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Formel 1 - Spionageskandal: McLaren-Mercedes mit Ferrari-Wissen

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McLaren-Mercedes  

Spionageskandal: McLaren mit Ferrari-Wissen

04.07.2007, 11:14 Uhr | motorsport-total.com, t-online.de, dpa, sid

Die Entlassung des Mechanikers Nigel Stepney bei Ferrari entpuppt sich nicht als Ergebnis einer Sabotage-Affäre, sondern könnte ein handfester Spionageskandal sein. Denn McLaren-Mercedes entließ jetzt seinen Chefdesigner in Woking Mike Goughlan. Grund: Das Team war darüber informiert worden, dass ein McLaren-Mercedes-Mitarbeiter von einem Ferrari-Mitarbeiter heikle technische Informationen erhalten haben soll. Nun scheint klar: Bei dem Verbündeten bei McLaren handelt es sich um Mike Coughlan. Der war pikanterweise zwischen 1993 und 1997 auch für das Ferrari-Designbüro im britischen Shalford tätig. Stepney und Coughlan arbeiteten 1990 bei Benetton und einige Jahre später auch bei Ferrari zusammen. Ferrari erstattete nun auch gegen Coghlan Anzeige, nachdem die Staatsanwaltschaft bereits gegen Stepney ermittelt.

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Name nicht offiziell genannt
"Das Team hat erfahren, dass die Person Ende April ein Informationspaket von einem Ferrari-Angestellten bekommen hat", hieß es in der Pressemitteilung von McLaren. Das Fachmagazin auto, motor und sport sowie englische und italienische Medien nannten den Namen Mike Coughlan, der von McLaren offiziell weder bestätigt noch dementiert wurde. Laut ams und Corriere dello Sport habe der 48-jährige Coughlan im Frühjahr von einem Ferrari-Mitarbeiter Unterlagen mit geheimen Daten des Ferrari FW2007 bekommen.

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McLaren reagiert offenisv
Einen Tag nach Bekanntwerden der Affäre ging McLaren-Mercedes sogar noch einen Schritt weiter. "Um möglichen Spekulationen vorzubeugen, hat McLaren die FIA (Automobil-Weltverband, d.Red.) eingeladen, seine Autos komplett zu untersuchen und sich davon zu überzeugen, dass das Team nicht vom Gedankengut eines Wettbewerbers profitiert", heißt es in einem zweiten Statement vom Firmensitz in Woking. Das Team teilte mit, dass nach den eigenen gründlichen Untersuchungen kein "geistiges Eigentum" von Ferrari zu anderen Mitgliedern des Silberpfeil-Teams durchgedrungen oder gar in die Autos eingeflossen sei. Die FIA hat unterdessen eine Untersuchung eingeleitet.

Coughlan soll auf eigene Faust gehandelt haben
In Großbritannien gibt es bereits Ermittlungen, bei denen McLaren voll kooperiert. Allerdings hat das Team von Ron Dennis klargestellt, dass die Organisation nichts mit den illegalen Aktivitäten zu tun und Coughlan auf eigene Faust gehandelt habe. Man missbillige dessen Verhalten - und dass er angesichts der aktuellen Entwicklungen bereits beurlaubt wurde, verstehe sich von selbst.

Beteiligung weiterer Personen unklar
Mike Coughlan (Foto: imago)Mike Coughlan (Foto: imago) Über die genauen Hintergründe der Angelegenheit kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden, bekannt ist aber Folgendes: Zwischen Stepney und vermutlich Coughlan hat Ende April der Austausch von heiklen technischen Informationen stattgefunden, der nun für beide verhängnisvoll enden dürfte. Ob noch andere Personen beteiligt waren, ist unklar. Und noch etwas fällt auf: Einen Monat nach dem Informationsaustausch war der McLaren-Mercedes plötzlich ein Siegerauto.

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Handelt Stepney aus Rache?
Übrigens dürfte das Weiterleiten von technischen Informationen an die Konkurrenz nicht Stepneys einziges Vergehen gewesen sein, denn in Magny-Cours war hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass er geheime Handynummern von Ferrari-Kollegen an Honda-Headhunter weitergeleitet hat. Mögliches Motiv: Rache. Nach dem Weggang von Ross Brawn hatte der Brite nämlich gehofft, zum Chefstrategen befördert zu werden - vergebens.

Weißes Pulver in den Tank geschüttet
Als erstes hatte Ferrari seinen Mechaniker Stepney entlassen. Der italienische Rennstall wirft dem Engländer vor, beide Rennwagen vor dem Großen Preis von Monte Carlo manipuliert zu haben. Der 48-Jährige soll ein weißes Pulver in die Tanköffnungen geschüttet haben. Nach der Anzeige hatte die Staatsanwaltschaft Modena die Wohnung und den Arbeitsplatz von Stepney durchsucht. Dabei soll nach Angaben italienischer Medien belastendes Material gefunden worden sein. Stepneys Anwältin Sonia Bartolini hatte die Anschuldigungen indes zurückgewiesen.

McLaren-Mercedes und Ferrari dominierend
McLaren-Mercedes und Ferrari sind in dieser WM-Saison die dominierenden Teams. Vor dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone führen die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton (64 Punkte) und Fernando Alonso (50) die Fahrerwertung vor den Ferrari-Fahrern Felipe Massa (47) und Kimi Raikkönen (42) an. Im Konstrukteurs-Klassement liegt McLaren-Mercedes (114) vor den Italienern (89).

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