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Formel 1 - Spionage-Affäre: Alleine die Post freut sich

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McLaren-Mercedes: Spionageaffäre  

Alleine die Post freut sich

04.08.2007, 15:18 Uhr | dpa

Ron Dennis (Foto: imago)Ron Dennis (Foto: imago) Das Briefeschreiben in der Spionage-Affäre der Formel 1 geht weiter. McLaren-Chef Ron Dennis antwortete in einem Schreiben dem Präsidenten des italienischen Automobil-Verbandes, Luigi Macaluso. Darin wies Dennis die Behauptung Macalusos zurück, Ferrari habe vor dem Freispruch für McLaren-Mercedes durch den Weltrat des Internationalen Automobilverbandes FIA nicht genug Gelegenheit gehabt, seine Sicht in der Spionage-Affäre darzulegen. Zugleich forderte Dennis die Beteiligten auf, keine Briefe mehr zu veröffentlichen, sondern den Vorgang "der internen Untersuchung der FIA zu überlassen".

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Streitsache Freispruch
McLaren-Mercedes war am 26. Juli vom FIA-Weltrat vom Verdacht der Spionage freigesprochen worden. Das 26-köpfige Gremium hatte keine Beweise dafür finden können, dass der Rennstall Ferrari-Unterlagen im Besitz des suspendierten McLaren-Chefdesigners Mike Coughlan genutzt hat. Die geheimen Informationen soll der Brite vom einstigen Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney erhalten haben.

WM-Ausschluss droht weiterhin
Der Freispruch für die Silberpfeile wurde allerdings mit einer Warnung versehen. Sollte doch noch nachgewiesen werden können, dass der britisch-deutsche Rennstall von den Unterlagen in Coughlans Besitz profitiert hat, droht der Ausschluss aus der laufenden sowie aus der Weltmeisterschaft des kommenden Jahres.

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Wahrheit und Dichtung kaum noch zu trennen
Dennis vertrat in seinem Schreiben die Ansicht, dass Ferrari genug Gelegenheit hatte, sich zu äußern. "Ferrari hat eine 118 Seiten starke Vorlage eingereicht, dass am 20. Juli den Weltrat-Mitgliedern zugestellt wurde", schrieb der McLaren-Chef. Ferrari habe durch seine Rechtsanwälte in der Verhandlung jederzeit Fragen oder Anträge stellen können. "Wir lehnen es aber ab, die Glaubwürdigkeit der Entscheidung des WMSC zu untergraben, indem eine unrichtige Version der Geschehnisse verbreitet wird, wonach Ferrari nicht Gelegenheit gehabt haben soll, seinen Fall zu präsentieren", meinte Dennis.

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Munteres Hin und Her
Seit dem 31. Juli kommunizieren die in der Spionage-Affäre Beteiligten über offene Briefe. Macaluso hatte mit einem Schreiben an FIA-Chef Max Mosley begonnen und eine Überprüfung des Freispruchs für McLaren-Mercedes vor dem Verbands-Berufungsgericht verlangt. Mosley entsprach in seiner Antwort dem Antrag. Daraufhin schrieb Dennis erstmals an Macaluso und warf Ferrari vor, das Auftaktrennen der Saison in Melbourne mit einem nicht regelkonformen Auto gewonnen zu haben.

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Provokationen aus allen Richtungen
Macaluso antwortete wiederum Dennis. "Aus Ihrem Brief geht hervor, dass es zwischen McLarens Sicht der Dinge und jener von Ferrari deutliche Unterschiede gibt", stellte der italienische Verbandschef fest und provozierte so den nächsten Brief von Dennis. Zwischendurch wies Ferrari - diesmal allerdings in einer Pressemitteilung - die Vorwürfe des Konkurrenten bezüglich des illegalen Sieges zurück.

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