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Fußball - FC Bayern München: Hoeneß erwägt Rücktritt nach Streit mit Fan-Gruppen

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FC Bayern München  

Fan-Streit: Hoeneß erwägt Rücktritt

21.11.2007, 17:19 Uhr | t-online.de

Uli Hoeneß (Foto: imago)Uli Hoeneß (Foto: imago) Die Unstimmigkeiten zwischen der Bayern-Führung und diversen Fan-Gruppierungen nehmen bedenkliche Züge an. Sollte sich die Situation in München nicht entspannen, droht Bayern-Manager Uli Hoeneß in der Fan-Affäre sogar mit Rücktritt. "Wenn das nicht lösbar ist, höre ich auf", sagte Hoeneß der "Sport Bild" und verwies auf seinen Amtskollegen des AC Mailand: "Ich habe keine Lust, demnächst wie der Herr Galliani 24 Stunden unter Polizeischutz zu stehen. Oder wie in Marseille 5000 Freikarten an die Ultras zu verteilen." Die Vorstandskollegen Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner schloss er mit in die Rücktrittsdrohung ein. Zwischenzeitlich hat man sich an der Säbener Straße allerdings zusammengerauft und mit Vertretern des "Club Nr. 12" an einen Tisch gesetzt, um die bestehenden Unstimmigkeiten zu beseitigen.

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Gute Gespräche

Offensichtlich wähnt man sich nun auf einem guten Weg, zeigte sich Hoeneß im Anschluss an die Runde im DSF zuversichtlich. Man habe konstruktive Gespräche geführt, sei aber noch lange nicht da, wo man hinwolle. Vor dem kommenden Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg bitten die Bayern zum nächsten Friedensgipfel. 30 Fan-Klubs sind geladen, um sämtliche Missverständnisse auszuräumen.

"Eigene Geschäfte"

Bis dahin hat Hoeneß allerdings einen klaren Standpunkt: "Wenn die ihre Politik konsequent weiterführen, sind wir die falschen Leute", erklärte der Manager in Bezug auf den Druck einzelner Fangruppen, die seiner Aussage nach in der Arena einen eigenen Stand haben wollen, um "ihre eigenen Geschäfte zu machen". Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern in der vergangenen Woche war es zum Eklat zwischen Hoeneß und den Fans gekommen. Der Manager hatte nach Kritik an Vorstand und Stimmung im Stadion unter anderem die provokante Frage aufgeworfen: "Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid?" In den vergangenen Tagen hatte er seinen emotionalen Ausbruch relativiert und seine Kritik auf den "Club Nr. 12" und die "Schickeria" reduziert, die sich laut Hoeneß weigern, die Namen ihrer Mitglieder preiszugeben. .

"Unglaublicher Druck"

Der "Club Nr. 12" ist allerdings keine einzelne Fangruppe, sondern die Dachorganisation mehrerer. Laut Hoeneß wollen beide an Einfluss gewinnen und üben "unglaublichen Druck" aus. Zudem seien Zustände wie im Land des Weltmeisters "der Traum von einigen". "Die Ultras in Italien sind für viele ein Vorbild, und deswegen haben wir beim Klub gesagt: Wehret den Anfängen." Man dürfe diese Dinge nicht bagatellisieren. Die Vorkommnisse in Italien seien ihm nicht weit genug entfernt, "wenn wir nicht aufpassen, werden wir irgendwann solche Verhältnisse haben".

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