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Handball: SG Flensburg-Handewitt gewinnt der Champions League beim THW Kiel

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Vergleich in Champions League  

Flensburg gelingt die Revanche gegen Kiel klar

20.11.2016, 21:33 Uhr | sid

Handball: SG Flensburg-Handewitt gewinnt der Champions League beim THW Kiel. Flugeinlage: Der Flensburger Anders Zachariassen (vorne) beim Sprungwurf. Der Kieler Patrick Wiencek (links) kann nur tatenlos zusehen. (Quelle: dpa)

Flugeinlage: Der Flensburger Anders Zachariassen (vorne) beim Sprungwurf. Der Kieler Patrick Wiencek (links) kann nur tatenlos zusehen. (Quelle: dpa)

Die SG Flensburg-Handewitt hat dem alten Rivalen THW Kiel in der Champions League eine empfindliche Niederlage zugefügt. Der deutsche Vize-Meister gewann ein hitziges Derby beim Nachbarn verdient mit 30:22 (14:12) und revanchierte sich für die unglückliche Niederlage in der Handball-Bundesliga eine Woche zuvor.

"Das Ergebnis ist völlig verdient. Unsere erste Halbzeit war noch ordentlich, dann hat uns der Spielfluss gefehlt. Da hat sich auch bemerkbar gemacht, dass uns einige Spieler fehlen", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason bei Sky. Auch Torhüter Niklas Landin war "sehr enttäuscht. Das war kein guter Tag für uns." Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes sagte dagegen: "Wir haben es heute sehr gut gemacht, unsere Taktik ist aufgegangen."

SG zieht nach der Pause davon 

Beide Teams lieferten sich lange einen rassigen Kampf, ehe Flensburg nach der Pause angeführt von den Torjägern Anders Eggert (6) und Hampus Wanne (5) davon zog. Im Tabellenmittelfeld der Gruppe A setzte sich die SG mit jetzt neun Punkten weiter von Bundesliga-Spitzenreiter Kiel (sechs) ab. Paris St. Germain und der FC Barcelona haben bereits zwölf Zähler auf dem Konto.

Kiel hatte am vergangenen Bundesliga-Wochenende das erste von drei Derbys innerhalb weniger Tage mit 24:23 gewonnen.

Ungewohnte Schwächen

In der ausverkauften Halle sahen die 10.000 Fans eine von Beginn an packende Neuauflage des Endspiels von 2007 und 2014. Die ersten Minuten standen ganz im Zeichen von Christian Zeitz: Der Rückraumspieler, Weltmeister von 2007, erzielte vier der ersten fünf Kieler Tore. Auf der Gegenseite erwischte Bogdan Radivojevic einen rabenschwarzen Start und brachte bis zur Pause keinen seiner fünf Versuche im Tor unter.

Kiel konnte sich dennoch nie wirklich absetzen und leistete sich vor dem Tor ungewohnte Schwächen. Nach 26 Minuten stand es 11:11, ehe der THW in doppelter Unterzahl erstmals mit drei Toren in Rückstand geriet (11:14). Domagoj Duvnjak verkürzte mit der Pausensirene zumindest.

In der Halle wird es ruhig

Im zweiten Durchgang erhöhten die bei Tempogegenstößen gefährlichen Flensburger zunächst auf 17:13 und später sogar auf 22:15. Die Zebras ließen sich in dieser Phase auch von einer Verletzung von René Toft Hansen aus der Bahn werfen, der mit Knieschmerzen in der Kabine verschwand. Der Däne hatte sich gerade erst von einem Kreuzbandriss erholt, kehrte aber nach wenigen Minuten in die Halle zurück.

In der Halle wurde es nun immer ruhiger, zumal der THW auch beste Chancen ungenutzt ließ. Flensburg dagegen blieb eiskalt und ließ sich nicht mehr einfangen. Spätestens beim 26:17 zehn Minuten vor Schluss war die Entscheidung gefallen.

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