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Fußball - EN-Qualifikation: Lehmann gegen Zypern vor seinem 50. Länderspiel

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Nationalmannschaft - EM-Qualifikation gegen Zypern  

Überrascht, zum 50. Mal zu spielen

16.11.2007, 16:06 Uhr | t-online.de

Jens Lehmann (Foto: dpa)Jens Lehmann (Foto: dpa)Wie die Zeit vergeht: Fast zehn Jahre nach seinem Debüt in Maskat gegen den Oman hütet Jens Lehmann in Hannover gegen Zypern (morgen ab 19.45 Uhr im onSport Live-Ticker) im Rahmen der EM-Qualifikation zum 50. Mal den Kasten der deutschen Nationalmannschaft. "Es überrascht mich selbst ein bisschen", gab der 38-Jährige im Rahmen der abschließenden Pressekonferenz zu, "jetzt die Möglichkeit zu haben, zum 50. Mal zu spielen. Damit hatte ich selbst nicht gerechnet." Immerhin musste sich der Westfale in Diensten Arsenal Londons geraume Zeit hinter Oliver Kahn anstellen. Das ist vorbei, doch das Reservistendasein quält den früheren Schalker in der englischen Hauptstadt seit Wochen neuerlich. Er freut sich, wenigstens das Trainerteam des DFB unverbrüchlich hinter sich zu wissen.

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Wengers Ansicht deckt sich nicht mit der des DFB

Bundestrainer Joachim Löw und Torwartcoach Andreas Köpke suchten bereits den Kontakt zu Arséne Wenger. Für sie steht außer Frage, dass ihre Nummer eins sich beim Tabellenführer der englischen Premier League wieder am Spanier Manuel Almunia vorbeiarbeiten wird. "Ich würde Jens vorziehen und bei Arsenal spielen lassen", brach Köpke, 1996 in England der Europameisterkeeper des DFB, einmal mehr eine Lanze für seinen Ex-Kollegen. "Ich denke, dass er über kurz oder lang auch wieder spielt, weil er der bessere Torwart ist." Allerdings habe Wenger "bei den Personalien seine eigenen Vorstellungen". Und die weichen seit einiger Zeit ab von den deutschen Ansichten.



Qualität längst nachgewiesen

"Ich wäre gern in der Gedankenwelt meines Trainers", so Lehmann. "Man kann das ganze Thema auf eine Frage begrenzen. Ist der andere Torwart besser als ich? Wenn nicht, warum spiele ich dann nicht? Ich habe gezeigt, dass man mit mir Spiele und Titel gewinnen kann. Selbst wenn er gleich gut ist, müsste eigentlich ich spielen." Ende Oktober hatte Lehmann in einem viel beachteten "Premiere"-Interview bereits an der psychischen Stabilität Almunias gezweifelt. Doch Lehmann ist es, der inzwischen 16 Mal nacheinander nicht zum Zug kam. Nur zwei Mal vertraute Wenger seit Saisonbeginn seinem früheren Stammkeeper in einer Meisterschaftsbegegnung.

Abwarten bis Januar

"Es ist gut gemeint", begrüßte Lehmann den regelmäßigen Kontakt zwischen DFB und Wenger, "und fast eine Pflicht des Bundestrainers, sich nach der Situation zu erkundigen." Spätestens im Januar muss Lehmanns Zukunft absehbar und geklärt sein, um die EM-Chancen des Routiniers nicht zu gefährden. "Wir werden uns dann zusammensetzen, um die bestmögliche Entscheidung für den Jens zu finden", fügte Köpke an. Bis dahin geht der 45-Jährige nicht von einem Eingreifen Lehmanns Heimatverbands aus: "Man muss die Situation abwarten, alles andere sind Spekulationen."

Zweite Liga?

Gerade, was den künftigen Arbeitgeber Lehmanns angeht. Mit dem offen geäußerten Gedanken, demnächst womöglich auch in die Zweitklassigkeit abzusteigen, um zur nötigen Spielpraxis zu kommen, hatte der UEFA-Pokalsieger von 1997 zuletzt leichte Irritation gestiftet. Köpke kann sich nicht vorstellen, dass für Lehmann Angebote von erstklassigen, von Top-Klubs ausbleiben würden, so ihn Wenger tatsächlich in die Resignation treibt.

