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Mika Häkkinens 20. und letzter Grand-Prix-Sieg 

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Mika Häkkinens 20. und letzter Grand-Prix-Sieg 

22.10.2007, 17:09 Uhr

Hätte es die Geistesgegenwart der australischen Streckenposten und eine rasche medizinische Versorgung am 10. November 1995 in Melbourne nicht gegeben, Mika Häkkinen hätte seinen Namen nie in die Grand-Prix-Siegerlisten eingetragen. Am 30. September 2001 tat es der selten redselige Finne beim US-Lauf in Indianapolis zum 20. und letzen Mal – zwei Tage nach seinem 31. Geburtstag und fast genau sechs Jahre nach seinem Schädelbasisbruch. 

Ungebremst in die Mauer
Ungebremst war der damals 27-Jährige McLaren-Pilot auf Grund eines Schadens am Hinterreifen in eine ungeschützte Mauer gerast. An einen Start beim abschließenden Rennen seiner fünften Formel-1-Saison war nicht zu denken. Der Rennstall sah zwar keinen Grund, Häkkinens damaligen Teamkollegen Mark Blundell nicht starten zu lassen, bangte aber um seinen Senna-Nachfolger.

Andretti macht den Weg frei
Häkkinens Durchbruch war der portugiesische Grand Prix von Estoril am 26. September 1993. Der Finne – 1991 und 1992 im Lotus unterwegs - hatte geduldig auf seine Chance gewartet, die sich bot, als der insgesamt enttäuschende Indy-Car-Champion Michael Andretti vor dem drittletzten Rennen der Saison sein McLaren-Cockpit verließ. Häkkinen qualifizierte sich als Dritter einen Platz vor der Legende Ayrton Senna. Beide fielen zwar aus, Häkkinen aber lag in der ominösen 32. Runde noch immer auf Position drei.

Senna geht, Häkkinen kommt
Beim folgenden Rennen im japanischen Suzuka qualifizierte sich der Skandinavier wieder als Dritter, als der er nunmehr auch über die Ziellinie fuhr. Auf Grund Sennas Wechsel zu Williams ging Häkkinen als Nummer eins in seine dritte komplette Spielzeit in der Formel 1. Hinter Michael Schumacher, der seinen ersten WM-Titel einfuhr, Damon Hill und Gerhard Berger landete Häkkinen auf Rang vier der Gesamtwertung.

1997 endlich der erste Sieg
Auf seinen ersten Sieg wartete der spätere Tourenwagen-Pilot bis zum Saisonende 1997. Im spanischen Jerez de la Frontera platzierte sich das Silberpfeil-Duo Häkkinen/Coulthard vor dem bereits feststehenden Weltmeister Jacques Villeneuve. Spätestens, als Häkkinen das Jahr 1998 mit Siegen in Australien und Brasilien eröffnete, war ihm die „Wiedergeburt“ vollends gelungen.

Zwei Titel vor Schumi
Häkkinen hatte sich zum großen Widersacher Michael Schumachers gemausert. Frühere Antipoden und Champions wie Damon Hill und Jacques Villeneuve hielten nicht mehr mit. 1998 und 1999 setzte sich Häkkinen vor Schumacher die WM-Krone auf. Zwei Rennen aber hatte der talentierte Finne mit den Rennsport-Initialen „MPH“ (Mika Pauli Häkkinen) bis zu seiner letzten Saison nicht gewonnen: im britischen Silverstone und im US-Mekka Indianapolis. Dies holte der britische F3-Sieger des Jahres 1990 nach.

Das Brüderpaar überflügelt
Seit Budapest, dem 13. von 17 WM-Läufen, stand Michael Schumachers erfolgreiche Titelverteidigung fest. Zu Mika Häkkinens vorletztem Auftritt in der Formel 1 führten die Schumacher-Brüder zum fünften Mal in der Saison 2001 die Startaufstellung an. Ralf schaffte nur 37 Runden, Michael nur Platz zwei. Denn der „Flying Finn“ besaß die siegbringende Renntaktik, länger als die Konkurrenten auf der Strecke zu bleiben, also mehr Sprit mit in die Startaufstellung (Platz vier) genommen zu haben. 

Alesis Jubiläums-Geschenk
Häkkinens Team-Gefährte David Coulthard holte den letzten Podiumsplatz, mit Sauber-Mann Nick Heidfeld fuhr auch ein zweiter Deutscher als Fünfter in die WM-Punkte. Der französische Routinier Jean Alesi – inzwischen beim Schumacher-Heimstall Jordan gelandet – freute sich über einen Punkt in seinem 200. Lauf.

11. September noch ganz frisch
Keine drei Wochen nach den verheerenden Terror-Anschlägen in New York und Washington waren die befürchteten Zwischenfälle rund um den US-GP ausgeblieben. Nichts trübte die sonnige Stimmung – vor allem im McLaren-Motorhome. 

Mit Rang vier abgetreten
Mit Platz vier im japanischen Suzuka beschloss Mika Häkkinen am 14. Oktober 2001 seine Karriere nach zwei Titeln, 161 Läufen und 20 Triumphen. Damals stand noch nicht endgültig fest, dass der Finne nie wieder ein Formel-1-Auto bewegen würde. Inzwischen erscheint es zumindest höchst unwahrscheinlich, dass der 36-Jährige nochmals aus dem Mercedes-Tourenwagen in die bekannteste Rennsportserie der Welt zurückkehrt.

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