aufwärtstrend der WM vor Jahresfrist in Katar (Platz 7) bestätigen. Dafür schwor es sich am Mittwochabend auf Einladung von DHB-Vize Bob Hanning im brasilianischen Restaurant "Villa Rodizio" in Berlin auf das Turnier ein. "Alle sind gut satt geworden. Und wir haben Spieler dabei, die viel essen können", scherzte Weinhold.

Das Team gefällt sich in der Underdog-Rolle

Die Stimmung ist spürbar gut, auch wenn Sigurdsson kurz vor der Abreise in Kai Häfner und Julius Kühn zwei Spieler aus dem EM-Kader streichen musste. Zum 16-Mann-Aufgebot gehören dafür vorerst die zuletzt leicht angeschlagenen Christian Dissinger, Steffen Fäth und Niclas Pieczkowski. Das DHB-Team muss bereits auf vier verletzte Stammkräfte, darunter Stars wie Kapitän Uwe Gensheimer und Youngster Paul Drux, verzichten. Am Status des Underdogs findet es aber allmählich Gefallen.

"Keiner hat uns auf dem Zettel, das hat seinen Charme", betonte Roggisch im Gespräch mit den Kieler Nachrichten und versprach: "Mit uns wird zu rechnen sein, die Mannschaft ist unbekümmert, Spieler wie Dissinger oder Fäth haben einen Lauf." Wenn eine Nation solch gravierende Ausfälle kompensieren könne, "dann Deutschland".

Nüchtern betrachtet wäre angesichts der ungemein starken Gegner in "Todesgruppe C" (O-Ton Hanning) aber schon das Erreichen der Hauptrunde ein kleiner Erfolg. Mit Spanien am Samstag, der Partie gegen Rekord-Europameister Schweden (18. Januar/20.30 Uhr) und Slowenien (20. Januar/17.15 Uhr) warten richtig dicke Brocken auf die deutschen Grünschnäbel, von den fünf Akteure bislang nicht einmal zehn Länderspiele bestritten haben und weitere drei keine 20.

"Die Wahrheit liegt in Polen auf dem Platz"

Und so verzichtet der Verband auch auf eine klare Vorgabe. "Wir wollen jedes Spiel maximal bestreiten und möglichst das beste Resultat rausholen", sagte Hanning. Gegen Ex-Weltmeister Spanien werde man sehen, "wie weit wir von der Weltspitze wirklich entfernt sind. Die Wahrheit liegt in Polen auf dem Platz."

Hanning sieht die vielen Absagen vor allem als Chance. "Sicher sind viele zentrale Spieler nicht dabei, aber ich sage ganz provokant: Das ist gut so! Wenn wir wirklich großen Erfolg haben wollen, müssen wir gucken, auf welche Spieler wir in Zukunft bauen können", so der 47-Jährige: "Wir vertrauen unserem Kader mit vollem Herzen und Überzeugung."

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