Anfragen liegen vor

Die Bestätigung des Betroffenen folgte prompt: "Es gibt konkrete Angebote. Es hat auch einige Anrufe gegeben. Es kann aber auch sein, dass ich die ganze Zeit bei Arsenal bleibe, denn ich habe auch eine Verantwortung meiner Familie gegenüber", gewährte Lehmann Einblicke in seine Gedankenwelt. "Und wenn ich in der Vorbereitung auf die EM noch drei, vier Spiele mache, dann komme ich insgesamt auch auf 20 Spiele. Das ist keine schlechte Zahl."

Topfitter Zustand

"Jens braucht Spielpraxis." Genau deshalb sei es für das Trainerteam um Löw nie ein Thema gewesen, für die Partien gegen Zypern und Wales (am 21. November ab 19.45 Uhr im onSport Live-Ticker) einen Wechsel zwischen den Pfosten vorzunehmen. "Jens kommt ausgeruht und topfit zu uns. Er ist gut drauf." Intern werde die Torhüterdiskussion "nicht so hitzig" geführt. "Wir haben da die Ruhe weg, lassen uns nicht beirren", gab Köpke unmissverständlich zu Protokoll. "Wir haben unsere ganz klare Marschrichtung, die werden wir auch weiter verfolgen."

Lehmann hat noch leicht die Nase vorn

Heißt: Jens Lehmann ist - nicht zuletzt wegen seiner beachtlichen WM-Leistungen - nach wie vor der erste Kandidat auf die Stammposition während der anstehenden EM-Endrunde. Aber: "Die Tür ist ja nicht zu", lobte Köpke ausdrücklich die Stellvertreter Timo Hildebrand und Robert Enke. Der Hannoveraner ("Den kann nichts mehr erschüttern") wird in seiner heimischen AWD-Arena gegen Zypern den Platz auf der Bank erhalten. "Wir werden im nächsten Jahr analysieren und dann die schwere Entscheidung treffen, wer bei der EM im Tor steht", verriet Köpke keinerlei Geheimnis. Und auch die Nachwuchsleute Manuel Neuer, (FC Schalke 04), René Adler (Bayer 04 Leverkusen) und Michael Rensing (FC Bayern München) bleiben in der Verlosung. Köpke verlieh seinem Verständnis darüber Ausdruck, dass jeder Vereinstrainer natürlich gerne seinen eigenen Mann ím Kasten sähe. 90 Minuten lang kann es aber jeweils nur einen geben.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Deutschland: 1 Lehmann/FC Arsenal (38 Jahre/49 Länderspiele) - 3 Arne Friedrich/Hertha BSC Berlin (28/54), 21 Metzelder/Real Madrid (27/37), 17 Per Mertesacker/Werder Bremen (23/37), 16 Lahm/Bayern München (24/35) - Hilbert/VfB Stuttgart (23/5) oder 27 Fritz/Werder Bremen (26/9), Borowski/Werder Bremen (27/29), Hitzlsperger/VfB Stuttgart (25/28), 28 Trochowski/Hamburger SV (23/9) - 11 Klose/Bayern München (29/70), Gomez/VfB Stuttgart (22/5) oder Podolski/Bayern München (22/42)

Zypern: 22 Georgallidis/Omonia Nikosia (25/17) - 2 Theodotou/Omonia Nikosia (33/70), 6 Okkaridis/Apollon Limassol (30/27), 31 Christou/AEK Lanarka (23/7), 3 Charalambous/PAOK Saloniki (27/29) - 13 Michail/Apoel Nikosia (30/46), 17 Satsias/Apoel Nikosia (29/39), 34 Nikolaou/Panionios Athen (24/5), 7 Aloneftis/Energie Cottbus (24/24) - 9 Okkas/Celta de Vigo (30/82), 11 Constantinou/Olympiakos Piräus (29/57)

Schiedsrichter: Rasmussen (Dänemark)

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