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Handball-EM 2016: EHF verbietet Karlsson Regenbogenarmbinde

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Kein Protest bei Handball-EM  

Verband verbietet Regenbogen-Armbinde

15.01.2016, 13:46 Uhr | dpa, sid

Handball-EM 2016: EHF verbietet Karlsson Regenbogenarmbinde. Schwedens Spielführer Tobias Karlsson (re.) mit der regenbogenfarbenen Kapitänsbinde (Quelle: imago/Bildbryan)

Schwedens Spielführer Tobias Karlsson (re.) mit der regenbogenfarbenen Kapitänsbinde. (Quelle: Bildbryan/imago)

Humanitäre Werte scheinen bei der Handball-EM in Polen nicht sonderlich erwünscht zu sein. So entschied die Europäische Handball-Föderation (EHF) mit Verweis auf die Bekleidungsvorschriften, dass der schwedische Spielführer Tobias Karlsson seine als Protest gedachte Kapitänsarmbinde bei den kontinentalen Titelkämpfen nicht tragen darf. 

"Ich denke, es ist traurig, dass die EHF uns daran hindert zu zeigen, wofür wir in Bezug auf Offenheit, Mitmenschlichkeit und gleiche Werte stehen", sagte Karlsson, der in der Bundesliga bei der SG Flensburg-Handewitt spielt. Der Abwehrspezialist hatte in den letzten fünf Testspielen die bunte Armbinde getragen und wollte damit für Toleranz und Offenheit gegenüber Homosexualität werben.

Karlsson: "Eine wichtige Botschaft"

Nach Karlssons Vorbild wollten auch der Isländer Gudjon Valur Sigurdsson und der Norweger Bjarte Myrhol bei der EM mit der Regenbogenbinde auflaufen. "Dass es mehr Menschen gibt, die diese Binde tragen wollten, unterstreicht, dass es eine wichtige Botschaft ist", sagte Karlsson. Er ist Botschafter für die EuroGames, ein schwul-lesbisches Sportgroßereignis, das im vorigen Jahr in Stockholm stattfand.

UMFRAGE
Wie weit kommt die deutsche Mannschaft bei der Handball-EM?

Der schwedische Handballverband hatte seinen Kapitän bei der Aktion unterstützt. "Die Schwedische Handball Federation hat die Haltung, dass alle Menschen gleich sind, unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Sexualität oder Religionszugehörigkeit. Wir bemühen uns, offen und einladend für alle zu sein", sagte Delegationsleiter Lasse Tjernberg.

DHB-Kapitän Weinhold unterstützt Karlsson

Auch bei Steffen Weinhold, Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, fand die Idee Karlssons Zustimmung. "Ich finde es gut, dass er das macht, und unterstütze ihn in seiner Meinung", sagte der DHB-Kapitän. "Grundsätzlich schätze ich Menschen sehr, die ein klares und offenes Weltbild haben und sich dafür auch einsetzen", meinte indes Polens deutscher Nationaltrainer Michael Biegler.


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