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Handball-Champions-League: THW Kiel wird nur Vierter

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Kielce erstmals CL-Sieger  

THW Kiel verliert auch Spiel um Platz drei

29.05.2016, 22:49 Uhr | dpa

Handball-Champions-League: THW Kiel wird nur Vierter. Die Spieler von KS Vive Kielce feiern den Gewinn der Champions League.

Die Spieler von KS Vive Kielce feiern den Gewinn der Champions League. Foto: Marius Becker. (Quelle: dpa)

Auch kein Trostpreis: Nach der bitteren Halbfinal-Niederlage in der Champions League hat der THW Kiel auch das Spiel um Platz drei verloren. Derweil vollbrachte Polens Meister KS Vive Kielce ein kleines Handball-Wunder und gewann zum ersten Mal die Königsklasse.

Der deutsche Meister Kiel unterlag im kleinen Finale Paris St. Germain trotz einer starken zweiten Halbzeit mit 27:29 (11:15). Am Vortag hatten die Kieler das Halbfinale gegen Veszprem mit 28:31 (25:25, 15:12) nach Verlängerung verloren. Paris hatte gegen Kielce mit 26:28 (16:16) den Kürzeren gezogen.

Gislason: "Gutes Wochenende" - Mikkel bester CL-Schütze

"Wir haben zwei gute Spiele gemacht", bilanzierte Kiels Trainer Alfred Gislason: "Auch wenn wir nur die Nummer vier sind, war es ein gutes Wochenende." Vor fast 20.000 Zuschauern führten die Kieler erstmals beim 21:20 (43.) und anschließend beim 22:20 (45.) gar mit zwei Toren, konnten den Vorsprung aber in der Schlussphase nicht halten.

Christian Dissinger warf sieben Tore für den THW, bei dem Ilija Brozovic nach drei Zeitstrafen in der 55. Minute Rot sah. Für Paris warf Mikkel Hansen zehn Tore und wurde zudem mit 141 Treffern bester Torschütze der Champions-League-Saison.

Kielce holt Neun-Tore-Rückstand auf

Im Finale gewann Außenseiter Kielce in einem am Ende dramatischen Finale in Köln nach Siebenmeterwerfen das Endspiel gegen MVM Veszprem mit 39:38 (35:35, 29:29, 17:13). Die Polen hatten beim Final4-Turnier nach dem 19:28 in der letzten Viertelstunde einen Neun-Tore-Rückstand aufgeholt.

Kielce ist durch den Erfolg Nachfolger des FC Barcelona. Bester Werfer für Veszprem war Cristian Ugalde mit sieben Toren. Für Kielce traf der deutsche Nationalspieler Tobias Reichmann achtmal. "Ich sehe hier zwei Sieger: Kielce und Veszprem", sagte Kielces Trainer Talant Dujshebaev.

Veszprem verspielt komfortable Führung

Das Finale war über weite Strecken eine einseitige Angelegenheit. Von Beginn an bestimmte Veszprem das Geschehen und führte schnell mit 3:0 (5.). Immer, wenn Kielce aufkam und Hoffnung schöpfte, setzten sich die Ungarn wieder ab. Die Polen verkürzten auf 6:8 (16.), Veszprem enteilte im Anschluss auf 11:7 (19.). Reichmann traf zum 12:13 (25.) für Kielce, prompt setzte sich Veszprem bis zur Pause auf 17:13 ab.

Nach der Pause erhöhte der Favorit auf 26:17 (43.), doch dann verspielten die kopflosen Ungarn plötzlich in zwölf torlosen Minuten ihren komfortablen 28:19-Vorsprung und kassierten den 28:28-Ausgleich (57.). Am Ende jubelten die leidenschaftlich kämpfenden Polen.

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