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Formel 1 - Spionage-Affäre: Besitz der Daten allein reichte zur Verurteilung aus

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Spionage-Affäre  

Besitz der Daten allein reichte aus

14.09.2007, 17:42 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley (Foto: imago)FIA-Präsident Max Mosley (Foto: imago) 15 Seiten, so umfangreich fiel die Urteilsbegründung des Automobil-Weltverbandes FIA zur Spionageaffäre um McLaren-Mercedes und Ferrari aus. Bei der gestrigen Verhandlung wurden die Silberpfeile zu einer Zahlung von 100 Millionen Dollar verdonnert, dazu werden dem Team alle in der laufenden Saison eingefahrenen Punkte in der Konstrukteurswertung gestrichen. Der Grund dafür war aus Sicht der FIA eindeutig und einfach: Allein der Besitz von geheimen Ferrari-Daten habe ausgereicht, um McLaren zu verurteilen. Die FIA müsse nicht beweisen, ob die Ferrari-Daten von den Silberpfeilen auch wirklich genutzt worden sind.

Schlag für McLaren FIA bestraft ungewohnt hart

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Rectangle Formel 1

Weitere Personen waren informiert
In einer ersten Anhörung wurde der Rennstall noch von allen Vorwürfen freigesprochen. Dass es nun doch zur Verurteilung kam, erklärte der Verband folgendermaßen: Das Gremium sei überzeugt gewesen, dass außer dem entlassenen Chefmechaniker Mike Coughlan weitere Personen Informationen über Ferrari-Abstimmungen und Strategien erhalten hätten, darunter auch Testfahrer Pedro de la Rosa, der diese an Weltmeister Fernando Alonso (beide Spanien) weitergegeben haben soll. In einer Email fragte de la Rosa Coughlan explizit nach Informationen über die Gewichtsverteilung beim Ferrari: "Das wäre sehr wichtig für uns, damit wir das im Simulator erproben können. Danke im Voraus."

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"Zu einem gewissen Grad ein sportlicher Vorteil"
Die FIA lieferte allerdings keine eindeutigen Beweise, dass McLaren-Mercedes sich wirklich einen sportlichen oder technischen Vorteil verschafft hat. "Die Hinweise lassen darauf schließen, dass zu einem gewissen Grad ein sportlicher Vorteil vorlag, auch wenn es für immer unmöglich sein dürfte, diesen in konkreten Größen zu belegen", heißt es in dem Schreiben. Ansonsten ist die meist gebrauchte Formulierung der FIA in dem Urteil: "Es scheint unwahrscheinlich, dass nicht ..."

Fahrerwertung
Teamwertung

Berufung gilt als wahrscheinlich
McLaren-Mercedes hat das Recht, gegen die FIA-Entscheidung in Berufung zu gehen. Sollten die Silberpfeile davon Gebrauch machen, würde das Urteil aber bis zur Verhandlung nicht außer Kraft setzen. Motorsportchef Norbert Haug äußerte sich bereits kritisch über die Rekordstrafe. "Die Summe ist astronomisch hoch und auch nicht von uns einzusehen", sagte er in Spa-Francorchamps. Haug betonte, dass ein Ausstieg aus der Formel 1 zu "keiner Sekunde ein Thema" sei. Eine Berufung werde man prüfen. "Sie gilt als wahrscheinlich", sagte Haug. McLaren-Teamchef Ron Dennis ergänzte, dass sich sein Team mit der Entscheidung Zeit lassen wolle. "Wir haben nun sieben Tage Zeit, um Berufung einzulegen und wir werden gewissenhaft unsere Position prüfen, wenn wir erst einmal die Position der FIA voll verstanden haben."

Dennis hat FIA informiert
Zudem erklärte Dennis, dass er den Automobil-Weltverband FIA selbst über die sein Team in der Spionage-Affäre belastenden neuen Beweise informiert habe. Nachdem er am 5. August - am Morgen vor dem Großen Preis von Ungarn - davon erfahren habe, habe er "unverzüglich die FIA angerufen, um sie zu informieren."

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