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Rhein-Neckar Löwen holen sich gegen Supercup

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Final-Krimi gegen THW Kiel  

Rhein-Neckar Löwen holen den Supercup

23.08.2017, 21:41 Uhr | sid

Rhein-Neckar Löwen holen sich gegen Supercup . Die Spieler der Rhein-Neckar Löwen feiern den ersten Titel der Saison. (Quelle: dpa/Deniz Calagan)

Die Spieler der Rhein-Neckar Löwen feiern den ersten Titel der Saison. (Quelle: Deniz Calagan/dpa)

Was für ein Auftakt! Die Rhein-Neckar Löwen haben sich den ersten Titel der neuen Handball-Saison gesichert und dem großen Rivalen THW Kiel beim Supercup in Stuttgart eine schmerzhafte Niederlage zugefügt.

Einen Tag vor dem Bundesliga-Start besiegte der amtierende deutsche Meister den Pokalsieger in einem echten Handball-Krimi mit 4:2 im Siebenmeterwerfen und holte sich damit zum zweiten Mal die Trophäe bei der offiziellen Saisoneröffnung. Nach 60 Minuten hatte es 28:28 (14:11) gestanden.

Groetzkis Siebenmeter sichert den Sieg der Löwen

Den entscheidenden Siebenmeter für die Löwen verwandelte Nationalspieler Patrick Groetzki. Zuvor hatten die beiden Keeper Mikael Appelgren und Andreas Palicka gegen die Kieler Marko Vujin und Ole Rahmel pariert. Die nervenstarken Mannheimer hatten die Verlängerung erst durch einen Last-Second-Treffer von Linksaußen Jerry Tollbring erreicht.

Bester Werfer der Löwen in den 60 Minuten waren Andy Schmid, Tollbring, Hendrik Pekeler und Alexander Petersson mit je vier Treffern. Bei Rekordmeister Kiel traf Neuzugang Miha Zarabec am häufigsten (7 Tore). "Man freut sich über jeden Pokal. Es war viel Kampf drin. Es war wichtig, mit einem Erfolg in die Saison zu starten", sagte Schmid bei Sky.

Löwen überzeugen vor allem in der Abwehr

Das Duell der beiden deutschen Top-Teams war die 24. Auflage des prestigeträchtigen Supercups zwischen dem Liga-Champion und dem Sieger des DHB-Pokals. Im vergangenen Jahr hatten die Löwen den Wettbewerb gegen den SC Magdeburg gewonnen.

Bissig, deckungsstark und vorne ziemlich abgezockt: Die Löwen zeigten schon bei der Saison-Ouvertüre vor 6211 Zuschauern in der ausverkauften Porsche-Arena, dass der Titel auch in diesem Jahr nur über sie geht. Nach einer schwachen Anfangsphase übernahm das Team von Trainer Nikolaj Jacobsen mit zunehmender Spieldauer das Kommando und zeigte dem Rekordmeister vor allem mit einer bärenstarken Abwehr teilweise seine Grenzen auf.

Ohne Duvnjak fehlt Kiel die Durchschlagskraft 

Dem THW, der nach zwei Jahren ohne Meistertitel in der neuen Spielzeit gehörig unter Druck steht, war der unbedingte Siegeswille nicht abzusprechen. Jeder Treffer wurde von Coach Alfred Gislason und seinen Spielern frenetisch bejubelt, doch ohne den verletzten Spielmacher Domagoj Duvnjak fehlte es im ersten Abschnitt noch zu oft an der nötigen Durchschlagskraft im Angriff.

Angetrieben vom quirligen Regisseur Zarabek kamen die Zebras zwar besser ins Spiel und führten nach einer Viertelstunde mit 7:4, doch die Löwen blieben ruhig und drehten innerhalb von nur sieben Minuten das Spiel. Kurios: Das 9:8 für den Meister erzielte Kiels Torhüter Niklas Landin mit einem Eigentor.

Im zweiten Abschnitt kämpfte sich der Branchenprimus aber zurück in die Partie, schaffte durch Nationalspieler Patrick Wiencek den Ausgleich und ging durch Zarabec (44.) beim 20:19 wieder in Führung. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der THW am Ende auch durch die starken Paraden von Keeper Niklas Landin und einen Treffer von Steffen Weinhold 33 Sekunden vor dem Schlusspfiff schon wie der Sieger aussah. Doch die Löwen schlugen zurück.

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