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Weltliga-Pläne: Der Handball plant die globale Revolution

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Idee weit fortgeschritten  

Weltliga-Pläne: Der Handball plant die globale Revolution

18.01.2016, 13:33 Uhr | sid

Weltliga-Pläne: Der Handball plant die globale Revolution. Viertelfinale in der Champions League 2011: THW Kiel gegen den FC Barcelona (Quelle: imago/ActionPlus)

Viertelfinale in der Champions League 2011: THW Kiel gegen den FC Barcelona (Quelle: ActionPlus/imago)

Revolution als "Riesenchance": Die Pläne europäischer Spitzenklubs für den Aufbau einer Handball-Weltliga sind so konkret wie nie - und sorgen in der Szene für Aufruhr.

Die internationale Serie mit zwölf Topteams soll die ungeliebte Champions League verdrängen und ab 2019 parallel zur Bundesliga ausgetragen werden. Die deutschen Spitzen-Funktionäre versprechen sich von der Liga nach Vorbild der NBA einen Quantensprung für ihre Sportart.

THW-Geschäftsführer Storm schwärmt

"Wenn das ganze so umgesetzt wird wie geplant, sind plötzlich Reichweiten und Werbetöpfe für den Handball möglich, an die unser Sport sonst nicht herankommen würde", sagte Thorsten Storm, Geschäftsführer des deutschen Rekordmeisters THW Kiel, und nannte die Pläne am Rande der Handball-EM in Polen eine "Riesenchance für unseren Sport".

Geplant ist eine von privaten Investoren finanzierte Lizenzliga nach dem Muster der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA, in der neben den Kielern auch die Füchse Berlin starten sollen. Die Teilnehmer treten in einem geschlossenen Zyklus das ganze Jahr in Hin- und Rückspielen gegeneinander an. Es soll feste Spieltermine im Wochen-Rhythmus geben, die sich mit der Bundesliga abwechseln. Unter der Woche könnten die Spiele der Weltliga stattfinden, an den Wochenenden die der Bundesliga. Die Champions League hätte in ihrer bisherigen Form wohl keine Zukunft mehr.

Gemeinsame Lösung bevorzugt

"Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir aus dem Fenster gucken und nicht merken, dass die Rollläden unten sind", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning. Man habe jetzt erkannt, dass sich "grundsätzlich etwas ändern muss". Hanning plädierte für "eine gemeinsame Lösung" mit dem Europäischen Handballverband EHF, der die Champions League austrägt.

Danach sieht es zurzeit aber nicht aus. Schon im Sommer wird der Geschäftsführer der EHF Marketing, Peter Vargo, die Fronten wechseln und bei der Premier Handball League (PHL) einsteigen. Vargo hat bislang die Vermarktung der Königsklasse verantwortet.

USA als Markt interessant

Die Geldgeber der neuen "Superliga" verfolgen das Ziel, Handball mittelfristig auch auf dem US-Markt zu positionieren. "Dass Großstädte wie Berlin, Paris, Barcelona oder Moskau mitmachen, ist die Bedingung unserer Rechtepartner und Investoren", sagte PHL-Initiator Wolfgang Gütschow, der die Premier Handball League AG als Verwaltungspräsident bereits am 25. November 2015 ins Handelsregister in Zürich eingetragen hat, dem Handelsblatt.

Von weiteren deutschen Spitzenklubs neben Kiel und Berlin wie der SG Flensburg-Handewitt oder den Rhein-Neckar Löwen ist bislang nicht die Rede - was aber nichts heißen muss. "Ich befinde mich ebenfalls in Gesprächen mit der neuen Liga und finde die Idee grundsätzlich gut", sagte Löwen-Manager Lars Lamadé dem "Mannheimer Morgen". Klar ist aber auch: Bei einer Europaliga mit zwölf Vereinen dürfte ein Drittel der Startplätze eher nicht an deutsche Vereine gehen.

HBL: Pläne sind interessant

Kiels Manager Storm betonte unterdessen, dass die vorliegenden Pläne "keine Blase" seien, "um eine Drohgebärde aufzubauen". Es gehe vielmehr darum, "neue Möglichkeiten zu schaffen, die insgesamt der gesamten Sportart zu Gute kommen". Der Stellenwert des gesamten Handballs würde von der Strahlkraft einer möglichen Weltliga nach Vorbild der NBA profitieren. "Viele Jugendliche Handballer würden ihren Idolen nacheifern wollen", sagte Storm: "Im Moment werden es tendenziell eher immer weniger Kinder in den Vereinen."

Bei der HBL stuft man die Pläne als "interessant" ein. "Es ist eine gute Vermarktungsidee, unseren Sport in weltweite Metropolen bringen zu wollen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann: "Man muss das Modell und die Sportart in Städten wie Sydney, Chicago oder Tokio aber erstmal vermitteln." Zunächst gelte es, in die Detailplanung zu gehen.

Bundesliga unantastbar

Die Bundesliga, dies betont Storm, soll von dem neuen Produkt "in keinster Weise" beeinträchtigt werden. Die zusätzlichen Belastungen für die Spieler könnten, so die Macher, durch größere Kaderstärken aufgefangen werden. "Die Bundesliga hat für uns Tradition und ist unumstößlich", sagte Kiels Manager.

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