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Bundesliga: Hannover 96 - VfL Bochum

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Hannover 96 - VfL Bochum  

Bochum zurück auf dem Boden der Tatsachen

30.08.2007, 13:10 Uhr | dpa

Bochums Epalle (li.) gegen Fahrenhorst (Foto: dpa)Bochums Epalle (li.) gegen Fahrenhorst (Foto: dpa)Der unerwartete Höhenflug des VfL Bochum in der Fußball-Bundesliga ist beendet. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller kassierte mit dem 2:3 (1:2) bei Hannover 96 die erste Saison-Niederlage und verpasste den möglichen Sprung an die Tabellenspitze. Zwei herrliche Distanzschüsse der 96-Profis Mike Hanke (12.) und Jan Rosenthal (36.) und ein Treffer des kurz zuvor eingewechselten Vahid Hashemian (71.) holten die Bochumer nach ihrem furiosen Saisonstart auf den Boden der Tatsachen zurück und sicherten den Niedersachsen den ersten Heimsieg.

Hohe Fehlerquote bei den Bochumern

In einer unterhaltsamen Partie wachten die Bochumer vor 30.794 Zuschauern zu spät auf. Der vierte Saisontreffer ihres Torjägers Tommy Bechmann (44.) und ein verwandelter Foulelfmeter von Marcel Maltritz (65.) waren zu wenig, um die erste Auswärtsniederlage der Revier-Mannschaft nach fünf Siegen in Folge auf fremden Plätzen zu verhindern. Unsichere Abwehrreihen und eine hohe Fehlerquote trugen zu dem torreichen Spiel bei.

Stajner überraschend in der Startformation

96-Trainer Dieter Hecking hatte seine Elf nach der 0:3-Pleite in München gleich auf vier Positionen verändert. Von der Personal-Rotation profitierte vor allem Jiri Stajner. Der Tscheche, vor wenigen Wochen noch auf dem Abstellgleis, stand überraschend in der Startformation. Als hängende Spitze neben Nationalspieler Hanke sorgte er für viel Unruhe in der Bochumer Abwehr. Die Gäste standen von Beginn an unter Druck. Hannover 96 diktierte das Tempo, gewann die meisten Zweikämpfe und erspielte sich deutliche Vorteile.

Hannover sucht Heil in der Offensive

Nach einem ersten Warnschuss von Hanno Balitsch (3.) neben das Tor ließ Hanke (12.) mit einem fulminanten 18-Meter-Schuss dem Bochumer Torhüter Jan Lastuvka keine Chance. Auch nach der Führung suchten die Niedersachsen gegen den Angstgegner ihr Heil in der Offensive. Nach einem Schnitzer von VfL-Verteidiger Maltritz zog Rosenthal aus 20 Metern ab - Lastuvka hatte erneut keine Abwehrchance.

Anschlusstreffer weckt die Lebensgeister

Erst der Anschlusstreffer von Bechmann, der nach einem Kopfball des Ex-Hannoveraners Christoph Dabrowski und Abwehr von 96-Torwart Robert Enke am schnellsten reagierte, weckte die VfL-Lebensgeister. Die Mannschaft, die 45 Minuten ohne Biss und Mumm agierte, erspielte sich nach der Pause ebenfalls Gelegenheiten. Stanislav Sestak (59.) vergab zunächst freistehend vor Enke den Ausgleich, den kurz danach Maltritz vom Elfmeterpunkt erzielte. Zuvor hatte Chawdar Yankow den schnellen Sestak nur mit einem Foul bremsen können. Mit Hashemians Einwechslung bewies 96-Coach Hecking ein gutes Gespür. Mit seiner ersten Ballberührung beförderte der Iraner den Ball ins Tor. Der frühere Bremer Christian Schulz feierte für 20 Minuten sein Debüt.

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