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McLaren-Mercedes  

Wurde Ron Dennis von Fernando Alonso erpresst?

15.09.2007, 13:11 Uhr | Motorsport-Total.com, t-online.de

Fernando Alonso (li.) und Ron Dennis (Foto: imago)Fernando Alonso (li.) und Ron Dennis (Foto: imago) Fernando Alonso präsentiert sich am Rande des Großen Preises von Belgien in guter Laune, obwohl er eigentlich allen Grund dazu hätte, dieser Tage eine etwas längere Miene zu ziehen. Sein Arbeitgeber McLaren-Mercedes wurde vom Automobilweltverband FIA in der "Spionage-Affäre" hart bestraft. Der amtierende Weltmeister ist in den Vorfall verwickelt, schließlich hat er mit seinem Landsmann und Testfahrer Pedro de la Rosa über Ferrari-Informationen, von denen er wusste, dass sie vom damaligen Ferrari-Mitarbeiter Nigel Stepney stammten, per E-Mail kommuniziert. Eigentlich hätten beim Rennfahrer aus Oviedo alle Alarmglocken läuten müssen - das haben sie vielleicht auch getan, doch Alonso hat diese womöglich bewusst überhört.

Live-Ticker Das Qualifying in Spa-Francorchamps

Urteilsbegründung Besitz der Daten reicht aus
Schlag für McLaren FIA bestraft ungewohnt hart

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Rectangle Formel 1

Blockade-Aktion der Auslöser
McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis hat mittlerweile zugegeben, dass er es war, der im Rahmen des Großen Preises von Ungarn - als das Team angesichts der Blockade-Aktion von Fernando Alonso ebenfalls bestraft wurde - Meldung an den Automobilweltverband FIA gemacht und von der neuen Beweislage berichtet hat. Nachdem ihn Lewis Hamilton in der Qualifikation nicht wie vereinbart vorbei ließ, soll Alonso zu Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gegangen sein, um ihm mitzuteilen, dass er McLaren-Mercedes trotz eines Vertrags bis 2009 verlassen möchte. Diesbezüglich habe er ihn laut Gerüchten im Fahrerlager um Hilfe gebeten.

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Alonso bat um Vertragsauflösung
Am Morgen danach soll Alonso Dennis mitgeteilt haben, dass er es leid sei, in seinem Team nicht den Status des Nummer-1-Piloten genießen zu dürfen, den er seiner Meinung nach als zweimaliger Weltmeister verdient hätte. Aus diesem Grund soll er angefragt haben, nach nur einer Saison aus seinem Vertrag befreit zu werden. Angeblich soll er Dennis unter Druck gesetzt haben, indem er ihm erklärte, dass er sensible Details der "Spionage-Affäre" an die FIA übergeben würde. Daraufhin soll Dennis gehandelt und FIA-Präsident Max Mosley über die ihm vorliegenden Informationen in Kenntnis gesetzt haben.

Dennis übergab Beweise an die FIA
"Ich möchte betonen, dass ich die FIA sofort anrief, um sie informiert zu halten, als mir bewusst wurde, dass neue Beweise existieren könnten, was ich am Morgen des Großen Preises von Ungarn tat", erklärte Dennis in Belgien. Dabei soll es sich unter anderem um die E-Mails gehandelt haben, die zwischen Alonso und Testfahrer Pedro de la Rosa ausgetauscht wurden. Diese neuen Beweise führten schlussendlich zur Rekordstrafe von 100 Millionen US-Dollar sowie der Aberkennung aller WM-Punkte der Konstrukteurswertung 2007.

Fahrerwertung
Teamwertung

Straffreiheit für die Piloten
Alonso wurde von der FIA wie alle drei McLaren-Mercedes-Piloten angeschrieben, alle Beweise in der Spionage-Affäre an den Automobilweltverband zu übergeben, was er auch tat. Gleichzeitig wurde den Piloten Straffreiheit zugestanden, obwohl sie maßgeblich - mit Ausnahme von Lewis Hamilton - in die Affäre verwickelt waren. Pikanterweise hat Alonso erklärt, dass ihm die Fahrer-Weltmeisterschaft wichtiger ist als die Team-Wertung - so denkt vermutlich jeder Rennfahrer, aber angesichts einer solchen Situation sollte man eine Äußerung wie diese als Teamplayer nicht von sich geben.

Verweigerter Handschlag in Istanbul
Es ist kein Wunder, dass zwischen Alonso und seinem Chef Ron Dennis eine für die breite Öffentlichkeit sichtbare Eiszeit herrscht. Alonso hatte Dennis nach dem Rennen in Istanbul im Parc Fermé den Handschlag verweigert, woraufhin Dennis am Donnerstag in Paris erstmals öffentlich zugeben musste, dass das Verhältnis zu seinem Starfahrer "distanziert" sei. Ebenso wenig verwunderlich ist, dass erneut Gerüchte auftauchen, wonach Alonso das Team Ende des Jahres definitiv verlassen wird.

Manager dementiert Wechsel-Gerüchte
Luis Garcia-Abad, Manager von Fernando Alonso, hat am Freitag allen Gerüchten zum Trotz erklärt, dass sein Schützling bei McLaren-Mercedes bleiben wird: "Wir haben eine Vereinbarung. Wir verhandeln mit niemandem und es ist unser Plan, hier weiterzumachen", erklärte er gegenüber "BBC Sport". Alonso hat zuletzt mehrfach öffentlich nicht bestätigen wollen, dass er auch kommendes Jahr für die Silberpfeile fahren wird, lediglich, dass er auch 2008 in der Formel 1 an den Start gehen werde. Auf die Frage, ob Alonso glücklich sei, seinen dreijährigen Vertrag mit dem Team zu erfüllen, erklärte Garcia-Abad: "Das muss er tun" - ohne zu dementieren, dass Alonso im Team unglücklich ist.

"Das ist nicht wahr und es ist nicht möglich"
Auch die angebliche Erpressung Alonsos gegenüber seines Teamchefs dementiert der Manager des Spaniers: "Das ist nicht wahr und es ist nicht möglich. Die Fakten besagen, dass es nicht wahr ist, denn es passierte auf eine andere Art und Weise." Über diese "andere Art und Weise" lässt Garcia die Öffentlichkeit jedoch im Dunkeln tappen...

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