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Buschschulte schwimmt Europarekord

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Schwimmen  

Buschschulte schwimmt Europarekord

10.02.2010, 07:21 Uhr | dpa

Antje Buschschulte (Quelle: dpa)Antje Buschschulte (Quelle: dpa) Beim Berliner Weltrekord-Festival ist Antje Buschschulte in 26,94 Sekunden als Siegerin über 50 Meter Rücken sensationell zum Europarekord geschwommen. Der Schwede Stefan Nystrand markierte in 45,83 Sekunden zum Weltcup-Auftakt über 100 Meter Freistil ebenso einen Weltrekord wie die Niederländerin Marleen Veldhuis in 23,58 Sekunden über 50 Meter Freistil. Frankreichs Superstar Laure Manaudou setzte in 1:53,48 Minuten über 200 Meter Freistil eine kontinentale Bestmarke.


Buschschulte gewinnt auch die 200 Meter Rücken


Paul Biedermann schraubte die deutsche Bestzeit über 400 Meter Freistil auf 3:38,22 Minuten und musste sich nur dem Südkoreaner Tae-Hwan Park (3:36,68) geschlagen geben. "Ein Rekord war nicht geplant", stellte er fest. Benjamin Madeja stellte als Fünfter über 200 Meter Brust in 2:10,15 Minuten den deutschen Rekord von Timo Lorenz ein. 1500 US-Dollar Prämie sicherte sich neben Doppel-Siegerin Buschschulte, die in 2:05,92 Minuten auch die 200 Meter Rücken gewann, auch Sarah Poewe über 100 Meter Brust.



Janine Pietsch nur Zweite

"Was, 50 Meter Rücken? Europarekord? Ich? Das kann ja gar nicht sein", sagte Antje Buschschulte nach ihrem Coup. "Irgendwie komisch und ganz seltsam, was ich hier abgeliefert habe. Normal sind die 50 Meter gar nicht meine Spezialstrecke. Es liegt vielleicht daran, dass ich ausgeruht bin und meine Saison an diesem Wochenende endet." Am Montag wird sie sich einer Schulteroperation unterziehen. "Vor Olympia ist das die letzte Möglichkeit", sagte sie. Die bisherige Rekordhalterin Janine Pietsch wurde in 26,98 Sekunden Zweite, blieb damit aber ebenfalls unter ihrer alten Bestmarke.

"Ich wusste, dass ich den Weltrekord drauf hatte"

Nystrand schwamm zwar Weltrekord mit Ansage, war am Ende aber doch überrascht. "Ich wusste, dass ich den Weltrekord drauf hatte, aber nicht diese Zeit", sagte der 26-Jährige nach einem unglaublich schnellen Rennen über 100 Meter Freistil. Dem Südafrikaner Roland Schoeman, der zusammen mit dem US-Amerikaner Ian Crocker in 46,25 Sekunden die alte Bestmarke hielt, blieb in 47,20 Sekunden hinter dem Australier Eamon Sullivan (47,08) nur Platz drei. Der Brasilianer Thiago Pereira verpasste in 4:00,63 Minuten den Weltrekord des Ungarn Laszlo Cseh (4:00,37) nur knapp.

Duell mit Britta Steffen

Marleen Veldhuis setzte sich über 50 Meter Freistil überraschend vor der favorisierten 40 Jahre alten US-Amerikanerin Dara Torres (23,82) und der bisherigen Rekordhalterin Therese Alshammar aus Schweden (24,05) durch. Die Niederländerin war selbst überrascht: "Das kann ich noch gar nicht glauben. Aber im Vorlauf hat mich Dara Torres doch ein wenig geschockt. Da wollte ich gegenhalten." Über 100 Meter Freistil steht noch das Duell mit der Berliner Weltrekordlerin Britta Steffen an.

Europarekord für Manaudou

"Das habe ich zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich nicht für möglich gehalten", sagte Laure Manaudou nach ihrem Europarekord über 200 Meter Freistil. Meike Freitag aus Frankfurt/Main blieb in 1:56,27 Minuten nur Rang vier. Laure Manaudou gewann in 2:09,27 Minuten zudem die 200 Meter Lagen.

Sarah Poewe beendet Durststrecke

"So knapp über meiner Bestzeit und dann noch gewonnen, das ist riesig", sagte Sarah Poewe nach starken 1:06,14 Minuten über 100 Meter Brust. Nach einer langen Durststrecke konnte sie endlich wieder einen Sieg feiern. Die Dortmunderin Sonja Schoeber wurde in 1:06,32 Minuten Dritte.

Bal steht bereits als Gesamtsieger fest

Europarekordhalter Thomas Rupprath musste sich über 100 Meter Rücken in 51,54 Sekunden nur dem US-Amerikaner Randall Bal (50,66) geschlagen geben. "Ich wusste, dass es sehr schwer werden wird", sagte Rupprath. Über 50 Meter Schmetterling wurde er in 23,22 Sekunden ebenfalls Zweiter. Bal steht bei den Männern schon vor dem Weltcup-Finale im brasilianischen Belo Horizonte als Gesamtsieger fest. 100.000 Dollar kassiert er dafür.

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