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Handball-Meister 2016: Rhein-Neckar Löwen holen mit Uwe Gensheimer den Titel

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Erstmals deutscher Handball-Meister  

Rhein-Neckar Löwen besiegen den Titelfluch

06.06.2016, 12:22 Uhr | sid

Handball-Meister 2016: Rhein-Neckar Löwen holen mit Uwe Gensheimer den Titel. Spieler und Betreuer der Rhein-Neckar Löwen feiern den ersten Meistertitel. (Quelle: dpa)

Spieler und Betreuer der Rhein-Neckar Löwen feiern den ersten Meistertitel. (Quelle: dpa)

Die Rhein-Neckar Löwen haben ihr Titel-Trauma besiegt und sind erstmals deutscher Handball-Meister. Nach zwei Vizemeisterschaften sicherte sich das Team um den scheidenden Kapitän Uwe Gensheimer seine erste Krone in der "stärksten Liga der Welt".

Durch einen souveränen 35:23 (17:10)-Sieg am letzten Spieltag bei Absteiger TuS N-Lübbecke hielten die Löwen die SG Flensburg-Handewitt, die gegen den Bergischen HC 41:27 (21:16) gewann, um einen Punkt auf Distanz.

Dominanz des THW Kiel durchbrochen

Der Klub aus Mannheim ist erst der zweite nach dem mittlerweile insolventen HSV Hamburg (2011), der die seit 2005 währende Dominanz des THW Kiel durchbricht. Der Rekordchampion beendete die Saison nur auf Rang drei. In den vergangenen Jahren hatten die Löwen zweimal Kiel hauchdünn den Vortritt lassen müssen, 2015 mit zwei Punkten, 2014 mit ganzen zwei Toren Rückstand.

Goldener Abschluss für Gensheimer

Gensheimer, der nach 13 Jahren bei den Löwen und mehr als 500 Spielen einen goldenen Abschluss feierte, erzielte sieben Tore und brannte vor seinem Wechsel nach Paris vor allem in der ersten Halbzeit noch einmal ein Feuerwerk ab. Bester Werfer der Gäste war Andy Schmid (8 Treffer), der zum dritten Mal in Folge als "Spieler der Saison" geehrt wurde.

Für Gensheimer, den "König der Löwen", war es das traumhafte Ende einer überaus emotionalen Woche: Erst das letzte Heimspiel mit vielen Tränen, dann die Geburt seines ersten Kindes am Mittwoch - und nun endlich die Meisterschaft.

Keine Blöße im letzten Spiel

Die Löwen gaben sich im letzten Zitterspiel nicht ansatzweise eine Blöße und ließen nie Zweifel am Befreiungsschlag aufkommen. Gut 500 mitgereiste Fans peitschten ihr Team von Beginn an lautstark zum Sieg. Die Gäste führten nach sieben Minuten 5:1, die Nettelstedter hatten bei ihrem vorerst letzten Auftritt in der obersten Spielklasse den Löwen nichts entgegenzusetzen.

Schon zur Halbzeitpause herzte Trainer Nikolaj Jacobsen beim Gang in die Kabine Regisseur Schmid überschwänglich. Während der zweiten Halbzeit gingen die Kuschelszenen auf der Bank weiter, auch Gensheimer genoss den Triumphzug immer länger auch von dort aus.

Mit dem Charterflieger nach Mannheim

Der erlösende Sieg in Nettelstedt-Lübbecke war für die Löwen der Startschuss zu einem riesigen Party-Marathon. Umgehend ging es mit dem Charterflieger zurück nach Mannheim, wo im Friedrichspark Tausende an Fans ihre Helden zur Meisterfeier erwarteten.

In Flensburg brauchten sich die SG-Stars schnell keine Illusionen mehr zu machen. Sie erledigten trotzdem ihre Pflicht und gaben sich keine Blöße. Einen Wert hatte der Sieg allerdings nicht mehr.

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