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Handball-EM: DHB-Team verpasst Überraschungscoup gegen Spanien

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Niederlage gegen Spanien  

EM-Fehlstart für deutsche Handballer

16.01.2016, 20:17 Uhr | sid

Handball-EM: DHB-Team verpasst Überraschungscoup gegen Spanien. Viran Morros de Argila (Mitte) and Gedeon Guardiola (re.) können Erik Schmidt nicht am Wurf hindern.  (Quelle: dpa)

Viran Morros de Argila (Mitte) and Gedeon Guardiola (re.) können Erik Schmidt nicht am Wurf hindern. (Quelle: dpa)

EM-Fehlstart für die deutschen Handballer: Die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson unterlag Ex-Weltmeister Spanien in Breslau trotz einer über weite Strecken guten Leistung mit 29:32 (15:18) und muss um den Einzug in die Hauptrunde bangen.

"Ich ärgere mich über die Niederlage, wir hätten etwas holen können. Wir haben gut gekämpft und gut gespielt. Es haben aber Kleinigkeiten gefehlt", sagte Sigurdsson im ZDF und konnte sich einen Seitenhieb auf die französischen Schiedsrichter nicht verkneifen: "Wenn man sieht, wie einige Entscheidungen getroffen wurden, bin ich mir sicher, dass Spanien einen kleinen Bonus hatte."

Bester Werfer in einer tapfer kämpfenden Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war Christian Dissinger mit sechs Toren.

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Wie weit kommt die deutsche Mannschaft bei der Handball-EM?

"Wir waren nahe dran"

Durch die Niederlage steht der ersatzgeschwächte WM-Siebte in den weiteren Gruppenspielen am Montag (ab 20.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gegen Rekord-Europameister Schweden und am Mittwoch (17.15 Uhr/ZDF) gegen Slowenien unter Druck. Die ersten drei Teams der ausgeglichenen Gruppe C qualifizieren sich für die Hauptrunde.

"Wir waren nahe dran, einen haushohen Favoriten auf den EM-Titel zu schlagen. Wir haben die Leistung leider nicht konstant über 60 Minuten abgerufen. Wir müssen die kleinen Fehler abstellen, dann können wir noch einiges erreichen", sagte der verletzte Kapitän Uwe Gensheimer im ZDF. Der Linksaußen hatte kurz vor dem Anwurf in der Jahrhunderthalle dem Team bei einem Besuch in der Kabine noch viel Glück gewünscht.

Starker Beginn des deutschen Teams

Die unerfahrene deutsche Mannschaft begann mit ihren 14 EM-Debütanten vor 5000 Zuschauern ohne Nervosität. Die von Sigurdsson geforderten schnellen Abschlüsse, bevor sich die spanische Deckung formiert hat, setzte die DHB-Auswahl in der Anfangsphase perfekt um. Der Lohn war eine 6:4-Führung nach sechs Minuten, auf die der spanische Trainer Manuel Cadenas mit einer frühen Auszeit reagierte.

Danach kam der Favorit besser ins Spiel, bei der deutschen "Rasselbande" schlichen sich nach dem 9:7 (12.) immer mehr Fehler ein. Riskante Anspiele an den Kreis führten immer wieder zu Ballverlusten, die von den Iberern mit ihrem perfekten Gegenstoßspiel gnadenlos bestraft wurden. Sigurdsson nahm nach dem 10:13 (17.) eine Auszeit und wechselte seine Torhüter.

Hektik nach Maquedas Roter Karte

Andreas Wolff ersetzte Routinier Carsten Lichtlein, den letzten verbliebenen Weltmeister von 2007. Der Wetzlarer Wolff bekam zunächst aber ebenso wie Lichtlein kaum einen Ball zu fassen, zudem offenbarte die deutsche Abwehr große Abstimmungsprobleme. Beim 11:18 (23.) sah es nach einem Debakel aus.

In einer hektischen Schlussphase der ersten Halbzeit kämpfte sich die DHB-Auswahl mit vier Toren in Folge zurück - das blieb bei den Spaniern nicht ohne Wirkung. Jorge Maqueda warf bei der letzten Aktion des ersten Durchgangs Kapitän Steffen Weinhold den Ball bei einem Freiwurf aus kurzer Distanz mitten ins Gesicht und sah von den französischen Schiedsrichtern die Rote Karte. Eine Rudelbildung auf dem Feld war die Folge.

Spaniens Routine setzt sich durch

In der Pause beruhigten sich die Gemüter wieder, nach der Roten Karte und weiteren Zeitstrafen gegen Ende der ersten Halbzeit agierte die DHB-Auswahl zu Beginn des zweiten Durchgangs für kurze Zeit in dreifacher Überzahl - doch dem zweimaligen Weltmeister Spanien gelang das erste Tor zum 15:19 (32.).

Doch der Europameister von 2004 war lautstark unterstützt von den deutschen Fans nun wieder in der Partie, Torhüter Wolff steigerte sich von Minute zu Minute und zeigte starke Paraden. Auf der anderen Seite wurde aber auch Spaniens Weltklassetorhüter Arpad Sterbik besser, so schaffte es der Außenseiter nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Spanien spielte seine Routine aus und gewann.

Niederlagen zum EM-Start haben für deutsche Handballer fast schon Tradition. Der einzige Auftaktsieg in der Geschichte von Europameisterschaften gelang 2008 gegen Weißrussland.

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