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Formel 1 - Fundgrube: Schumacher bricht 2000 in Suzuka den Bann

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Fundgrube  

In Suzuka bricht Schumacher den Bann

19.11.2007, 14:06 Uhr | Jörg Hausmann

Michael Schumacher (Foto: dpa)Michael Schumacher (Foto: dpa)Als Michael Schumacher am 8. Oktober 2000 nach der Zieldurchfahrt in Suzuka sein Lenkrad mit Schlägen malträtierte, war das Ausdruck seiner unbändigen Freude. Endlich, nach der fünften gemeinsamen Saison, waren er und Ferrari am Ziel: Weltmeister. Für den früheren Benetton-Piloten erfüllte sich der Traum vom dritten Titelgewinn, für die Scuderia aus Maranello der vom zehnten. Darauf hatte der traditionsreichste Rennstall der Formel 1 zehrende 21 Jahre gewartet.

Schumacher bricht den Bann

Heerscharen von exzellenten Fahrern und mehr oder minder begabten Kommandeuren in der Box hatten sich seit Jody Scheckters WM-Saison 1979 um die Wiederholung dieses Kunststücks bemüht. Vergeblich - bis zu Michael Schumacher. Er wurde nach Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio, Mike Hawthorn, Phil Hill, John Surtees, Niki Lauda und eben Scheckter Ferraris achter Fahrer-Weltmeister.

Der Doppel-Weltmeister sucht die neue Herausforderung

Im Alter von 26 Jahren hatte sich der zweimalige Champion entschlossen, die rote Herausforderung anzunehmen, Ferrari wieder dorthin zu führen, wo die Edelmarke vom eigenen Selbstverständnis und den Erwartungen der Fans her hingehört: an die Spitze. Die hielten zu diesem Zeitpunkt, 1995, Schumacher und Benetton, und auf den ersten Blick erschloss sich nicht jedem Beobachter des spektakulären Transfers, weshalb der Titelverteidiger sein warmes Nest und die Behaglichkeit des Platzes an der Sonne aufgab. Aber der Anziehungskraft Ferraris widerstanden noch die Wenigsten.

Ferrari und Benetton im Fahrertausch

Schumacher begann umgehend damit, den eingeschlafenen Riesen zu wecken. Während sein altes Team Benetton ihn und den Engländer Johnny Herbert mit dem vorherigen Ferrari-Duo Gerhard Berger und Jean Alesi ersetzte und erfolglos versuchte, seinen Status zu verteidigen, wusste Schumi, wen er brauchte, um möglichst rasch die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Erfolgs-Mannschaft schnell beisammen

Mit dem Technischen Direktor Ross Brawn und dem Chefdesigner Rory Byrne lockte Ferraris neue Nummer eins die maßgebenden Köpfe Benettons in seine neue Bleibe. Das Erfolgs-Quintett stand: Schon da gewesen waren Ferrari-Präsident Luca die Montezemolo und Rennleiter Jean Todt.

McLaren neuer Hauptwidersacher

Bereits im ersten Jahr platzierte sich Schumi in der Gesamtwertung vor den beiden Benettons. Auch bei den Konstrukteuren sprang Ferrari von Platz drei auf zwei und gab Benetton das Nachsehen. Nicht seine alte Mannschaft, sondern McLaren musste Schumacher aus dem Weg räumen, um diesen zum WM-Titel frei zu machen. 

1999 stoppt Schumacher ein Beinbruch

Zum Saisonende 1999 stellte Ferrari zumindest wieder die stärkste Fahrer-Kombination des Circuits, erstmals seit 1983. Schumachers "Co" Eddie Irvine verpasste nur um zwei WM-Zähler den Fahrertitel, weil er im Finish gegen den erfolgreichen Titelverteidiger Mika Häkkinen nicht die Nerven seines Team-Kollegen besaß. Hätte der nicht wegen eines schmerzhaften Beinbruchs aus dem Grand Prix von England in Silverstone sechs WM-Läufe versäumt, hätte es die Jubelszenen des Jahres 2000 schon zwölf Monate zuvor gegeben. 32 Punkte fehlten Schumi 1999 auf Häkkinen.

Tolle erste Saisonhälfte

Mit zwei Pole Positions und zwei zweiten Plätzen nach seiner Rückkehr ins Cockpit zum Saisonschluss hatte der Ausnahmekönner seine wiederhergestellte Leistungsfähigkeit belegt. Zum Auftakt des Rennjahres 2000 ließ der Sportwagen-Weltmeister des Jahres 1990 drei Siege in Reihe folgen. Nach acht von 17 Runden, dem Rennen im kanadischen Montréal, lag Schumacher bequeme 32 Punkte vor David Coulthard und 34 vor dessen Silberpfeil-Kumpanen Mika Häkkinen. 

In Budapest wendet sich das Blatt

Plötzlich aber punktete Schumacher nicht mehr, fiel zwei Mal schon durch Startunfälle aus. Die Reifen wurden als noralgischer Punkt ausgemacht. Nach dem zwölften Lauf im ungarischen Budapest hatte Häkkinen mit zwei Zählern (64 zu 62) die WM-Führung übernommen.

Druck ausgehalten

Doch Schumacher hielt dem unmenschlichen Druck stand und war nach seinem siebten Saison-Erfolg, der Rückkehr der Formel 1 auf das legendäre Oval von Indianapolis, zurück auf Titelkurs. Mit seiner bis dahin glanzvollsten Vorstellung trotzte der damals 31-Jährige dann dem Nieselregen von Suzuka und fuhr in seinem 143. GP-Rennen seinen 43. Sieg und seinen dritten Titel ein. "Bei wechselnden Bedingungen ist Michael eine Klasse für sich", lobte ihn sein prominenter Ferrari-Vorgänger Jody Scheckter. "Denken Sie nur daran, wie Schumacher mit seinen Fäusten auf das Lenkrad geschlagen hat. Mein Gott, muss er unter Druck gestanden haben", ergänzte der Südafrikaner im "Formel-1-Extra" der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport".

Beginn einer beispiellosen Titelsammlung

Als Sahnehäubchen packte der frischgekürte Champion zwei Wochen später beim Finale im malaysischen Sepang noch den neunten Saisonsieg obendrauf. Nach der Zahl der WM-Punkte rangierte nunmehr nur noch sein Ferrari-Vorgänger und Benetton-Nachfolger Jean Alesi vor Schumi. Auch das blieb nicht so, da in den folgenden vier Jahren der Weltmeister nur noch Michael Schumacher heißen sollte.

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