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Fußball - FC Bayern München: Hoeneß sind die "Sicherungen durchgebrannt"

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FC Bayern München  

Hoeneß sind die "Sicherungen durchgebrannt"

15.11.2007, 14:21 Uhr | dpa, sid

Emotional: Uli Hoeneß (Foto: imago)Emotional: Uli Hoeneß (Foto: imago)Nach seiner deftigen Wutrede auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München hat Manager Uli Hoeneß seine Kritik grundsätzlich aufrechterhalten. "Natürlich stehe ich dazu. Ich bin der Meinung, dass wir diese Vorwürfe nicht verdient haben", sagte der Manager des deutschen Rekordmeisters dem "Münchner Merkur". Allerdings räumte Hoeneß ein, bei seiner Wutrede überzogen auf die Fan-Kritik reagiert zu haben. "Ich bin ein sehr emotionaler Mensch, und bei mir sind die Sicherungen durchgebrannt", sagte er.



Versöhnliche Töne

Auf der Jahreshauptversammlung hatte Hoeneß für einen Eklat gesorgt, als er Unmutsäußerungen einzelner Fan-Gruppen über die schlechte Stimmung in der Allianz Arena als "populistischen Scheiß" abkanzelte. "Die Scheißstimmung, für die seid ihr doch zuständig und nicht wir. Es kann nicht sein, dass wir uns jahrelang den Arsch aufreißen und dann so kritisiert werden. Was glaubt ihr denn, wer ihr seid?", grantelte der Manager. Nach einer Welle der Empörung wählte der Vorstand nun versöhnlichere Töne und regte ein Treffen mit den Fan-Gruppen an.

Keine Entschuldigung

"Meine Lautstärke war sicher emotional und übertrieben", räumte Hoeneß in der "Bild"-Zeitung ein. Allerdings habe er nicht das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen. "Das kann ich so nicht sagen. Ich würde sicher morgen nicht wieder so emotional reagieren. Aber wenn man mal loslegt, passiert das eben", sagte er der "Abendzeitung". Grundsätzlich erwarte er aber, dass sich die Lage beim FC Bayern normalisiert. "Ich gehe davon aus, dass sich diese Dinge wieder beruhigen werden."



Persönlich getroffen

Er habe sich durch die Einlassungen dieser Fans persönlich und zu Unrecht angegriffen gefühlt, sagte er. "Ich maße mir an zu behaupten, dass ich allzeit bereit bin, mich mit Fans auseinanderzusetzen und mich um alle ihre Belange zu kümmern. Deswegen habe ich diese Vorwürfe für völlig unbegründet betrachtet." Er habe die Anhänger auch noch nie als Kundschaft gesehen, ergänzte Hoeneß und betonte in der "tz", dass er ja auch "nicht gegen alle Fans gewettert" habe, sondern vielmehr einzelne Gruppierungen habe treffen wollen, die trotz gemeinsamer konstruktiver Gespräche in der Vergangenheit nun wieder öffentlich Kritik geäußert hätten: "Es sind immer die Gleichen, die permanent kritisieren, immer nur nehmen und nicht geben."



Rummenigge hat "überhaupt keine Ahnung"

Unterdessen haben die Fan-Vertreter ihre Kritik noch einmal untermauert. "Die Stimmung ist beschissen, Note 6, ein totales Trauerspiel", beschrieb Felix Redetzki vom Fanclub "Red Sharks" in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Atmosphäre in der Allianz Arena. "Ich kenne viele Münchner, die gar nicht mehr hingehen." Zwar sei der Wutausbruch von Hoeneß "schwer verdaulich" gewesen, dennoch nahm der Fanclub-Vorsitzende den Manager in Schutz. "Uli Hoeneß beschäftigt sich zumindest damit. Ich glaube schon, dass er weiß, dass da zur Zeit etwas schief läuft. Aber jemand wie Karl-Heinz Rummenigge, der noch nie in der Südkurve war, hat doch von der Fanszene überhaupt keine Ahnung."

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