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Formel 1: McLaren-Mercedes auf der Anklagebank

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McLaren-Mercedes  

Lewis Hamilton sagt vor der FIA aus

12.09.2007, 16:53 Uhr | t-online.de, dpa

Lewis Hamilton (Foto: imago)Lewis Hamilton (Foto: imago) Freispruch, Geldstrafe, Punktabzug, WM-Ausschluss: Alles scheint möglich am Tag der Entscheidung, und deshalb schaut nicht nur die Formel-1-Welt heute wie gebannt nach Paris. Dann muss das World Motor Sport Council des Automobilweltverbandes FIA, darunter auch ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, in der Spionage-Affäre um die Erzrivalen McLaren-Mercedes und Ferrari ein Urteil fällen, das die Königsklasse in ihren Grundfesten erschüttern könnte. Neue Beweise haben in diesem brisanten Fall eine erneute Anhörung erforderlich gemacht. Und obwohl Norbert Haug nicht müde wird, die Unschuld des Teams zu beteuern, setzt McLarens Teamchef Ron Dennis auf die Wirkung des jüngsten Stars der Formel 1: Lewis Hamilton.

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Die Angst vor dem WM-Ausschluss geht um
Nach einem Bericht der "Times" hat Ron Dennis den Führenden in der Fahrerwertung gebeten, zur Anhörung in Paris zu erscheinen. Ihm könnte die Schlüsselrolle gehören, wenn es um das Abwägen des eventuellen Strafmaßes geht. McLaren erlaubte dem 22-Jährigen bisher, sich auf den Sport zu konzentrieren. Doch scheinbar spüren die Silberpfeile, dass die Anwesenheit des Shootingstars in der FIA-Zentrale am Place de la Concorde hilfreich sein könnte. Die 26-köpfige Jury soll daran erinnert werden, wer vielleicht am härtesten von einem WM-Ausschluss getroffen würde. Die Idee, Hamilton für die Verhandlung zu nutzen, dürfte Dennis nach dem Rennen in Monza gekommen sein, wo er offen über seine Ängste sprach.

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Der junge Brite bangt um seinen Job
Lewis Hamilton fürchtet, durch das Ergebnis der Verhandlung um die Früchte seiner Arbeit gebracht zu werden. Und nicht nur das. Der Shootingstar hat sogar Angst, seinen Job zu verlieren. "Man könnte uns alles, wofür ich und das Team so hart gearbeitet haben, wegnehmen", befürchtet Hamilton. "Und wenn ich richtig darüber nachdenke - ich könnte nächstes Wochenende ohne Job dastehen." Und er liegt nicht falsch mit dieser Einschätzung. Auch Schumacher-Manager Willi Weber rechnet mit einer harten Strafe, wenn etwas an den Vorwürfen dran sein sollte: "Wenn das alles so stimmt, muss es eine drastische Strafe geben. Für mich ist das eine Sauerei und eine Katastrophe für den Sport."

Norbert Haug (li.) und Ron Dennis (Foto: imago)Norbert Haug (li.) und Ron Dennis (Foto: imago) Haug: "Wir haben nichts kopiert"
WM-Spitzenreiter McLaren-Mercedes kann vor den letzten vier Formel-1-Rennen des Jahres durch den Spionage-Skandal alles verlieren. Der Ausgang der zweiten Anhörung in der Affäre um die gestohlenen Ferrari-Daten ist völlig ungewiss. "Ich erwarte, dass das bestätigt wird, was wir sagen. Wir können mit Fug und Recht behaupten, nichts gemacht zu haben, was nicht erlaubt ist. Wir haben nichts kopiert, sondern ein Auto mit unseren Ideen gebaut. Ich rechne keine Millisekunde damit, von der Formel 1 ausgeschlossen zu werden", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Neue Beweise belasten McLaren
Seit aus der Berufungsverhandlung eine neuerliche Anhörung geworden ist, erscheint nichts mehr unmöglich: McLaren mit Teamchef Ron Dennis an der Spitze hat einen schweren Stand. Neue Beweise sollen aufgetaucht sein, die das Team angeblich schwer belasten. Nach Informationen der Londoner "Times" sollen die 26 Mitglieder des FIA-Weltrates ein 166 Seiten starkes Dossier erhalten haben. Es soll sowohl den E-Mail-Verkehr zwischen McLaren-Testpilot Pedro de la Rosa und dem WM-Zweiten Fernando Alonso als auch Telefonate und Handynachrichten zwischen McLarens suspendiertem Chefdesigner Mike Coughlan und dem früheren Chefmechaniker von Ferrari, Nigel Stepney, dokumentieren.

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Fahrerwertung
Teamwertung

Daten im Kopierladen gebrannt
Zwar sei über die Inhalt der Kontakte nichts bekannt, doch würden die Unterlagen zeitliche Übereinstimmungen zeigen. Das Dossier lege nahe, so die "Times", dass sich Coughlan immer dann an Stepney wandte, wenn die McLaren-Fahrer eine Detailfrage gehabt hätten. Das neue Dossier beziehe sich auf Vorgänge im März und datiere damit noch vor der Übergabe der 780 Seiten dicken Blaupause des aktuellen Ferraris von Stepney an Coughlan Ende April. Ans Licht gekommen war die ominöse Angelegenheit, da der Mitarbeiter eines Kopierladens stutzig wurde, als die Frau von Coughlan die 780 Seiten mit Ferrari-Daten auf CD-ROM kopieren ließ. Der Angestellte hatte daraufhin das italienische Team informiert. Coughlan soll die höchst brisanten geheimen Informationen von Stepney erhalten haben.

Ausschluss aus der Weltmeisterschaft droht
In der ersten Anhörung am 26. Juli war McLaren-Mercedes für nicht schuldig befunden worden. Allerdings war der Freispruch durch den FIA-Weltrat aus Mangel an Beweisen mit einer Warnung verbunden worden. Sollte sich herausstellen, dass sich der Rennstall doch einen Nutzen verschaffen konnte, droht der Ausschluss sowohl aus der laufenden Weltmeisterschaft als auch aus der für das kommende Jahr. Alternativen wären eine hohe Geldstrafe oder die Aberkennung der bislang gewonnenen Punkte in der Konstrukteurswertung. Möglich ist aber auch wieder ein Freispruch.

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Jean Todt stimmt nicht mit ab
Der Weltrat bekommt viel zu tun. Neben dem Rosenheimer bewerten auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, FIA-Chef Max Mosley oder Ferrari-Generaldirektor Jean Todt die Beweise. Der Franzose wird allerdings nicht mit abstimmen. Dennoch wird sein Rennstall Ferrari alles daran setzen, um den in beiden WM-Wertungen weit enteilten Rivalen abseits der Rennstrecke zu überholen. "Die Weltmeisterschaft am Grünen Tisch zu gewinnen, wäre auf jeden Fall ein verdienter Sieg", hatte Ferrari-Chef Luca di Montezemolo gesagt.

Deutliche Führung in den WM-Wertungen
Vor der Anhörung und vor dem Großen Preis von Belgien an diesem Sonntag in Spa-Francorchamps führt McLaren-Mercedes die Teamwertung mit 166 Punkten vor Ferrari (143) klar an. Bei den Fahrern hat Hamilton (92), der nach Angaben der spanischen Sportzeitung "As" nicht wie Teamkollege Alonso der FIA über mögliche Vorgänge komplett Bericht erstattet haben soll, noch die Nase vorn. Zweiter mit drei Punkten Rückstand ist der zweimalige Champion aus Spanien. Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen (74 Punkte) hat bereits einen deutlichen Rückstand auf das McLaren-Duo.

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