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Fußball - EM-Qualifikation: Podolski empfiehlt sich gegen Zypern für Rolle im Mittelfeld

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Nationalmannschaft  

Neue Paraderolle für Podolski?

17.11.2007, 13:54 Uhr | t-online.de

Aus Hannover berichtet Patrick Brandenburg

Lukas Podolski (Foto: dpa)Lukas Podolski (Foto: dpa) Lukas Podolski ist ein Wohlfühlkicker, das hat er immer wieder bewiesen. Als unumstrittener Publikumsliebling beim 1. FC Köln sowie im behaglichen Milieu der deutschen Nationalmannschaft war und ist der Stürmer zu Leistungen fähig, die über das Niveau bei seinem aktuellen Klub, dem FC Bayern, hinausgehen. Vor gut zwei Monaten hat er das zuletzt demonstriert, als er sich mit einem Tor im Freundschaftsspiel gegen Rumänien Selbstvertrauen auch für die Bundesliga holte. Nun ist es ihm wieder gelungen. Mit einer Gala im EM-Qualifikationsspiel hat er den positiven Trend der vergangenen Wochen eindrucksvoll untermauert. Und doch ist diesmal etwas grundlegend anders, denn der Stürmer glänzte beim 4:0-Sieg über Zypern als Mittelfeldspieler mit Migrationshintergrund. Bahnt sich da etwa eine neue Paraderolle für Podolski an? Indizien dafür sind durchaus vorhanden.

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"In den entscheidenden Szenen die Übersicht bewahrt"

Ein Tor selbst erzielt und an allen drei anderen beteiligt - klar, dass der Matchwinner von Bundestrainer Joachim Löw ein Extralob für seine Interpretation im linken offensiven Mittelfeld bekam: "Lukas hat heute wirklich klasse gespielt. Wie er immer wieder Tempo aufgenommen hat und dann in den entscheidenden Szenen noch die Übersicht bewahrt hat. Ich habe mich sehr gefreut über sein Tor." Die Mitspieler des 22-Jährigen haben das wohl ähnlich gesehen. Denn nicht nur bei seinem 3:0 acht Minuten nach dem Seitenwechsel, auch schon beim Jubel über den Blitztreffer von Clemens Fritz (2.) und später über das vierte Tor durch Thomas Hitzlsperger (82.) standen nicht etwa die Torschützen im Mittelpunkt der Gratulationen, sondern der famose Vorbereiter.

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Matthäus überholt

Mit seiner Art und Weise war Podolski an diesem Abend im früheren Niedersachsenstadion sicherlich stilbildend. Immer, wenn sich der Youngster in die Offensive einschaltete, Bälle aus dem Mittelfeld nach vorne trug und seine Nebenleute aus vollem Lauf geschickt einsetzte, wurde es gefährlich für Außenseiter Zypern, der erst in die Partie fand, als sie schon gelaufen war. "Lukas‘ Qualitäten kamen beim Tempospiel ganz besonders zum Tragen", urteilte der Bundestrainer. Länderspieltreffer Nummer 24 im 43. Spiel war der verdiente Lohn für den besten Youngster der WM 2006. Mit seiner sensationellen Torquote hat der 22-Jährige nun Lothar Matthäus hinter sich gelassen und steht nun auf Rang 18 in der ewigen Torjägerliste der deutschen Nationalmannschaft.

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"Die Position liegt mir"

Bei mindestens zwei weiteren Aktionen gegen Zypern hätte Podolskis Offensivdrang eigentlich Zählbares abwerfen müssen. Doch einmal wollte dem unglücklich agierenden Sturmkonkurrenten Mario Gomez der Abschluss nicht gelingen (23.), und ein anderes Mal reagierte Gästekeeper Antonis Giorgallidi prächtig bei einem Podolski-Kracher. "Ich spiele gerne mit dem Ball am Fuß mit Tempo aus dem Mittelfeld. Die Position liegt mir", gab der Münchner nach der alles in allem souverän gewonnenen Partie eine informelle Bewerbung für Linksaußen ab.

Kampf um die EM-Plätze

Der Bundestrainer wird es mit Genugtuung vernommen haben, schließlich wünscht er sich von seinen Nationalspielern nach der längst geglückten Qualifikation für die EM-Endrunde nun vor allem eins: dass der sportliche Wettkampf um die Plätze im Kader und die Plätze in der Startformation das Niveau des DFB-Teams noch weiter steigere. Löw: "Der Wettbewerb hat schon begonnen. Er wird sich in den nächsten Wochen noch zuspitzen. Das wird ein heißer Kampf."

Guter Ersatz

In Sachen Mittelfeld hat Löw jedenfalls eine weitere viel versprechende Alternative zu den ohnehin großen Auswahlmöglichkeiten, die sich aus der Not des ständigen Verletzungspechs in den vergangenen Monaten entwickelt haben: Nachdem sowohl Alleskönner Philipp Lahm als auch Hitzlsperger erfolgreich als Frings-Ersatz vor der Abwehr debütierten und Bastian Schweinsteiger den Nachweis führte, einen klassischer Spielmacher verkörpern zu können, haben nun also Podolski und der gegen Zypern ähnlich stark agierende Clemens Fritz auf den Außen den Konkurrenzkampf eröffnet. Wenn die etatmäßige Schaltzentrale Michael Ballack, Bernd Schneider und Torsten Frings zurückkehrt, wenn Marcell Jansen wieder fit ist und Tim Borowski mehr Spielpraxis hat, wird es ganz schön eng im deutschen Mittelfeld.

Konkurrenz für Schweinsteiger?

Das Podolski-Experiment kann aber auch genauso schnell wieder vorbei sein. "Nach nur einem Spiel kann man noch nicht von einer neuen Position sprechen", sagte der Betroffene selbst und hielt trotz klarer Aufwärtstendenz den Ball flach. Vielleicht gibt Tüftler Löw am Mittwoch gegen Wales ja schon dem nächsten Unverhofften die Chance. Außerdem würde Podolski auf dieser Position womöglich in Konkurrenz zu seinem Kumpel Bastian Schweinsteiger geraten - in der Nationalelf und auch im Klub. Das dynamische WM-Duo im Kampf gegeneinander - eigentlich schwer vorstellbar.

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