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Formel 1 - Ferrari: Staatsanwalt ist Nigel Stepney auf der Spur

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Ferrari  

Staatsanwalt ist Stepney auf der Spur

11.07.2007, 14:08 Uhr | dpa

Nigel Stepney (Foto: xpb)Nigel Stepney (Foto: xpb) Die Staatsanwaltschaft Modena ist bei der Aufklärung des Spionageskandals beim italienischen Formel-1-Rennstall Ferrari offenbar einen großen Schritt weiter gekommen. "Wir sehen die Quadratur des Kreises, benötigen aber noch einige Details, um alles beweisen zu können", sagte Staatsanwalt Giuseppe Tibis nach einem Bericht der "Gazzetta dello Sport". Wie das Sportblatt berichtet, sollen sich die Hinweise auf eine Sabotage der Ferrari-Rennwagen vor dem Großen Preis von Monte Carlo durch den mittlerweile entlassenen Ferrari-Techniker Nigel Stepney verdichten.

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Weißes Pulver in die Tanköffnungen
Der Engländer soll nach Medienberichten ein weißes Pulver in die Tanköffnungen der Rennwagen geschüttet haben. "Wir haben eine Vorstellung, was es war", sagte Staatsanwalt Tibis nach einer Besprechung mit der Spurensicherung. Die Analyse-Daten würden noch von einem zweiten Labor überprüft. Danach müsse ein Gutachten klären, welche Folgen das eingebrachte Pulver für die Motoren der Ferrari gehabt hätte.

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Anhörung am Montag
Stepney bestreitet jegliche Verwicklung in die Sabotage- und Spionage-Affäre. Seine Anwältin will sich am Montag mit Stepney treffen, der danach von der Staatsanwaltschaft angehört werden soll. Nach Angaben der "Gazzetta dello Sport" soll Stepney Ferrari gedroht haben: "Ich weiß viele Dinge", habe der Engländer gesagt.

Außergerichtliche Einigung mit Coughlan
Unterdessen ist die Affäre um den ehemaligen McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan mit einer außergerichtlichen Einigung vorerst beigelegt worden. Der Brite erklärte sich nach Informationen der BBC bereit, Ferrari unter Eid alle Informationen zur Spionageaffäre mitzuteilen. Der für Mittwoch angesetzte Gerichtstermin vor dem Londoner High Court fiel daher aus. Der italienische Rennstall schloss weitere rechtliche Schritte gegen Coughlan und dessen Ehefrau Trudy jedoch nicht aus.

Affäre kam wegen kopierender Ehefrau ans Licht
Coughlan, der wegen der Spionage-Vorwürfe von McLaren-Mercedes beurlaubt wurde, soll ein 780 Seiten umfassendes und streng vertrauliches Ferrari-Dossier von Stepney bekommen haben. Britischen Medienberichten zufolge kam der Fall ans Licht, als Coughlans Frau Trudy die Unterlagen in einem Copy-Shop nahe des McLaren-Sitzes in Woking kopieren lassen wollte. Das Dossier, das wichtige Interna über den neuen Rennwagen der Scuderia enthielt, war bei einer gerichtlich angeordneten Durchsuchung in Coughlans Haus gefunden worden.

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