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Handball: Kiel nach Sieg gegen Flensburg-Handewitt Tabellenführer

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Tabellenführung wechselt  

Kiel ringt Flensburg im Derby-Krimi nieder

13.11.2016, 17:40 Uhr | dpa, sid

Handball: Kiel nach Sieg gegen Flensburg-Handewitt Tabellenführer. Kiels Rune Dahmke feiert mit Torwart Andreas Wolff den Sieg.

Kiels Rune Dahmke feiert mit Torwart Andreas Wolff den Sieg. Foto: Axel Heimken. (Quelle: dpa)

Den Erzrivalen besiegt, die Tabellenführung übernommen: Rekordmeister THW Kiel hat dank eines famosen Andreas Wolff zwei Big Points im Kampf um die Meisterschaft eingefahren.

Die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason besiegte die bis dahin verlustpunktfreie SG Flensburg-Handewitt nach einer irren Aufholjagd mit 24:23 (11:14) und übernahm erstmals in dieser Saison die Spitze.

"Jetzt haben wir den Platz, der uns gebührt", sagte THW-Torwart Wolff und sprach von einem überragenden Spiel: "Wir haben gezeigt, das mit uns zu rechnen ist. Das war ein Zeichen an die Konkurrenz."

25 Paraden

Mit 25 Paraden avancierte Europameister Wolff zum überragenden Akteur. "Dieses Spiel gehört in die Top Ten meiner besten Handballspiele", sagte der Nationalkeeper.

Kurz vor der Pause lagen die Zebras bereits mit sechs Toren zurück, ehe sie im zweiten Durchgang aufdrehten. In der Schlusssekunde scheiterte Flensburgs Linksaußen Anders Eggert mit einem Siebenmeter am Pfosten. "Wir hatten viele Chancen, haben aber einfach zu viele Fehler gemacht", sagte Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes.

Bester Torschütze bei den Gastgebern war Domagoj Duvnjak mit sechs Treffern. Aufseiten der Flensburger trafen Thomas Mogensen und Anders Eggert am häufigsten (je 6). Die Chance zur Revanche für die SG kommt schnell: Eine Woche nach dem Liga-Duell treffen beide Klubs binnen vier Tagen noch zweimal in der Gruppenphase der Champions League aufeinander.

Flensburg anfangs klar besser

Der THW fand nur schwer in die Partie, benötigte vier Minuten bis zum ersten Treffer und lief von Beginn an einem Rückstand nach. Selbst die zahlreichen Paraden von Wolff brachten den THW nicht so recht in die Spur, und so führte die SG nach 14 Minuten erstmals mit drei Treffern (8:5).

Während die Gastgeber bis auf Keeper Wolff nun völlig den Faden verloren, spielten die Flensburger weiter geduldig ihren Stiefel runter und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Beim 13:7 (25.) durch Eggert drohte den Kielern in eigener Halle ein Debakel. Drei Treffer nacheinander brachten die Kieler zur Pause zumindest wieder in Schlagdistanz.

In der zweiten Hälfte nahm die Partie deutlich an Fahrt auf. Angetrieben vom weiterhin bärenstarken Wolff und den 10.285 frenetischen Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena übernahmen die Hausherren plötzlich das Kommando. Erst traf Rechtsaußen Niclas Ekberg per Doppelschlag zum Ausgleich, dann sorgte Domagoj Duvnjak für die erste Kieler Führung (42.).

Wolff am Ende unüberwindbar

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Flensburg halfen am Ende auch die 17 Paraden von Torhüter Mattias Andersson nicht zum ersehnten Derbysieg. Kiel hatte Wolff - und der war in der Endphase schier unüberwindbar, entschärfte in den Schlusssekunden zwei weitere SG-Würfe.

Meister Rhein-Neckar Löwen gewann sein Gastspiel beim Bergischen HC mit 26:24 (17:12) und bleibt mit ebenfalls nur zwei Verlustpunkten und einem Spiel weniger als Kiel in Schlagdistanz zur Spitze. Bester Werfer bei den Löwen war Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson, der alle seine sechs Versuche im Tor unterbrachte.

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