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FC St. Pauli: Corny Littmann ist alter und neuer Präsident

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FC St. Pauli  

Der alte Präsident ist auch der neue

18.11.2007, 20:41 Uhr | dpa

Corny Littmann (Foto: imago)Corny Littmann (Foto: imago) Gestärkt durch den Wahlsieg, aber zermürbt von der wieder mal lange währenden Jahreshauptversammlung schritt Corny Littmann gegen 22.30 Uhr ein letztes Mal zum Rednerpult. "Ich danke den Mitgliedern für eine ruhige und ausgeglichene Versammlung", sagte der wieder gewählte Präsident des FC St. Pauli selbst überrascht. Der Klubchef schien verwundert und dankbar zugleich, nachdem er vor gut 200 Tagen im Machtkampf mit dem Aufsichtsrat noch vor dem Aus stand. Teamchef Holger Stanislawski sagte: "Das war eine der harmonischsten Versammlungen, die ich hier miterlebt habe."

"Damit bin ich ohne Abstriche zufrieden"

Dennoch wird Littmann das Leben nicht leicht gemacht. Dieses Mal kostete ihn ein Wahlhelfer unnötig Nerven. Er hatte 95 Ja-Stimmen schlicht vergessen. Die Berichtigung erleichterte Littmann, der damit 525 von 673 Stimmen bekam: "Ich habe gesagt, über 70 Prozent ist ein gutes Ergebnis. Damit bin ich ohne Abstriche zufrieden." Wie von Littmann gewünscht, verlief die Wahl der anderen Präsidiums-Kandidaten. Stefan Orth, Marcus Schulz, Gernot Stenger und Bernd-Georg Spies bilden mit Littmann das neue Präsidiums-Quintett.



Stadionname soll verkauft werden

Stolz ist der Theaterbesitzer auf die bereits eingeweihte Südtribüne des Millerntor-Stadions: "Der Blick über die Stadt, den Stadtteil und den Kiez ist einfach atemberaubend", sagte Littmann, der am 21.11. seinen 55. Geburtstag feiert. Aus wirtschaftlichen Gründen soll der Neubau der Haupttribüne vorgezogen werden. Zur Finanzierung befürwortet der Präsident den Verkauf des Stadionnamens. Im Sinne vieler Fans ist das jedoch nicht. "Die Binnenalster heißt auch nicht Astra-Pfützchen", sagte eines der 932 Mitglieder.

"Es wäre absurd und ein Wahnsinn"

Die eigenen Fans setzen Littmann moralisch unter Druck. Der beschlossene Antrag, den Namen des Millerntor-Stadions nicht verkaufen zu dürfen, missfällt dem schillernden Chef. Zwar ist der Mitglieder-Beschluss rechtlich nicht verbindlich, dennoch würde die Veräußerung das oppositionelle Fanlager und die Vereinsführung weiter spalten. Beide Parteien stimmen aber im Grundsatz überein. "Das Herz des FC St. Pauli darf niemals dem Kommerz geopfert werden. Es wäre absurd und ein Wahnsinn, wenn wir demnächst das Eckenverhältnis von Lidl präsentiert bekommen", sagte auch Littmann.

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